Kienbaum

Flexibel, hierarchisch, digital? Chefs erleben ihre tägliche Arbeit teils völlig anders als Fachkräfte

Arbeitsabläufe werden schneller, Mitarbeiter vernetzen sich innerhalb von Sekunden mit Kollegen auf dem gesamten Globus und Prozesse stehen permanent auf dem Prüfstand: Die fortschreitende Digitalisierung nimmt schon heute massiven Einfluss auf die Arbeitswelt. Aber wie erleben Fach- und Führungskräfte diese Veränderungen in ihrer täglichen Arbeit und wie zufrieden sind sie mit diesem Wandel?

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Walter Jochmann

Kienbaum-Studie: HR im agilen Dornröschen-Schlaf?

Wie ist es um die Agilität der HR-Funktion bestellt? Werden agile Methoden wie Design Thinking, Scrum oder Business Model Canvas in deutschen Personalabteilungen wirklich angewendet? Finden sich agile Kompetenzen, Arbeitsformen und Führungskonzepte in dem Bereich, der so entscheidend die Befähigung der eigenen Belegschaft und Organisation im Hinblick auf Agilität vorantreiben kann? Kienbaum und die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) haben in ihrer Studie Mitarbeiter aus HR-Abteilungen in 118 Unternehmen im Hinblick auf Stärken und Entwicklungsbedarfe befragt.

Alte Denkmuster und Prozesse behindern erfolgreiches Recruiting – was muss sich ändern?

Der Recruiting Markt ist im Umbruch

Traditionelle Jobportale rüsten technologisch auf durch Zukäufe von HR Tech Unternehmen oder intensives Vorantreiben eigener HR Tech Entwicklungen. Neue Wettbewerber steigen in den Recruiting Markt ein. Alt eingesessene HR Dienstleister fusionieren mit bisherigen Wettbewerbern.

Der Launch von Google for Jobs, das Investment von Xing in den ATS Spezialisten PreScreen, die Übernahme von LinkedIn durch Microsoft, der Kauf von JoinVision durch JobCloud oder die Übernahme von Monster durch Randstad sind nur einige Beispiele dafür.

Liest man darüber hinaus über aktuelle Trends im Recruiting, so kommt man an Begriffen wie Digitalisierung, eRecruiting, Big Data, Matching Algorithmus, künstlicher Intelligenz, Profiling, neuronale Netze und vielem mehr nicht vorbei. Buzz-Words, von denen jedoch nur die wenigsten genau wissen, was wirklich gemeint ist und die leider in der Regel nicht das liefern, was der Name verspricht.

Leonardo da Vinci

Kienbaum analysiert Gehälter deutscher Geschäftsführer: Geschäftsführer verdienen 3,4 Prozent mehr

  • Vorsitzende der Geschäftsführung verdienen das 1,4-fache von ordentlichen Geschäftsführungs-Mitgliedern.
  • Geschäftsführergehälter hängen stark von der Unternehmensgröße ab.
  • Chemieindustrie und Pharmabranche zahlen die höchsten Gehälter.

Die Gehälter deutscher Geschäftsführer steigen weiter an: In diesem Jahr heben die Unternehmen die Geschäftsführer-Vergütung im Schnitt um 3,4 Prozent an, im vergangenen Jahr waren es 3,3 Prozent, so eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum. Ein ordentliches Mitglied der Geschäftsführung verdient durchschnittlich 372.000 Euro im Jahr. Der Vorsitzende erhält das 1,4-fache und kommt auf durchschnittlich 526.000 Euro. Ein Alleingeschäftsführer bezieht mit 255.000 Euro ein deutlich geringeres Jahresgehalt. Für den Vergütungsreport Geschäftsführer hat die Personal- und Managementberatung Kienbaum 1.928 Geschäftsführungspositionen in 1.553 Unternehmen analysiert.

Kienbaum, Crosswater Job Guide
Dr. Sebastian Pacher

Wie der Chef, so der Chef: Führungskräfte führen wie ihre eigenen Vorgesetzten

Stepstone, Crosswater Job Guide,
Sebastian Dettmers

Bei der Frage nach dem eigenen Führungsstil orientieren sich Führungskräfte offensichtlich sehr an ihren Vorgesetzten. Zwischen dem Stil, der ihnen von ihren Chefs vorgelebt wurde und dem, den sie gegenüber ihren Mitarbeitern anwenden, besteht eine signifikante und positive Korrelation. Vereinfacht gesagt bedeutet das: In vielen Fällen übernehmen sie den Stil, der von ihren Chefs vorgelebt wurde und übertragen dieses Verhalten auf ihre eigenen Mitarbeiter. Das haben die Online-Jobplattform StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung von Kienbaum, in einer Studie unter 13.500 Fach- und Führungskräften herausgefunden.

