Arbeitsmarkt

Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das zweite Quartal 2018: Neuer Rekordstand mit 1,21 Millionen offenen Stellen

Im zweiten Quartal 2018 gab es bundesweit rund 1,21 Millionen offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um rund 115.000, gegenüber dem ersten Quartal 2018 um fast 25.000. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften: Der Monatsbericht der BA

 

Detlef Scheele

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter lebhaft. Allerdings hat sich die Dynamik am Arbeitsmarkt zuletzt leicht abgeschwächt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

 

  • Arbeitslosenzahl im Juni: -40.000 auf 2.276.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -197.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent

Rückgang bei Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Detlef Scheele

„Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen hoch. Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich somit fort, wenn auch schwächer als in den Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Mai: -68.000 auf 2.315.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -182.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent

Anzahl offener Stellen für Fachkräfte im Osten verdoppelt – IT-Nachfrage erreicht bundesweit Rekordhöhe

Dr. Anastasia Hermann

Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal hat im ersten Quartal 2018 neue Rekordhöhen erreicht. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen deutschlandweit um 12 Prozent. Der Vergleich mit dem ersten Quartal 2012 zeigt ein beeindruckendes Wachstum von 44 Prozent. Das zeigen Analysen des StepStone Fachkräfteatlas, für den die Online-Jobplattform seit 2012 Stellenausschreibungen auf allen relevanten Online- und Print-Plattformen auswertet. Die meisten Ausschreibungen je 100.000 Einwohner verzeichnen demnach die Stadtstaaten und die südlichen Bundesländer. Auffällig ist jedoch die Aufholjagd der östlichen Bundesländer: Die Anzahl der veröffentlichten Stellenausschreibungen in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat sich in den vergangenen fünf Jahren annähernd verdoppelt.

Schöne digitale Zukunft – und wo bleibt der Mensch?

Ein Expertenbeitrag von Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)(Bild: © www.kit.edu)

Niemand weiß, wie die Zukunft der Arbeit aussieht, auch wenn viele gerne vermeintlich sichere Prognosen in die Welt setzen. Sicher wissen wir nur, dass der technische Fortschritt weitergeht, dass Algorithmen und Roboter immer besser werden, und dass uns immer mehr bislang von Menschen durchgeführte Arbeit durch neue Technik abgenommen wird. Und anders als bei früheren Wellen der Automatisierung sind keineswegs nur einfache mechanische Tätigkeiten betroffen. Vielmehr wird die Digitalisierung auch Arbeitsplätze in der Mittelschicht bis hinein in den akademischen Bereich betreffen.

BA: Weiterer Rückgang von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im März 2018

Detlef Scheele

„Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzte sich auch im März fort: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weiter gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bleibt auf Wachstumskurs, und die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im März: -88.000 auf 2.458.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -204.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Chronische Arbeitslosigkeit geht in Deutschland seit 2006 deutlich zurück

Regina Konle-Seidl

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die nachhaltige Beschäftigungsprobleme aufweisen, ist seit dem Jahr 2006 deutlich gesunken. Ihr Anteil an der Gesamtheit der Erwerbstätigen und der Erwerbslosen hat sich seitdem halbiert: Er sank von mehr als sechs auf rund drei Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2017: Deutlicher saisonbereinigter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Detlef Scheele

„Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember 2017 sehr gut entwickelt: die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weniger gestiegen als saisonal üblich, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigen auf hohem Niveau weiter kräftig an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Dezember: +17.000 auf 2.385.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -183.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 5,3 Prozent
  • Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Das Mantra aus Nürnberg: Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv

Detlef Scheele
Detlef Scheele

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Die Arbeitslosigkeit ist im August aus jahreszeitlichen Gründen nochmals leicht angestiegen. Saisonbereinigt hat sie aber weiter abgenommen. Das kräftige Beschäftigungswachstum setzt sich fort, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiter hoch.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im August: +27.000 auf 2.545.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -139.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent

Der Arbeitsmarkt im Juli 2017: Arbeitslosigkeit nimmt aus jahreszeitlichen Gründen zu

Detlef Scheele
Detlef Scheele

„Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind positiv: Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat im Juli aus jahreszeitlichen Gründen zwar zugenommen, saisonbereinigt gab es aber einen Rückgang. Die Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt auf hohem Niveau weiter an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Juli: +45.000 auf 2.518.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -143.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent

Entwicklung am Arbeitsmarkt sorgt für steigende Löhne

Indeed-Arbeitsmarktkommentar, April 2017

Mariano Mamertino
Mariano Mamertino

Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich im Frühlingshoch. Die Zahl der Erwerbslosen hat mit 2,569 Millionen den niedrigsten Wert in einem April seit 1991 erreicht. So ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 93.000 gesunken und im Jahresvergleich um 175.000 Menschen.

Arbeitskräftenachfrage weiterhin steigend – insbesondere im Bereich Automotive

Mariano Mamertino
Mariano Mamertino

Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. So waren im März 2017 43,46 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtigen Jobs beschäftigt. Saisonbereinigt entstanden so im März 30.000 neue Arbeitsverhältnisse im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenzahl sank im Jahresvergleich sogar um 608.000 Menschen, also um 1,4 Prozent.

Betriebe berichten von überwiegend positiven Erfahrungen bei der Neueinstellung von Älteren

Judith Czepek
Judith Czepek

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat Betriebe, die Personen ab 50 Jahren neu eingestellt haben, zu ihren Erfahrungen bei diesen Neueinstellungen befragt. „Grundsätzlich berichteten Betriebe überwiegend von positiven Erfahrungen mit älteren neu eingestellten Arbeitnehmern“, schreiben die IAB-Forscher in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Positive Entwicklung am Arbeitsmarkt lässt Fachkräfte knapp werden – Ärzte, Ingenieure und IT-Spezialisten sind besonders rar

Mariano Mamertino
Mariano Mamertino

Volkswirt Mariano Mamertino vom Jobportal Indeed kommentiert die heute veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: Das Angebot an Fachkräften wird immer enger. Vor allem IT-Positionen, Ingenieure und medizinisches Fachpersonal sind schwer zu finden, zeigen Indeed-Daten.

Wie die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, setzt sich auch im Monat Februar die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fort. So stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten saisonbereinigt im Februar 2017 um 59.000 Personen auf 43,59 Millionen im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenzahl sank im Jahresvergleich sogar um 149.000 Menschen.

Hartz-IV-Bezug dauert häufig lange

Dr. Holger Seibert, IAB
Dr. Holger Seibert, IAB

Von den 6,2 Millionen Leistungsbeziehern bei der Einführung von Hartz IV im Januar 2005 beendeten 1,5 Millionen den Bezug innerhalb eines Jahres. Innerhalb von fünf Jahren ist dies vier Millionen gelungen. Eine Million Leistungsbezieher befand sich von Januar 2005 bis Dezember 2014 durchgehend in der Grundsicherung. Von den neu hinzukommenden Hartz-IV-Empfängern beendet dagegen die Hälfte den Leistungsbezug innerhalb eines Jahres – wenn auch nicht immer nachhaltig. Langer Leistungsbezug ist zudem nicht automatisch gleichzusetzen mit langer Arbeitslosigkeit: Rund 30 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher sind erwerbstätig. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.