André Schaefer

Karriere 45+: Ohne Führungsverantwortung stagniert das Gehalt  

Um durchschnittlich 50 Prozent können Fach- und Führungskräfte in Deutschland ihr Gehalt im Laufe ihrer Karriere steigern. Die mit Abstand größten Gehaltssprünge finden dabei in der ersten Hälfte des Berufslebens statt: Während 18- bis 30-jährige Fachkräfte im Schnitt 43.400 Euro verdienen, bekommen 31- bis 40-Jährige bereits ein Gehalt von 56.400 Euro – ein Unterschied von rund 30 Prozent. Im Alter von 41 bis 50 Jahren ist die Gehaltssteigerung dann nur noch halb so hoch (15,6 Prozent). Danach steigt das Gehalt nur noch minimal. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse des StepStone Gehaltsplaners, dem 200.000 Datensätze zu Grunde liegen.

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Mittelstand vs. Konzern: Was Mitarbeiter an kleinen und großen Unternehmen attraktiv finden

Die steile Karriere im international renommierten Großkonzern oder doch lieber ein Job bei einem eher unbekannten Arbeitgeber aus dem Mittelstand? Sowohl kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) mit maximal 500 Mitarbeitern als auch Konzerne mit deutlich größerer Belegschaft haben ihre Vorzüge. Doch was schätzen Fachkräfte an den jeweiligen Unternehmen? StepStone hat insgesamt 19.000 Fach- und Führungskräften diese Frage gestellt und analysiert, welche Vorteile mittelständische Arbeitgeber aus Sicht ihrer Mitarbeiter bieten – und warum sich Fachkräfte auf der anderen Seite bewusst für eine Karriere in einem Großunternehmen entscheiden.

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Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Karriere: Wer mehr Gehalt will, muss danach fragen 

Nur vier von zehn Deutschen fragen ihren Arbeitgeber regelmäßig nach einer Gehaltserhöhung. Die Mehrheit verzichtet darauf. Das zeigt die neue StepStone Studie „Gehaltsverhandlungen in Deutschland“, an der rund 11.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen auch: Es lohnt sich, das Gehaltsgespräch zu suchen. 57 Prozent der befragten Arbeitnehmer haben in ihrer aktuellen Anstellung schon mindestens einmal eine Gehaltserhöhung erhalten. Der häufigste Grund dafür: Sie hatten die Gehaltserhöhung zuvor aktiv eingefordert. Die meisten (58 Prozent) argumentierten mit guten Leistungen.

Fachkräfte scheuen das Gehaltsgespräch

Die StepStone Studie macht deutlich, dass das Thema Gehalt immer noch ein Tabu ist. Jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich unwohl dabei, mehr Gehalt zu verlangen – Frauen etwas häufiger als Männer. 34 Prozent der Befragten begründen das damit, dass sie ungern über Geld reden. Fast jeder Dritte (31 Prozent) hat Sorge, seine   Beziehung zum Vorgesetzten zu schädigen. Etwa ebenso viele sind der Meinung, dass Forderungen nach mehr Gehalt bei ihrem Arbeitgeber nicht gern gesehen sind. 21 Prozent sind unsicher, ob sie die Voraussetzungen für eine Gehaltserhöhung mitbringen.

 

„Arbeitnehmer sollten dem Vorgesetzten verdeutlichen, welchen Mehrwert sie dem Unternehmen bringen“, sagt André Schaefer, Gehaltsexperte bei StepStone. „Wer klar aufzeigen kann, mit welchen Projekten er den Erfolg der Abteilung unmittelbar beeinflusst und dabei noch realistische Forderungen stellt, hat gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung.“

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