Lebenslauf

5 Dinge, die Sie bei der Smartphone-Bewerbung beachten sollten

Online-Bewerbung: Jederzeit von Überall

Für Jobsuchende ist es heute selbstverständlich, sich per Handy über offene Stellen zu informieren. Einer StepStone-Studie zufolge gehen zwei von drei Fachkräften in Deutschland regelmäßig mit dem Smartphone auf Jobsuche. Immer mehr Fachkräfte bewerben sich auch auf diesem Wege: So ist allein die Zahl der mobilen Bewerbungen, die über StepStone verschickt wurden, in den letzten drei Monaten um rund 25 Prozent gestiegen. Die Online-Jobplattform verrät, wie die mobile Nutzung die Bewerbung verändern wird und was Sie bei der Smartphone-Bewerbung beachten sollten.

Erstens: Der Lebenslauf wird noch wichtiger werden 

Der Lebenslauf wird im mobilen Bewerbungsprozess mehr denn je zum Herzstück der Bewerbung. Er ist die Entscheidungsgrundlage für Personaler.  …

Lebenslauf kostet Mitarbeiter

Martin Becker, CEO viasto
Martin Becker

Bewerber-Studie von viasto zeigt: Kandidaten bezweifeln, dass ihre entscheidenden Stärken im klassischen Bewerbungsprozess zum Tragen kommen

Zahlreiche Arbeitgeber in Deutschland verpassen geeignete Talente auf dem Arbeitsmarkt, weil die klassische Bewerbungspraxis sie nicht identifiziert. Davon ist ein Großteil der Bewerber überzeugt. Besonders massiv in der Kritik steht dabei der klassische Lebenslauf. Das ergab die aktuelle Bewerber-Studie „Hidden Talents“, für die Deutschlands führender Video-Recruiting Anbieter viasto gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen respondi 845 Menschen befragte, die in den letzten zwölf Monaten einen Bewerbungsprozess durchlaufen haben. Fast zwei Drittel der befragten Job-Anwärter (62%) glauben, dass mindestens eine ihrer letzten Bewerbungen daran scheiterte, dass ihr Lebenslauf ihre eigentlich vorhandene Eignung für einen Job nicht transportieren konnte. Und das hat negative Folgen für die Arbeitgeber.

Über die Hälfte der Jobsuchenden abgeschreckt vom Anschreiben

Umfrage unter Fachkräften mit Berufsausbildung zeigt: Unternehmen brauchen bewerberfreundlichere Recruiting-Prozesse

Die klassische Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien wird im Zeitalter der Digitalisierung zum Auslaufmodell. Eine aktuelle Befragung von meinestadt.de zeigt, was Bewerber über das Anschreiben denken: Über die Hälfte der 1.034 befragten Fachkräfte mit Berufsausbildung empfindet das Anschreiben als eine große Hürde. Insbesondere Unternehmen, die um besonders gefragte Fachkräfte werben, sollten solche Hürden senken, um mehr relevante Bewerbungen zu erhalten.

Internet Gigant Facebook rüstet auf im Recruiting-Wettbewerb 

Brian Blum

Nun ist der Lebenslauf an der Reihe. Die von vielen Bewerbern eigentlich ungeliebter Pflichtaufgabe der Erstellung eines Lebenslaufs steht nun auch beim Internet-Giganten Facebook auf der Prioritätenliste. Brian Blum, Autor bei Facebook-Watch der AIM-Gruppe, beschreibt in seinem Artikel worum es Facebook eigentlich geht. Zunächst einmal kopiert übernimmt Facebook die Idee eines LinkedIn-Feature  zur Erstellung eines Lebenslaufs. Dieser kann dann von Facebook-Mitgliedern als Teil ihrer Jobsuche genutzt werden.

Die wichtigste Investition im Job – das Lebenslaufdokument

Wer bei der Jobsuche erfolgreich sein will, investiert in den Lebenslauf. Dieses Dokument ist die Basis jeder Bewerbung.

Aber was macht den perfekten Lebenslauf aus? Ganz klar, er sollte übersichtlich und informativ sein – und selbstverständlich ehrlich. Alles richtig. Wirklich „perfekt“ ist er aber erst, wenn er überzeugt und einfach das Quäntchen besser ist, als die Lebensläufe der anderen Bewerber. Da heißt es, gewusst wie, und das ist gerade beim Start ins Berufsleben nicht so einfach.

