Achim Berg

Drei von vier Bürgern wollen Bildungsföderalismus abschaffen

  • Achim Berg, BITKOM

    Große Mehrheit für grundlegende Reformen in der Bildungspolitik

  • In der Schule sollten digitale Medien und Inhalte höheren Stellenwert genießen
  • Bitkom zeichnet weitere 16 Schulen als Smart Schools aus 

Die große Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für tiefgreifende Reformen des deutschen Bildungswesens aus. Drei von vier Bürgern (73 Prozent) sind der Ansicht, dass für Bildungspolitik ausschließlich der Bund statt der Bundesländer verantwortlich sein sollte. Acht von zehn (79 Prozent) halten es in einer vernetzten Welt für nicht mehr zeitgemäß, dass jedes Bundesland ein eigenes Bildungssystem hat. Und neun von zehn (90 Prozent) meinen, dass der Bund die Möglichkeit bekommen sollte, Schulen finanziell zu unterstützen.

Unternehmen suchen Unterstützung bei der Digitalisierung

Achim Berg, BITKOM
  • Fast jedes zweite Unternehmen nimmt externe Beratung in Anspruch
  • Bitkom-Akademie bietet Digitalsafari für KMUs 

Um die Digitalisierung voranzubringen, holen sich deutsche Unternehmen verstärkt Hilfe von außen. Das gilt für 43 Prozent der Unternehmen. So geben 3 von 10 Unternehmen (28 Prozent) an, dass sie zur digitalen Transformation ihres Geschäfts bereits externe Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben. Weitere 15 Prozent sagen, dieser Schritt sei aktuell geplant. Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) sieht allerdings keinen Bedarf für externe Hilfe bei der Digitalisierung.

Bitkom-Präsident Achim Berg zur Zukunft der Cybersicherheit

  • Achim Berg, BITKOM

    Berg: „Der Kampf gegen Cyberkriminelle gelingt nur gemeinsam“

  • Digitale Gegenangriffe durch Unternehmen sind der falsche Ansatz
  • Cyber Security Conference findet heute in München statt

Regierungen und Unternehmen müssen ihre Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit deutlich stärken, um den globalen Cyberraum sicherer zu machen. Das forderte Bitkom-Präsident Achim Berg heute im Rahmen der Munich Cyber Security Conference: „Der Kampf gegen Cyberkriminelle gelingt nur gemeinsam.“ Berg weiter: „Einerseits können Behörden von der technologischen Expertise der Wirtschaft profitieren. Anderseits sorgt eine effektivere Prävention und Verfolgung von Straftaten für ein Umfeld, in dem sich Bürger und Unternehmen sicher bewegen können.“

Rekordwachstum im Arbeitsmarkt der ITK-Branche

  • Achim Berg, BITKOM

    Mehr als 40.000 neue Jobs pro Jahr in IT und Telekommunikation

  • Auch Umsätze wachsen: 2018 um 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro
  • Software und IT-Services legen am stärksten zu

Die Digitalisierung sorgt für einen großen Beschäftigungsschub in der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK). 2017 haben die ITK-Anbieter mit 45.000 zusätzlichen Jobs ihren historisch stärksten Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres erzielt. Dieses Wachstum soll sich 2018 fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnet der Digitalverband Bitkom mit einem Arbeitsplatz-Plus von 42.000 Stellen in der Branche. Demnach werden zum Jahresende 1.134.000 Menschen im ITK-Sektor beschäftigt sein. Das entspricht einem Zuwachs von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2017.

Deutsche Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien zurückhaltend

  • Achim Berg, BITKOM

    Vor allem beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen

  • Hindernisse beim Einsatz sind Datenschutz, Sicherheitsanforderungen und Fachkräftemangel

Die deutsche Wirtschaft muss sich anstrengen, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. So sagen zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Vorstände und Geschäftsführer, dass deutsche Unternehmen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern gehören oder sogar weltweit abgeschlagen sind. Rund jeder Zweite meint, dies trifft auf 3D-Druck (48 Prozent), Blockchain (47 Prozent) und Robotik zu (45 Prozent), nur etwas weniger sind es bei den Themen Internet of Things (42 Prozent) und Virtual Reality (41 Prozent) sowie Big Data (37 Prozent) und Drohnen (31 Prozent).

