Korn Ferry Hay Group

Weltweite Gehälter 2018: Westen stagniert – Asien verliert im Vergleich zum Vorjahr – Afrika mit höchsten Nominallohngewinnen

Thomas Gruhle

0,9 Prozent Steigerung der Reallöhne in Westeuropa, Nordamerika und dem Nahen Osten. Nur Australier haben mit 0,7 Prozent Gehaltssteigerung noch weniger in der Tasche. In Asien dagegen wachsen die Einkommen real um 2,8 Prozent, in Lateinamerika um 2,1 Prozent. Im weltweiten Gesamtdurchschnitt werden die Gehälter 2018 um real 1,5 Prozent erhöht. Das ist das Ergebnis der weltweiten Gehaltsprognose ‚Global Salary Forecast 2018’ der Korn Ferry Hay Group, die auf der global umfangreichsten Datenbank für Gehaltsdaten beruht.

  • Weltweit steigen Gehälter durchschnittlich um 1,5 Prozent
  • Dynamik im Osten übersteigt stagnierend-sinkende Lohnentwicklung im Westen
  • Asien nach wie vor stark, aber deutlich geringere Steigerungen als im Vorjahr

Europäischer Geschäftsluftfahrt droht Fachkräftemangel

Christian Weiss
  • Kommerzielle Airlines und andere technisch orientierte Branchen fragen die gleichen Talente wie Geschäftsluftfahrt nach
  • Trotz guter Image-Werte kaum ausgeprägte Arbeitgebermarken
  • Erwartungen potenzieller Mitarbeiter und Realität in der Praxis nicht deckungsgleich

 

Zur Geschäftsluftfahrt gehören unter anderem Privat- und Firmenflugzeugbetreiber, teils im Eigentum der Konzerne, Service- und Wartungsanbieter sowie die Hersteller der Geschäftsflieger.

Der richtige Manager zu richtigen Zeit: Fünf prototypische Top-Management Profile in den jeweiligen Unternehmensphasen

Mathias Kesting

Top-Führungskräfte lassen sich heute nicht mehr in einfachen Kategorien wie ‚gut’ oder ‚schlecht’ bewerten. Der Grund: Die Situationen, in denen sich Unternehmen befinden, sind immer vielfältiger und komplexer geworden. Gründung, Wachstum, Stabilität, Innovation oder Sanierung – es hängt von der Phase ab, welcher Manager-Typus in dieser Phase die bestmöglichen Ergebnisse erzielen kann. Die Personal- und Organisationsberatung stellt auf Basis von mehr als 4,4 Millionen Beurteilungen von Führungskräften weltweit prototypische Profile des erfolgreichen Managers in der jeweiligen Entwicklungsphase des Unternehmens vor.

Europäische Studie: Deutsche Manager gehören zu den Top-Verdienern – und liegen doch weit hinter ihren Kollegen in der Schweiz und Großbritannien

Thomas Haussmann
Thomas Haussmann

Europäische CEOs verdienen 3,6 Mio. Euro im Median, ordentliche Vorstände kommen auf 1,6 Mio. Euro. Bestverdiener sind die Schweizer: Das Top-Management verdient dort 172 Prozent des europäischen Medians, gefolgt vom Vereinigten Königreich (150 Prozent) und Deutschland (109 Prozent). Deutsche Vorstandschefs kommen damit auf ein Gehalt von 3,9 Mio. Euro (Median), Mitglieder eines deutschen Vorstands liegen bei 1,7 Mio. Euro. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt bei 1,3 Prozent. Das ist das Ergebnis der aktuellen Untersuchung europäischer Vorstandsgehälter der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group, in die Gehälter von mehr als 1.500 Top-Executives aus dem Jahr 2016 eingeflossen sind.

 

Weiche Ziele entscheiden heute über variablen Gehaltsbestandteil im Vorstand mit – aber nur bei zwei Drittel der Unternehmen

  • William Eggers
    William Eggers

    Aktuelle Untersuchung von Korn Ferry Hay Group in 100 deutschen Unternehmen

  • Variable Vorstandsvergütung hängt vor allem auch von Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit ab
  • ‚Weiche’ Ziele werden ‚hart’ gemessen

 Neun von zehn deutschen Firmen haben sich neben einem soliden finanziellen Ergebnis heute zusätzliche Unternehmensziele gesetzt: 84 Prozent haben Kundenzufriedenheit als Ziel verankert, 68 Prozent Nachhaltigkeit. Aber: Nur knapp zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Unternehmen machen von diesen Zielen auch die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder abhängig. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Unternehmenszielen in 100 deutschen Unternehmen der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group.