 

Forsa: 62 Prozent der qualifizierten Angestellten sind genervt von fehlendem Feedback bei Bewerbungen

Keine oder späte Antwort auf Bewerbungseingänge

Fehlende oder späte Antworten auf Bewerbungen sind der nervigste Aspekt im Bewerbungsprozess. Dies bestätigen 62 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Befragung im Auftrag der Jobbörse Jobware. Ausbleibende Rückmeldungen nach Vorstellungsgesprächen kritisieren 58 Prozent der Befragten, während 52 Prozent genervt sind von fehlenden Begründungen für eine Absage.

chart_Jobware_feedback_2017_03

Erster Eindruck unter Zeitdruck: Personaler checken Bewerbungen oft in fünf Minuten

  • Julia Troesser
    Julia Troesser

    Mehr Geld: Berufseinsteiger können fünf bis zehn Prozent mehr Gehalt heraushandeln

  • Wie Absolventen punkten: Praxiserfahrung schlägt guten Studienabschluss
  • Seltener Check: Nur sechs Prozent googeln den Namen der Bewerber in jedem Fall

Für den ersten Bewerbungscheck bleibt in den Personalabteilungen wenig Zeit: 40 Prozent der Personaler investieren fünf Minuten oder weniger. Dabei wandert der Blick zuerst auf den Lebenslauf und dann erst auf das Anschreiben. Generell gilt bei der Bewerbung: Übersichtlichkeit und Struktur sind 87 Prozent der Personaler wichtig oder sehr wichtig und lassen ein kreatives Design (16 Prozent) weit hinter sich. 82 Prozent sind der Meinung, das Foto mache die Bewerbung komplett und für neun Prozent kann das Bild sogar ausschlaggebend für die Entscheidung sein.

Absage für das Bewerbungsanschreiben – ABSOLVENTA-Umfrage: Mehr als die Hälfte der Berufsstarter hält das Anschreiben in einer Bewerbung für überflüssig

Christoph Jost
Christoph Jost

Berufsstarter in Deutschland finden: Das klassische Bewerbungsanschreiben ist überflüssig. So jedenfalls lautet das Ergebnis einer aktuellen ABSOLVENTA-Umfrage, für die mehr als 5.000 akademische Berufsanfänger befragt wurden. Demnach halten 58 Prozent der Befragten das Anschreiben als Bestandteil einer Bewerbung für verzichtbar.

Bewerbungen: Back to Basics

Die Dauerbrenner der HR-Themen wie Employer Branding, Candidate Experience oder gar die agile digitale HR-Transformation haben für viel Gesprächsstoff gesorgt, aber wenig wirkliche Veränderungen der Basics der Bewerberprozesse bewirkt. Erreicht der Technologie-Fortschritt die Köpfe der Recruiter?

Frank Hensgens
Frank Hensgens

Crosswater Job Guide sprach mit Frank Hensgens, Indeed-Geschäftsführer für die DACH-Region, über den Handlungsbedarf bei den Basics. Zahlreiche Studien zum Thema Candidate Experience oder zuletzt auch die Indeed Bewerbungsstudie 2016 übermitteln eine klare Botschaft: Die Bewerbungsprozesse müssen dringend vereinfacht werden – ist dieser Fokus auf die Grundlagen überfällig? Wem nützen vereinfachte und verbesserte Bewerbungsprozesse?

Lebenslauf-Lügen haben kurze Beine

ABSOLVENTA-Umfrage: Nur fünf Prozent der Berufsstarter flunkern in ihrer Bewerbung, für die klare Mehrheit sind Lebenslauflügen ein Tabu

Christoph Jost, Absolventa
Christoph Jost, Absolventa

Schummeln im Lebenslauf ist für junge Berufsstarter ein absolutes „No-Go“. Das ist das Ergebnis einer aktuellen ABSOLVENTA-Umfrage unter nahezu 3.000 akademischen Berufsanfängern. Demnach gaben 78 Prozent der Befragten an, dass sie so falsche Angaben in ihrer Bewerbung kategorisch ausschließen. Für 17 Prozent ist es gerade noch vertretbar, eine Tätigkeit oder eine berufliche Station zu eigenen Gunsten etwas auszuschmücken. Nur fünf Prozent gaben zu, bereits einmal einen Abschluss oder eine Tätigkeit im Lebenslauf angegeben zu haben, die so nicht stimmte.