Weichen stellen für die Gigabit-Gesellschaft

Achim Berg, BITKOM
  • Bitkom-Forum Telekommunikation und Medien am 30. Januar 2018 in Berlin
  • Berg: „Breitbandausbau in Deutschland muss Priorität für die nächste Bundesregierung haben“
  • Livestream zur Veranstaltung

Deutschland und Europa stehen vor der Herausforderung, durch flächendeckende Gigabitnetze die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe in der digitalen Welt zu schaffen. Gleichzeitig revolutionieren neue Online-Plattformen die Art und Weise, wie wir kommunizieren und Medien nutzen. Wie die Voraussetzungen für leistungsfähige Netze und innovative Medien geschaffen werden können, damit beschäftigt sich das Bitkom-Forum Telekommunikation am 30. Januar 2018 in Berlin.

Bitkom fordert ehrgeiziges Digitalprogramm von Union und SPD

Achim Berg, BITKOM
  • Sondierer haben Digitalisierung zum Randthema degradiert
  • Berg: „Die Digitalisierung ist Deutschlands Schicksalsfrage“

Zum Abschluss der Sondierungen von CDU/CSU und SPD hat der Digitalverband Bitkom die fehlende Entschlossenheit bei digitalpolitischen Themen kritisiert. „Wir begrüßen, dass die Sondierungspartner in der Präambel ihres Abschlussdokuments erklären, ‚den digitalen Wandel von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft für alle Menschen positiv gestalten‘ zu wollen. Umso mehr sind wir verwundert, dass die Sondierer in ihren Verabredungen zur Digitalpolitik nur Stückwerk liefern“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Deutschland muss in den kommenden Jahren alles auf die digitale Karte setzen.“

55.000 Jobs für IT-Spezialisten sind unbesetzt

Achim Berg, BITKOM

■   Zahl der offenen Stellen steigt 2017 um 8 Prozent
■   Drei von vier ITK-Unternehmen beklagen Fachkräftemangel
■   Digitalkompetenz wird in allen Branchen zur Kernkompetenz

Der Mangel an IT-Fachkräften spitzt sich weiter zu. In Deutschland gibt es derzeit 55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2016 waren es 51.000 offene Stellen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands Bitkom. Für die repräsentative Umfrage wurden mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt. In der IT- und Telekommunikationsbranche geben drei von vier Unternehmen (75 Prozent) an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es noch 70 Prozent. Mehr als die Hälfte der ITK-Unternehmen (56 Prozent) erwartet, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird.

Zwei Drittel der Internetnutzer verzichten auf bestimmte Online-Aktivitäten

  • Achim Berg, BITKOM

    Aus Sicherheitsgründen versendet jeder Zweite keine vertraulichen Informationen per Mail

  • Jeder Vierte nutzt keine Sozialen Netzwerke, Cloud-Angebote oder Online-Banking
  • Größte Sorgen sind Infektion mit Schadprogrammen und illegale Nutzung privater Daten

Angst vor Hackern im E-Mail-Konto, Datendiebstahl in der Cloud oder Betrug beim Online-Banking: Zwei von drei Internetnutzern (67 Prozent) geben an, dass sie aus Sicherheitsgründen bewusst auf bestimmte Online-Aktivitäten verzichten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.017 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Verglichen mit dem Vorjahr ist der Anteil allerdings zurückgegangen, damals hatten die Frage noch rund drei Viertel (74 Prozent) bejaht.

Bitkom-Branche ist erstmals größter Industrie-Arbeitgeber

Achim Berg, BITKOM
  • Beschäftigung wächst bis zum Jahresende auf 1,077 Millionen
  • Umsätze steigen um 1,9 Prozent auf 160,8 Milliarden Euro
  • Software ist wichtigster Wachstumstreiber

Die Bitkom-Branche schafft 2017 deutlich mehr neue Arbeitsplätze als zunächst erwartet und steigt damit zum größten industriellen Arbeitgeber auf. In der Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werden zum Jahresende voraussichtlich 1,077 Millionen Menschen beschäftigt sein. Das entspricht einem Plus von 30.000 Jobs binnen Jahresfrist (+2,9 Prozent) und übertrifft die Erwartungen der Frühjahrsprognose (21.000).

Digital für alle! Bitkom-Vorschläge zur Legislaturperiode 2017–2021

Achim Berg, BITKOM
  • 20 Millionen Bundesbürger aus dem digitalen Abseits holen
  • Bitkom fordert Neustart für Deutschlands Digitalpolitik
  • Berg: „Wir brauchen eine digitale Vision und Aufbruchsstimmung“