Löhne und Gehälter im Jahr 2016 um 2,5 Prozent gestiegen – im Folgejahr Halbierung des Anstiegs der Reallöhne prognostiziert

  • Thomas Gruhle
    Thomas Gruhle

    Geringerer Gehaltsanstieg als im Vorjahr

  • Prognose 2017: Durch Inflation deutlich geringere Erhöhung der Reallöhne
  • Insgesamt solide Gehaltsentwicklung seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 im internationalen Vergleich

Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind im Jahr 2016 um 2,5 Prozent gestiegen. Aufgrund der niedrigen Inflation von 0,3 Prozent bleiben den Menschen damit 2,2 Prozent mehr Geld im Portemonnaie. Die höchsten Steigerungen konnten in der Automobil-, Chemie- sowie Pharma- und Gesundheitsindustrie festgestellt werden (je 2,8 Prozent), die niedrigsten in der kriselnden Energieindustrie (2,3 Prozent). Für das Jahr 2017 wird eine Halbierung des Anstiegs der Reallöhne prognostiziert. Das hat die aktuelle Untersuchung der deutschen Gehaltszahlen durch alle Professionen und Branchen hinweg von Korn Ferry Hay Group ergeben.

Analyse: Mehrheit der Deutschen hält eigene Bezahlung für nicht fair

Mandy Rehmann
Mandy Rehmann
  • Arbeitnehmer beurteilen Gehalt skeptischer als in den Jahren zuvor
  • Großteil sieht keinen Zusammenhang zwischen Leistung und Bezahlung

Nur 35 Prozent der Deutschen halten ihre Bezahlung für fair im Vergleich zu Mitarbeitern mit ähnlichen Aufgaben in anderen Unternehmen. 2012 waren es noch 40 Prozent. Die meisten Arbeitnehmer kritisieren zudem die Vergütung in ihrem Unternehmen als nicht leistungsgerecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group, bei der die Antworten von mehr als fünf Millionen Mitarbeitern weltweit analysiert wurden, davon 250.000 aus Deutschland.

Studie: Frauen sind Männern bei führungsrelevanten emotionalen und sozialen Kompetenzen voraus

  • Dr. Bibi Hahn
    Dr. Bibi Hahn

    Größter Unterschied findet sich bei der Selbstwahrnehmung

  • Frauen zeigen stärker ein durchgehend empathisches Verhalten
  • Selbstkontrolle die einzige soziale Kompetenz, bei der Männer besser abschneiden

Emotionale und soziale Kompetenzen spielen eine immer wichtigere Rolle für Führungskräfte in Unternehmen. Im Umgang mit Mitarbeitern sind sie die Basis für ein effektives Leadership. Dabei zeigt sich, dass Frauen in diesen führungsrelevanten Kompetenzen fast durchgehend besser abschneiden als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine globale Studie der Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group, für die über 55.000 Mitarbeiter aus 90 Ländern befragt wurden.

Analyse: Unterstützung für Mittelmanager zahlt sich aus

  • Dr. Bibi Hahn
    Dr. Bibi Hahn

    Investitionen in Führungskräfte können Rendite erhöhen

  • Emotionale Intelligenz und konzeptionelle Fähigkeiten sind Schlüsselkompetenzen
  • Individuelle Ansätze versprechen mehr Erfolg

Mittelmanager nehmen eine wichtige Stellung in Unternehmen ein, erhalten aber häufig nicht die Unterstützung, die sie brauchen. Dabei wirken sich Investitionen in Führungskräfte positiv auf das Geschäftsergebnis aus. So erwirtschafteten Unternehmen, die sich am stärksten beim Thema Führungskräfteentwicklung engagierten, über einen Zeitraum von zehn Jahren eine mehr als doppelt so hohe Rendite wie andere Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group.

Studie: Top-Manager in Europa erhalten 2015 deutlich mehr Boni als im Jahr zuvor

  • William Eggers
    William Eggers

    Grundgehalt von Vorständen steigt dagegen nur moderat

  • Deutsche Vorstände liegen bei Vergütung im europäischen Mittelmaß
  • Medienunternehmen zahlen Top-Managern am meisten

Vorstände in Europa haben im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als im Jahr zuvor. Die Gesamtvergütung (Grundgehalt plus variable Vergütung) der Top-Manager stieg um 4,3 Prozent (2014: 1,9 Prozent). Grund dafür ist vor allem ein Anstieg der Bonuszahlungen. Das Grundgehalt der Manager erhöhte sich dagegen nur moderat (1,3 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group in ihrer jährlichen Untersuchung der Vorstandsgehälter in Europa.