Digitalkompetenz

Digitale Führungskompetenzen stärken – Unternehmensstrukturen im Wandel der Zeit

 

Thomas Wetzel

Thomas Wetzel, Business Unit Manager Training & Coaching, Hager Unternehmensberatung

Die Erkenntnis, dass sich Unternehmensstrukturen aufgrund des technologischen Wandels verändern und sich das auch auf das Personalmanagement auswirkt, ist eine Selbstverständlichkeit im HR-Bereich. Trotzdem wird leider allzu häufig versäumt, auch in die Entwicklung der Führungsebenen zu investieren.

Durch die Verlagerung der Schwerpunkte, die bei der Besetzung rund um das Thema Digitalisierung entstanden sind, hat auch die Mitarbeiterentwicklung eine viel stärkere Gewichtung erlangt. Einhergehend mit den erforderlichen fachlichen Themen, sind die Soft Skills und das richtige Mind Set viel wichtiger geworden. So sollten Fachkräfte beispielsweise in ihrem Spezialisierungsgebiet absolut sattelfest sein, aber darüber hinaus weitere angrenzende Themen abdecken und verstehen können. Von den Führungskräften wird unter anderem eine ausgeprägte Digitalkompetenz erwartet. Um diese Fähigkeiten und alle anderen Kompetenzen regelmäßig zu aktualisieren, ist es für alle Unternehmen –unabhängig von der Branche –  immer wieder ratsam, die besten Mitarbeiter, gestandene Führungskräfte und auch High Potentials mit qualifizierten Weiterbildungsmaßnahmen up-to-date zu halten, um auch für künftige Anforderungen qualifizierte Expertise an Bord zu haben.

Arthur D. Little baut Digitalkompetenz im öffentlichen Sektor weiter aus

Andreas Rudas

Die globale Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little baut ihr Team für die Region Zentral- und Osteuropa weiter aus und treibt somit die Expansion des Unternehmens voran. Am Standort Wien liegt der Fokus für die nächsten Jahre insbesondere auf dem Public Service Geschäft. Arthur D. Little unterstützt Public Services Kunden bei Projekten mit einem Schwerpunkt auf Digitalisierung und erfolgreiche Transformation. Insbesondere die Themenbereiche Mobilität, Smart Cities, Bildung, Energie, Gesundheit und Energie stehen dabei im Vordergrund. Aus funktionaler Sicht liegt der Fokus auf dem Aufbau und einer Effizienzsteigerung von öffentlichen Einrichtungen, sowie der strategischen Unterstützung staatsnaher Betriebe im Umgang mit aktuellen und zukünftigen Megatrends.

Karriereziele: Nur jeder zehnte Arbeitnehmer will Digitalkompetenz aufbauen

  • Herwarth Brune

    Top-Karrierewunsch ist für jeden Zweiten mehr Gehalt

  • 18 Prozent der Befragten möchten weniger arbeiten
  • Deutsche sind karrieremüde

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes, Beförderungen oder Wissenszuwachs streben sie seltener an als zuvor. Die Relevanz des Aufbaus von Kenntnissen rund um die Digitalisierung haben erst wenige Arbeitnehmer erkannt. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Karriereziele 2018“ der  ManpowerGroup, für die 1.022 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden.

Berufstätige sehen sich nicht für digitale Arbeitswelt gerüstet

Achim Berg, BITKOM
  • Sieben von zehn haben im Job keine Zeit für Weiterbildungen
  • Drei Viertel sehen Digitalkompetenz als neue Kernkompetenz
  • Digitale Formate wie Lern-Apps machen lebenslanges Lernen leichter

Die meisten Berufstätigen sehen sich nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet. Der Mehrheit fehlt es für Weiterbildungen an Zeit und Angeboten, um im Job mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können.

