Farhan Yasin

Mit der Nonchalance des Novizen: US-Jobbörse CareerBuilder will in Deutschland Fuss fassen

von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

18. November 2006. Seit November ist der deutsche Ableger des amerikanischen Jobbörsen-Giganten CareerBuilder in Deutschland im Netz – und kaum jemand hat es so richtig wahr genommen – sieht man einmal von wenigen Marktbeobachtern wie Marcus Tandler [1] oder Marcus Reif [2] ab. Während die Muttergesellschaft in den USA auf stolze 1.3 Millionen Stellenanzeigen in verweist kann, bleibt der neue Marktauftritt in Deutschland unerklärlicherweise blass: Keine Pressemitteilung, kein Hauch einer Werbekampagne, lediglich eine Webseite mit einer aus dem amerikanischen übersetzten Text, das war alles.

Nutzerrekord – CareerBuilder stärkt seine Marktposition in Europa

Farhan Yasin, CareerBuilder

Frankfurt. CareerBuilder, weltweit führender Anbieter von Lösungen für das Personalwesen, gab heute die Steigerung seiner Besucherzahlen in Europa bekannt. Nach den letzten Erhebungen von comScore, Inc., verzeichnete CareerBuilder hier im vergangen Jahr einen achtprozentigen Besucherzuwachs auf seinen Portalen. Dieser Rekordzuwachs unterstreicht nicht nur die europäische Präsenz von CareerBuilder, sondern auch die Anzahl der erfolgreich vermittelten Bewerber auf die Vakanzen seiner Kunden. Die Bewerberzahlen steigerten sich im Jahre 2009 um 61 Prozent.

CareerBuilder Deutschland: Die Karten werden neu gemischt

Felix Roth, CareerBuilder Deutschland
Felix Roth, CareerBuilder Deutschland

[ghk] Als die Nachricht vom Ausscheiden des CareerBuilder Deutschland-Geschäftsführers, Severin Wilson, zum 31.3.2009 in der Recruiting-Szene die Runde machte, waren sich oberflächliche Beobachter gleich klar: Wieder einmal hat eine ausländische Jobbörse versucht, in Deutschland Fuß zu fassen, wieder einmal war das Scheitern vorprogrammiert, und wieder einmal musste ein ausländischer Jobbörsen-Betreiber in Deutschland Stellenabbau praktizieren.

Nach dem Abbruch der Markteinführung von Totaljobs in Deutschland sollte es also keine so große Überraschung sein, daß auch CareerBuilder dem schwierigen Umfeld, der Wirtschaftskrise und dem Manko des Nachzüglers auf dem deutschen Jobbörsen-Markts erliegen würde. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Situation in der Frankfurter Deutschland-Dependance etwas anders.