Bewerbungstraining für Flüchtlinge durch Recruiter oder Personaler

Wolfgang Brickwedde ist Director des Instituts for Competitive Recruiting in Heidelberg
Wolfgang Brickwedde

von Wolfgang Brickwedde, Institute for Competitive Recruiting

Der gesamtpolitische Hintergrund

Flüchtlingsströme sind auch Talentströme. 40% der Geflüchteten aus Syrien haben z.B. eine Hochschulreife oder einen Hochschulabschluß. Und gerade wurde auch noch die sogenannte Vorrangprüfung, nach der bei offenen Stellen zunächst deutsche oder EU Bürger bevorzugt eingestellt werden müssen, für 3 Jahre ausgesetzt. Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, sollen möglichst schnell in Arbeit kommen. Die Große Koalition will Integrationskurse, Lehrgänge für berufliche Qualifikation zusammenlegen oder zumindest besser verzahnen. Bürokratische Hürden sollen abgebaut werden. Bisher dauert es Monate, wenn nicht Jahre, bis ein Neuankömmling überhaupt eine Arbeit aufnehmen könnte.  Auf der anderen Seite wollen viele Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich engagieren, um Asylbewerbern und Geflüchteten schnell und unbürokratisch bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu helfen.

Der Lebenslauf – Das Herzstück der Bewerbung

picture_JoZoo_LebenslaufEin Lebenslauf, auch Curriculum Vitae genannt, listet die wichtigsten individuellen Daten eines Arbeitnehmers auf. Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil der Bewerbungsmappe. Der Bewerber sollte versuchen mit dem Lebenslauf einen guten und nachhaltigen Eindruck beim potenziell zukünftigen Arbeitgeber zu erzeugen, da dieser von den Verantwortlichen in den Personalabteilungen häufig als Erstes gelesen wird und die restliche Bewerbung vorerst ohne Bedeutung bleibt. Daher ist es wichtig dem Personalentscheider das Gefühl zu vermitteln, dass man „die/der Richtige für die Position“ ist und jede Zeile des Lebenslaufs sollte darauf hinarbeiten.

Gasthörerin

Gerhard Winkler
Gerhard Winkler

„Ist es zulässig und vielleicht sogar ratsam, im Lebenslauf anzugeben, dass man als Gasthörer irgendwelche Vorlesungen an einer Universität besucht hat?“

Von Gerhard Winkler, Bewerberberater jova-nova.com

– Von einer Person mit erhöhtem Nachrichtenwert existiert eine Online-Vita, die auch eine Gasthörerschaft verzeichnet. Ein Erregungskurvenmaler im schwarzen WamS kam bei seiner Suche nach der nächsten, Sales-fähigen Empörungsspitze unlängst auf die Idee, bei der in der Vita genannten Universität fix anzufragen, ob dieser Eintrag denn auch rechtens sei. Es folgte das übliche Konzert der Meinungszikaden.

Falls auch Sie nicht hören wollen, nicht sehen können und für mieses Schreiben schlecht bezahlt werden, falls Sie also beruflich irgendwas in den Medien pfuschen, dann passen Sie jetzt auf: Gasthörer sind Menschen, die sich im Gegensatz zu Ihnen Zeit genommen haben.

Was bei einer Bewerbung heute wichtig ist

Der Lebenslauf ist für Unternehmen am relevantesten. Das geht aus einer StepStone Studie zu Jobsuche und Bewerbung hervor, die im September veröffentlicht wurde.
Deutschlands führende Online-Jobbörse gibt Tipps, wie Jobsuchende mit ihrem CV besonders punkten können. Mehr als 90 Prozent der Personalverantwortlichen in Deutschland achten bei Bewerbungen am stärksten auf den Lebenslauf – unter allen Unterlagen ist er laut den befragten Unternehmen mit Abstand das wichtigste Dokument.

chart_stepstone_Trendstudie_Bewerben_2015

Amazon: Die Mitarbeiter als High-Performance-Meerschweinchen?

von Helge Weinberg

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist nicht für eine mitfühlende Art bekannt. Seit einem Bericht in der New York Times (NYT) vom 15. August (http://www.nytimes.com/2015/08/16/technology/inside-amazon-wrestling-big-ideas-in-a-bruising-workplace.html) allerdings ist Empathie und Verständnis angesagt. Das dürfte einem Menschen schwer fallen, der laut dem NYT-Bericht Harmonie am Arbeitsplatz für überbewertet hält. „Der Artikel beschreibt nicht das Amazon, das ich kenne“, schrieb Bezos in einer E-Mail an die Mitarbeiter. Warum tun sich Menschen einen Job bei Amazon an? Hier der Versuch einer Erklärung.

picture_bezos_jeff_wikipedia
Jeff Bezos

Sind die Mitarbeiter bei Amazon Humankapital-Meerschweinchen, deren Leistungsfähigkeit bis zum Anschlag ausgereizt wird? Laut der NYT ist es so.