EU-Vergleich

Wo der deutsche Mindestlohn im EU-Vergleich liegt

Erhöht sich der Mindestlohn, müssen viele Arbeitgeber neu kalkulieren.

Bedienung in einer Bar in Oberhausen

 (Foto: picture alliance / Caroline Seid)

 

Luxemburg zahlt am meisten, Bulgarien am wenigsten – und Spanien erhöht den Mindestlohn am stärksten, zeigt eine neue Auswertung für Europa.

Von Jacqueline Hadasch

Die Mindestlöhne in Europa sind 2019 um 4,4 Prozent gestiegen, wenn man die Inflation einrechnet. Am stärksten haben mittel- und osteuropäische Länder den Mindestlohn erhöht. Polen hat den Wert um 15,6 Prozent angehoben, Spanien um 22 Prozent. Das zeigt der Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen (WSI) Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Ausgewertet wurden dafür die Mindestlöhne der EU-Staaten, die Anfang 2020 einen gesetzlichen Minimalverdienst festgelegt hatten; Großbritannien ist also auch noch berücksichtigt. In 22 von 29 Ländern gibt es einen Mindestlohn.

Der deutsche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde belegt im EU-Vergleich zusammen mit den Briten den sechsten Platz. Den höchsten Mindestlohn gibt es in Luxemburg, er liegt dort bei 12,38 Euro. Auch Frankreich, die Niederlande, Irland und Belgien haben eine höhere Lohnuntergrenze als Deutschland.

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