Berufsstatus

Ende der Profilneurose? Jobbörsen im Peer-to-Peer Vergleich

Nobles Trio: Christopher Pissarides (Foto) gewann zusammen mit Peter Diamond und Dale Mortensen den Nobelpreis für Wirtschafts-wissenschaften 2010.

[ghk] Neben der Reichweite konzentrieren sich die Marketingstrategien der Jobbörsen-Betreiber auf das Corporate Branding, auf die Markenbildung ihrer Jobbörse als Problemlöser für die Publikation von Stellenanzeigen und das Recruiting. Werbekampagnen, Markenpositionierung, mehrfache „Touchpoints“ zur Visualisierung der Corporate Identity sollen den Anspruch kommunizieren.

Hinzu kommen außerdem zahlreiche Maßnahmen im Bereich des Search Engine Marketings (SEM), die dazu dienen, im Online-Geschäft eine hohe Reichweite sicherzustellen. Für die etablierten allgemeinen Karriereportale, die alle Branchen, alle Berufe und alle Regionen im Fokus haben, wird die Differenzierung der Markenpositionierung zusehends schwieriger und die Claims der Werbeaussagen gleichen sich einander immer mehr an. Beispiele gefällig?

Dem Mythos auf der Spur: Jobbörsen-Test durchleuchtet Zielgruppenprofile der Karriereportale

3.2.2009/ghk.

Jobbörsen-Umfrage
www.crosspro-research.com

Die derzeitige Online-Umfrage zur Bewertung von Jobbörsen und Jobsuchmaschinen durch Stellensuchende zeigt eine unerwartet hohe Resonanz der Bewerber. Seit Beginn der Umfrage am 3. Oktober 2008 sind bis Ende Januar 2009 knapp 2.000 Bewertungen eingegangen.  Noch ist die Datenbasis nicht komplett „statistikfest“, doch erste Zwischenergebnisse zeichnen sich schon ab. Die grossen und bekannten Karriereportale haben zwar alle Branchen, Berufe und Regionen im Visier ihrer Marketingstrategie, doch bei genauem Hinschauen wird erkennbar, daß sich der Mythos der Gleichheit verflüchtet. Es gibt wichtige Unterschiede zwischen den Karriereportalen, die z.B. durch die jährlichen Studien von Prof. Dr. Beck anhand der Analyse der publizierten Stellenanzeigen nachgewiesen werden. Die aktuelle Umfrage des Jobbörsen-Tests richtet sich an die Bewerber bzw. Stellensuchende. So zeigt ein Vergleich der Karriereportale besipielsweise anhand des differenzierten Berufsstatus der Stellensuchenden, daß sich durchaus bemerkenswerte Unterschiede aus den Nutzerprofilen ableiten lassen. Die ersten Auswertungen der vollständigen Teilnehmerbewertungen werden Anfang April 2009 vorgelegt. Dann können die Ergebnisse auch den einzelnen Jobbörsen namentlich zugeordnet werden.