Unternehmen fehlt Strategie für mehr Digitalkompetenz

  • Anja Olsok, BITKOM
    Anja Olsok

    Nur jeder fünfte Betrieb verfügt über zentrale Strategie für Weiterbildung

  • Bitkom Akademie erweitert Seminarprogramm
  • Neue Zertifikatslehrgänge im 2. Halbjahr 2017

Die eigenen Mitarbeiter fortzubilden ist für viele Unternehmen in Deutschland ein wichtiges Anliegen. Doch nur wenige Betriebe setzen auf eine zentrale Strategie, wenn es um Weiterbildungsmaßnahmen zu Digitalthemen geht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 305 Unternehmen aus Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Danach verfügt nur jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) ab 50 Mitarbeitern über eine zentrale Strategie, um die Digitalkompetenzen ihrer Mitarbeiter auszubauen. Drei von vier Unternehmen (75 Prozent) ab 50 Mitarbeitern arbeiten ohne zentrale Strategie, wenn sie Mitarbeiter zu Digitalthemen weiterbilden lassen.

Digitale Transformation: Mittelstand legt Schwerpunkt auf Weiterbildung

Dr. Holger Schmidt
Dr. Holger Schmidt

Von Dr. Holger Schmidt, Netzökonom

Die digitale Transformation ist auch 2017 das Schwerpunktthema im deutschen Mittelstand. Als Reaktion auf die Digitalisierung, die in der anstehenden zweiten „Deep-Tech-Welle“ vor allem klassische Branchen wie Automobil, Maschinenbau und Logistik trifft, setzen die Mittelständler vor allem auf die intensive Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, hat eine PWC-Umfrage ergeben. 44 Prozent der Unternehmen wollen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auch verstärkt auf deren Digitalkompetenzen achten, hat die Umfrage unter 220 deutschen Mittelständlern ergeben.

Digitalkompetenz-Offensive erreicht mehr als 6000 Schüler

Dr. Joachim Bühler
Dr. Joachim Bühler
  • Mehrheit der Eltern wünscht mehr Digitalinhalte im Schulunterricht
  • Bitkom-Initiative erlebe IT verstärkt Engagement bei Programmier-Workshops
  • Fake-News-Debatte: Neue Bedeutung von Medienkompetenz

Digitale Kompetenz für Souveränität im Netz und bessere Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt: Zwei Drittel aller Eltern (64 Prozent) wünschen sich das Pflichtfach Informatik ab der 5. Klassenstufe. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.011 Eltern schulpflichtiger Kinder im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach wollen die Eltern mehrheitlich, dass Themen wie Datenschutz im Internet (73 Prozent), Berufschancen in der digitalen Wirtschaft (66 Prozent) und richtiges Verhalten in Chats und sozialen Netzwerken (65 Prozent) im Schulunterricht breiter behandelt werden.

Jobbewerber müssen Digitalkompetenz mitbringen

Anja Olsok, BITKOM
Anja Olsok

■   Jedes zweite Unternehmen achtet bei Bewerbern besonders auf Digitalkenntnisse
■   Bitkom Akademie stellt neues Seminarprogramm für 2017 vor

Eine Mehrheit der Unternehmen in Deutschland erwartet von Bewerbern aktuelle Digitalkenntnisse. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.543 Unternehmen aus Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Danach stimmen 57 Prozent der Befragten eher der Aussage zu, dass sie bei Bewerbern besonders auf die regelmäßige Aus- und Weiterbildung ihrer Digitalkompetenz achten.

Digitalisierung schafft neue Jobs für Fachkräfte

  • Thorsten Dirks Chief Executive Officer, EPlus-Gruppe, Düsseldorf
    Thorsten Dirks

    Jedes zweite Unternehmen rechnet mit zusätzlichen Stellen für gut ausgebildete Arbeitnehmer

  • Digitalkompetenz von Bewerbern und Mitarbeitern bisher nur Mittelmaß
  • Mehrheit bildet eigene Mitarbeiter nicht zu Digitalthemen weiter

 

Der Lkw-Fahrer disponiert während der Fahrt, managt Bestellungen und Routen statt den Wagen selber zu lenken, die Zahnarzthelferin stellt Implantate mit dem 3D-Drucker her statt nur die Abdrücke zu nehmen: Berufe und Anforderungsprofile wandeln sich durch die Digitalisierung von Grund auf. Und für digital qualifizierte Arbeitnehmer bieten sich dadurch hervorragende Jobchancen. Jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) rechnet damit, dass es in den kommenden zehn Jahren mehr Arbeitsplätze für gut ausgebildete Beschäftigte geben wird, gerade einmal 5 Prozent erwarten einen Rückgang.