Langzeitarbeitslose

Sozialer Arbeitsmarkt: Zentrales Erfolgskriterium ist laut IAB die Beschränkung auf besonders arbeitsmarktferne Personen

IAB, Crosswater Job Guide
Philipp Ramos Lobato, IAB

Die Pläne der Bundesregierung zur Einführung eines Sozialen Arbeitsmarkts enthalten geeignete Kriterien für die Abgrenzung der Zielgruppe, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Der Soziale Arbeitsmarkt soll sehr arbeitsmarktferne Arbeitslosengeld-II-Empfänger durch hohe Lohnkostenzuschüsse und ein begleitendes Coaching in das Arbeitsleben integrieren und damit soziale Teilhabe ermöglichen.

Wandel der Arbeitswelt lässt Altersarmut in Deutschland steigen

Regelungen für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge weiterentwickeln

Detlef Scheele
Detlef Scheele

Träger der Jobcenter legen gemeinsame Vorschläge vor

Die Regelungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) müssen dringend weiter entwickelt und an aktuelle Aufgaben und Problemstellungen angepasst werden. Dazu haben die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag als Träger der Jobcenter heute ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Es enthält Vorschläge, wie der notwendigen besseren Förderung von Langzeitarbeitslosen sowie der stark wachsenden Anzahl von Flüchtlingen und Asylberechtigten innerhalb des SGB II entsprochen werden kann. Außerdem benennt es Möglichkeiten zur Entlastung der Jobcenter sowie zur Vereinfachung der Verfahren im SGB II und gibt Anregungen für eine effizientere Bearbeitung.

Jeder dritte Betrieb würde auch Langzeitarbeitslose einstellen

Martina Rebien, IAB

33 Prozent der Betriebe sind prinzipiell dazu bereit, langzeitarbeitslosen Bewerbern im Einstellungsprozess eine Chance zu geben. 39 Prozent der Betriebe würden nur Bewerber in Betracht ziehen, die weniger als ein Jahr arbeitslos waren. 16 Prozent der Betriebe würden arbeitslose Bewerber gar nicht berücksichtigen, zeigt eine Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gut zehn Prozent der Betriebe machten dazu bei der Befragung keine Angaben.

Fachkräftemangel: Wirtschaftsakademie fordert mehr Unterstützung älterer Langzeitarbeitsloser – Potenzial der Generation 50plus stärker nutzen

Harald Müller, Geschäftsführer BWA
Harald Müller, Geschäftsführer BWA

Bonn – Im Kampf gegen den drohenden Fachkräftemangel dürfen ausländische Zuwanderer und heimische Langzeitarbeitslose nicht gegeneinander ausgespielt werden. Mit dieser Forderung setzt sich die Bonner Wirtschaftsakademie (BWA) für mehr Sachlichkeit in der aktuellen arbeitsmarktpolitischen Diskussion ein. Gleichzeitig plädiert die Akademie dafür, das Potenzial älterer Langzeitarbeitsloser in Deutschland stärker zu nutzen und deren Beschäftigungschancen zu verbessern.