Prognose: Gehälter in Deutschland steigen 2019 im Schnitt um 3,1 Prozent

Kienbaum veröffentlicht Gehaltsentwicklungsprognose 2019

  • Alfred Berger

    Westeuropäische Durchschnittslöhne steigen um 2,5 Prozent, weltweit um 4,4 Prozent

  • Gehälter der Fachkräfte steigen am stärksten
  • Persönliche Performance beeinflusst die Gehaltssteigerungen am stärksten

Tendenz steigend, zum Teil sehr deutlich: Das ist die Prognose für 2019 für die Gehaltsentwicklung in Europa und weltweit. In Polen steigen die Gehälter nominal mit 3,8 Prozent am stärksten, Österreich und Deutschland liegen mit 3,2 Prozent beziehungsweise 3,1 Prozent knapp dahinter, hat Kienbaum in seiner soeben veröffentlichten Gehaltsentwicklungsprognose errechnet. Im Vergleich dazu fällt der prognostizierte Gehaltszuwachs in der Schweiz mit 1,2 Prozent deutlich geringer aus. Im westeuropäischen Gesamtdurchschnitt erhöhen sich die Gehälter um 2,5 Prozent bei einer erwarteten Inflation von 0,9 bis 2,7 Prozent. Demzufolge werden Reallohnsteigungen von 1,1 Prozent für Deutschland, 0,9 Prozent für Österreich und 0,3 Prozent für die Schweiz erwartet.

Im digitalen Wandel – Sind HR-Abteilungen noch zeitgemäß?

Die Digitalisierung schreitet in den Unternehmen voran – doch leider nicht in vielen HR-Abteilungen. Dabei könnte die dringend notwendige Transformation das Human Resources entlasten, damit es nicht nur zu Hire und Fire verdammt sind, sondern sich wichtigeren Aufgaben widmen kann, wie zum Beispiel, die Personalentwicklung voranzutreiben. Ansonsten werden HR-Abteilungen möglicherweise obsolet.

Thomas Sattelberger

„Die digitale Kompetenz der Personaler tendiert gegen null“, spitzt der FDP-Bundestagsabgeordnete Thomas Sattelberger, die Lage zu. Er muss es ja wissen, war er doch lange Zeit in der Entwicklung von Führungskräften tätig und 2003 bis 2012 sogar Personalvorstand bei Continental und der Deutschen Telekom. Den überwiegenden Teil der deutschen HR-Abteilungen bezeichnet er als „lebendige Leiche“. Statt Treiber der Digitalisierung zu sein, hinkten sie vielfach hilflos hinterher und fehle es ihnen an „Spritzigkeit, an Inspiration, an Innovation“, so Sattelberger. Ein hartes Urteil und sicherlich nicht überall, aber in vielen Fälle so treffend.

Digitalisierung klappt nur mit der richtigen Führungskraft

Sebastian Dettmers

Digitale Technologien entwickeln sich rasant weiter – um einiges schneller als der Mensch sich anpassen kann – und verlangen den Fachkräften in ihrem Arbeitsalltag einiges ab. Vor diesem Hintergrund wird der Führungsstil wichtiger denn je. Aber wie sieht richtige Führung im Zuge der Digitalisierung aus? Deutschlands Fachkräfte haben jedenfalls klare Vorstellungen davon, wie sie geführt werden möchten. 94 Prozent bevorzugen eine Führungskraft, die als Vorbild dient, eine Vision vermittelt und ihre Mitarbeiter motiviert – auch transformationaler Führungsstil genannt. Ebenso erwünscht sind Vorgesetzte, die konkrete Ziele formulieren und konstruktive Rückmeldungen geben (strategische Führung, 88 Prozent) sowie wertorientiert handeln und Selbstständigkeit fördern (ethische Führung, 84 Prozent).

Umfrage: Wie steht es um die demografieorientierte Personalarbeit in deutschen Unternehmen?

  • Gerhard Wiesler

    Umfrage zur vierten Auflage der Studie Demografie Exzellenz startet

  • Ab sofort Projekte für Demografie Exzellenz Award einreichen
  • Alles zum Award unter demografie-exzellenz.de

Fachkräftemangel und alternde Belegschaften sind in aller Munde: Doch wie demografieorientiert ist die Personalarbeit in deutschen Unternehmen? Dieser Frage geht der Demografie Exzellenz e.V. in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach mit einer Studie nach. Träger und Unterstützer sind der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU), die Techniker Krankenkasse und die Personal- und Management-beratung Kienbaum. Medienpartner ist das Personalmagazin.

Die Studie wird in diesem Jahr bereits zum vierten Mal erstellt: Dadurch können die Studienautoren die Entwicklung bei dieser Thematik im Zeitverlauf analysieren und darauf aufbauend weitere, gezielte Maßnahmen zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen in den Unternehmen ableiten.

Kienbaum-Studie: Chief Digital Officer – Wer besonders gut ist, macht sich überflüssig

Yvonne Balzer, Kienbaum

Kienbaum veröffentlicht Studie zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen des Chief Digital Officers (CDO)

  • Mehrheit der CDOs sieht ihre Rolle nur als Job auf Zeit.
  • CDOs wollen die Welt verändern.
  • Digitalchefs definieren ihre Rolle selbst.

Verkehrte Welt: Während Führungskräfte, die ihren Job besonders gut machen, normalerweise mit mehr Budget und Mitarbeitern oder zusätzlicher Entscheidungsgewalt belohnt werden, macht sich eine andere Berufsgruppe überflüssig, wenn sie erfolgreich arbeitet – die Chief Digital Officer. Davon sind die Interviewpartner für eine aktuelle Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum überzeugt.