Agiles Arbeiten

Agiles Arbeiten – nur selten möglich?

Von Carolyn Engels

Kurzes Update statt stundenlanger Meetings, schnelle mündliche Absprachen statt E-Mail-Flut: Unternehmen und Mitarbeiter suchen nach neuen Modellen der Zusammenarbeit. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland agil arbeiten. Woran liegt das?

Besonders Führungskräfte sind in der Pflicht, mehr eigenständiges Arbeiten und damit auch eine Fehlerkultur zuzulassen.

Dr. Walter Jochmann, Geschäftsführer bei Kienbaum

Agiles Arbeiten: Von Mitarbeitern erwünscht – aber nur selten ermöglicht

  • Gemeinsame Studie von StepStone und Kienbaum zu Agilität in Unternehmen
  • Großteil der Fachkräfte wünscht sich, häufiger selbst Entscheidungen zu treffen
  • Flache Hierarchien sind noch immer nicht der Standard

Kurze Updates statt stundenlanger Meetings oder schnelle mündliche Absprachen statt einer Flut an E-Mails: Auf der Suche nach neuen Modellen der Zusammenarbeit gilt agiles Arbeiten häufig als zukunftsträchtige Lösung. Gemeint ist: Vermeintlich veraltete Strukturen und starre Hierarchien werden durch ein dynamisches Arbeitsumfeld ersetzt, in dem Mitarbeiter mehr Verantwortung erhalten und in Teams häufiger und schneller eigenständige Entscheidungen treffen. Aber wie sehr ist agiles Arbeiten in Deutschlands Unternehmen überhaupt verbreitet? Die Online-Jobplattform StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung des Beratungsunternehmens Kienbaum, sind dieser Frage in einer Studie unter 10.000 Fach- und Führungskräften nachgegangen. Das Ergebnis: Nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen arbeiten agil. Und das, obwohl jeder dritte Beschäftigte dies gerne möchte und eine deutliche Mehrheit agilen Arbeitsweisen offen gegenübersteht.

Dr. Sebastian Dettmers