Anlässlich der Sondierungsgespräche zur Bildung der künftigen Bundesregierung fordert der Digitalverband Bitkom unter dem Motto „Digital für alle!“ einen Neustart für Deutschlands Digitalpolitik. Neben Staat und Wirtschaft müsse die Digitalpolitik künftig auch stärker auf die Gesellschaft ausgerichtet werden, betonte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir brauchen eine digitale Vision für Deutschland, Begeisterung fürs Digitale und Aufbruchsstimmung. Wir brauchen eine echte Strategie mit einem wirksamen Maßnahmenpaket und einem straffen Zeitplan. Dabei müssen wir alle mitnehmen, insbesondere jene etwa 20 Millionen Bundesbürger, die bislang im digitalen Abseits stehen. Die Bundesregierung muss sich noch ambitioniertere Ziele auf dem Weg in die digitale Welt setzen, schneller und entschiedener vorgehen und dabei stärker in die Breite wirken. Ein Weiter-so ist keine adäquate Antwort auf die digitalen Herausforderungen.“

Berufstätige sehen sich nicht für digitale Arbeitswelt gerüstet

Achim Berg, BITKOM
  • Sieben von zehn haben im Job keine Zeit für Weiterbildungen
  • Drei Viertel sehen Digitalkompetenz als neue Kernkompetenz
  • Digitale Formate wie Lern-Apps machen lebenslanges Lernen leichter

Die meisten Berufstätigen sehen sich nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet. Der Mehrheit fehlt es für Weiterbildungen an Zeit und Angeboten, um im Job mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können.

Automobilbranche: Jeder Zweite macht einen Bogen um Start-ups

Achim Berg, BITKOM
  • Aber: 3 von 10 Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Start-ups neue Produkte
  • Jeder Dritte beklagt, dass es zu wenig Gründungen im Automobil-Bereich gibt
  • „Start-up-Report 2017“ des Bitkom gibt Überblick über die deutsche Start-up-Szene

Fahrassistenzsysteme, Elektromobilität oder autonome Fahrzeuge: In kaum einer Branche prägen digitale Innovationen bereits heute so stark den Markt und werden für so gravierende Veränderungen in der Zukunft sorgen wie in der Automobilbranche. Dennoch macht derzeit mehr als jeder zweite Automobilhersteller bzw. -zulieferer (56 Prozent) einen Bogen um Start-ups und arbeitet nicht mit ihnen zusammen. Nur 3 von 10 Unternehmen (29 Prozent) entwickeln zusammen mit Start-ups neue Produkte oder Dienstleistungen, 15 Prozent unterstützen Start-ups, etwa durch Förderprogramme. Gerade einmal 7 Prozent beziehen Produkte oder Dienstleistungen von Start-ups und nur 2 Prozent haben in Start-ups investiert.

Arbeitsmarkt IT-Sicherheit: Nur vier von zehn Unternehmen sind auf Cyberangriffe vorbereitet

  • Achim Berg, BITKOM
    Achim Berg, BITKOM

    Vor allem kleinere Unternehmen haben nicht mal einen Notfallplan für Sicherheitsvorfälle

  • Auch Betreiber kritischer Infrastrukturen sind kaum besser gerüstet

Digitale Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl kann jedes Unternehmen treffen – doch die wenigsten sind für diesen Fall vorbereitet. Wenn die Sicherheitssysteme einen Hackerangriff melden oder die IT-Systeme von außen lahmgelegt werden, gibt es gerade einmal in 4 von 10 Unternehmen (43 Prozent) ein Notfallmanagement das festlegt, was zu tun ist. Dabei sind selbst die Betreiber sogenannter kritischer Infrastrukturen (KRITIS) wie etwa Energieversorger oder Finanzdienstleister kaum besser vorbereitet als die übrigen Branchen.

Durchwachsene Start-up-Bilanz der Bundesregierung

  • Achim Berg, BITKOM
    Achim Berg, BITKOM

    Die Politik hat die Bedeutung von jungen, innovativen Unternehmen erkannt, hinkt bei der Umsetzung von angekündigten Maßnahmen aber teilweise hinterher

  • 10 Projekte der großen Koalition sind umgesetzt, 13 sind in Arbeit oder teilweise abgearbeitet – und bei 5 ist noch nichts passiert
  • Bitkom legt Bilanz der Start-up-Politik für diese Legislaturperiode vor

Keine Bundesregierung hat so viele Maßnahmen zur Förderung von Start-ups angekündigt, wie die noch bis September regierende gr0ße Koalition. Doch im Hinblick auf die Umsetzung der Maßnahmen fällt die Bilanz durchwachsen aus: Von insgesamt 28 Einzelmaßnahmen, die im Koalitionsvertrag und im Laufe der Legislaturperiode angekündigt wurden, wurden 10 und damit gut jede Dritte vollständig umgesetzt. 13 Projekte wurden teilweise umgesetzt oder zumindest teilweise angegangen, in 5 Fällen ist hingegen überhaupt nichts passiert. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Analyse der deutschen Start-up-Politik.