Angel Gurria

OECD-Länder einigen sich auf Aktionsplan gegen Jugendarbeitslosigkeit

Angel Gurría, OECD

Paris/Berlin – Die Regierungen der OECD-Länder haben sich verpflichtet, die Jugendarbeitslosigkeit stärker in den Fokus ihrer Politik zu stellen. Dazu sollen die Bildungssysteme so ausgerichtet werden, dass sie junge Menschen besser auf die Arbeitswelt vorbereiten. Auf dem jährlichen Ministertreffen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris einigten sich die Minister heute auf einen Jugendaktionsplan. Die Initiative richtet sich an alle jungen Leute, besonders aber an jene, die am meisten Gefahr laufen, für lange Zeit arbeitslos zu sein und sozial ausgeschlossen zu werden, so etwa Geringqualifizierte und Migranten.

Kompetenzen sind Währung von heute: OECD-Strategie fordert Investitionen in Aus- und Weiterbildung

Angel Gurría, OECD

Berlin/Paris.  Je schwächer grundlegende Fähigkeiten wie Lesen und mathematische Problemlösung ausgebildet sind, umso wahrscheinlicher finden sich Menschen in der untersten Einkommensgruppe, sind arbeitslos oder krank. Die “Skills Strategy” der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) appelliert daher an die Mitgliedsländer der Organisation, verstärkt in Grund-, Aus- und Weiterbildung zu investieren. Die Initiative, die diese Woche auf dem OECD-Ministertreffen in Paris diskutiert wird, möchte Regierungen dabei helfen, eine stabile Wirtschaft aufzubauen, die Beschäftigung anzukurbeln und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

OECD und PISA: Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler in Deutschland verbessert; aber weiterhin großer Abstand zur Spitze und ungleiche Bildungschancen

Angel Gurría, OECD

Berlin. Deutschland ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Lesefähigkeiten seiner 15 jährigen Schülerinnen und Schüler spürbar zu verbesssern.  Allerdings liegt Deutschland damit international noch immer nur im OECD-Durchschnitt.  Die Verbesserung wurde erreicht, weil der Anteil der Schüler mit ungenügenden Resultaten deutlich verringert werden konnte.  Nach wie vor sind die Ergebnisse stark geprägt vom sozio-ökonomischen Hintergrund der Schulen.  Allerdings hat sich dieser Einfluss verringert.  Auch die Leistungsdefizite von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund konnten reduziert werden.