Asylbewerber

IAB erwartet Rückgang der Flüchtlingsmigration um zwei Drittel gegenüber 2015

Herbert Brücker
Prof. Dr. Herbert Brücker

Vor dem Hintergrund der stark gefallenen Flüchtlingszahlen geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von einem Rückgang der Flüchtlingszuwanderung im laufenden Jahr um etwa zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr aus. „Sofern sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, könnten im Verlauf des Jahres 2016 300.000 bis 400.000 Flüchtlinge zuziehen. Diese Einschätzung steht aber unter dem Vorbehalt, dass das Türkei-Abkommen und die Schließung der Balkanroute Bestand haben“, erklärte der IAB-Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker am Freitag. Im Jahr 2015 wurden 1,1 Millionen Flüchtlinge erfasst. Unter der Berücksichtigung von Doppelzählungen, Weiter- und Rückreisen schätzt das IAB die Nettozuwanderung von Flüchtlingen im Jahr 2015 auf 900.000.

BA-Verwaltungsrat setzt Mittel der Interventionsreserve für Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und geduldeten Ausländern ein

Peter Clever
Peter Clever

Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat am 17. Juli 2015 beschlossen, bis zu 50 Millionen Euro aus der Interventionsreserve der BA für die Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und geduldeten Ausländern im Bereich der Arbeitslosenversicherung einzusetzen. Dazu erklären die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Annelie Buntenbach und der stellvertretende Vorsitzende, Peter Clever:

Zuwanderung nach Deutschland weiter auf Rekordkurs – Deutliche Fortschritte in der Arbeitsmarktintegration

Andrea Nahles (Foto: Bea Marquardt / SPD)
Andrea Nahles (Foto: Bea Marquardt / SPD)

Paris/Berlin – Die dauerhafte Zuwanderung nach Deutschland ist im vergangenen Jahr so stark angestiegen wie in keinem anderen OECD-Land. Nach vorläufigen Zahlen kamen 2013 etwa 465.000 Menschen dauerhaft in das Land – mehr als doppelt so viele wie 2007. Wie der jüngste “Internationale Migrationsausblick” der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zeigt, ist Deutschland in der OECD 2013 erneut das zweitbeliebteste Zielland hinter den USA (989.900). Vorläufige Zahlen für 2014 deuten auf einen weiteren Anstieg.