Ian Cole

Abschied ist solch bittersüßer Schmerz: Springer verkauft StepStone Solutions für 110 Mio. Euro

Dr. Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender, Axel Springer Verlag
Dr. Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender, Axel Springer Verlag

6.4.2010 (ghk). Im Rückblick offenbart sich die strategische Brillianz, mit der der Axel Springer Verlag bei der Übernahme des Karriereportals StepStone vorgegangen ist. Springer hat nun  das letzte Kapitel der Übernahme-Etappen aufgeschlagen und verkauft die StepStone-Division „Solutions“ für den stolzen Preis von 110 Millionen Euro an den Private Equity Fonds „HgCapital“.

Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muß aber vorwärts gelebt werden

Im Rahmen der Konzern-Strategie sieht sich Springer verpflichtet, die „Digitalisierung des Anzeigengeschäfts“ weiter voranzutreiben – und dazu gehört eben auch eine operativ erfolgreiche Online-Stellenbörse wie StepStone.

Mit der letzten Etappe beendet Springer eine mustergültig geplante und durchgeführte schrittweise Übernahme.

+++Eilmeldung+++ StepStone Manager verkaufen ihre Aktien an Axel Springer Verlag

Colin Tenwick, CEO StepStone Group
Colin Tenwick, CEO StepStone Group

23.10.2009 18:46 Uhr (ghk): Wie der Nachrichtendienst BusinessNewsWire meldete, hat StepStone mitgeteilt, daß CEO Colin Tenwick und CFO Ian Cole ihre Aktien im Zusammenhang mit dem Übernahme-Angebot an den Axel Springer Verlag verkauft haben. Als wesentliches Ergebnis der heute in Oslo stattgefundenen außerordentlichen Hauptversammlung wurden neue Axel-Springer-Vertreter in den Aufsichtsrat (Board of Directors) von StepStone ASA gewählt.

Axel Springer AG hat in mehreren Stufen die Aktienmehrheit von knapp 53% am Recruting-Portal StepStone erworben. Ein Pflichtangebot zur Übernahme der restlichen Aktien wurde von NOK 8,60 auf NOK 9,00 erhöht. Die Frist zum Verkauf von StepStone-Aktien an Axel Springer endet am 23.10.2009, über deren Ergebnis ist derzeit noch nichts bekannt.

In einer ersten Reaktion auf das ursprüngliche Übernahme-Angebot in Höhe von NOK 8,60 hatte das StepStone-Management betont, daß der derzeitige Wert des Unternehmens diesen Preis übersteige. Nachdem Axel Springer das Angebot auf NOK 9,00 nachgebessert hatte, verhielt sich der Aufsichtsrat von Stepstone „neutral“ gegenüber dem verbesserten Angebot und betonte, daß die Aktionäre ihre eigene, unabhängige Entscheidung treffen sollten.

Quelle: Business Financial Newswire