Raus aus dem Bewerbungsmodus – starre Auswahlverfahren umgehen

Von Achim Krämer, Jobcoach und Inhaber von Jobcollege KompetenzPartner

Bewerben ist immer eine Form von Ausnahmezustand und spätestens nach der dritten oder vierten Absage verstehen die meisten Bewerber die Welt nicht mehr.

„Ich passe doch zu 100% auf die Stellenanzeige“
„Der Job ist wie für mich gemacht“
„Meine Qualifikationen und Kompetenzen sind doch nachweislich vorhanden“


……

Nachdem sich die ersten Standardabsagen, mit den wohl bekannten Floskeln, im Posteingang befinden, können rasch falsche Wahrnehmungen entstehen:

„Ich bin zu alt oder zu jung“
„bin ein Mann eine Frau“
„habe keine Kinder oder viele“
„habe zu wenig „X“… Kompetenz“
„wohne in der falschen Region“

usw. und was einem dann sonst noch so in den Sinn kommt. – Es wird der Fehler bei sich selbst gesucht.

Eine gesunde Selbstreflexion bzw. ehrliche Prüfung des Bewerbungsauftritts sollte schon angestrebt werden. Und sicher gibt es auch hier Optimierungsbedarf um seine Skills noch klarer und passend zu vermitteln. Jobcollege Profil QuickCheck

Allerdings übersehen die meisten Bewerber, welche gravierenden Fehler (formal und inhaltlich) die Unternehmen tagtäglich machen. Dazu kommt dann noch die fehlende Bewerberorientierung und mangelnde bis überhaupt keine Kommunikationsmöglichkeit.

Hier empfehle ich meinen Kunden gerne, eine eigene Unternehmens- bzw. Arbeitgeberbewertung zu machen.  z.B.:

  • Wie aussagekräftig und authentisch ist die Stellenanzeige?
  • Lese ich nur Floskeln oder entwickle ich ein gutes Gefühl zum Jobangebot und zum Arbeitgeber?
  • Ist der Ablauf des Bewerbungsprozesses für mich transparent und nachvollziehbar?
  • Wie ist der gesamte „Wohlfühlfaktor“ im Bewerbungsprozess?
  • Wie geht das Unternehmen mit Rückfragen vor und während einem Bewerbungsprozess um?
  • Erhalte ich ein Feedback zu meinem Bewerbungsauftritt oder eine Standardabsage?

Die Resultate und Erkenntnisse sprechen dann für sich.

Erst wenn die Wahrnehmung von – „Ich bin der Fehler“ – zu einer ernüchternden Erkenntnis führt, kann ein Umdenken und neues Handeln in Gang gebracht werden. Nebenbei erwähnt, es gibt nicht nur Firmen die mangelhafte Recruiting Verfahren haben, sondern auch Personalunternehmen, die durch Vermittlung von Kandidaten Geld verdienen.

Wenn Sie sich auf eine Vakanz über einen Personalvermittler bewerben, sollten Sie sich immer bewusst sein in welcher Rolle Sie sich befinden. Im erweiterten Sinn – hat der Bewerber ein Kundenstatus. Das bedeutet, dass ein Personalunternehmen eine reine Dienstleistungsfunktion hat. Nicht alle Bewerber berücksichtigen das und haben den Mut Fragen zu stellen.

Formal bleibt ein Bewerber natürlich in der Rolle eines Bewerbers.
Allerdings müssen vor allem gute Fach- und Führungskräfte den klassischen „Bewerbermodus“ verlassen. Die Erfahrung zeigt, dass es hier zu einer Art Früherkennung“ kommt, welcher Arbeitgeber wirklich passend ist und ein guter Partner für den weiteren beruflichen Weg.

Für ganz praktische und greifbare Handlungsschritte führen wir gerne ein individuelles Gespräch. Dieses Orientierungsgespräch kann recht schnell die notwendige Klarheit für eine gute, zielführende Arbeitgeberauswahl und für einen erfolgreichen Bewerbungsprozess bringen. 

Über Jobcollege KompetenzPartner

Achim Krämer, Jobcollege

JOBCOLLEGE leistet als KompetenzPartner mit den drei Geschäftsbereichen BewerbungsPartner, KarrierePartner und UnternehmensPartner  ein ganzheitliches Angebot rund um die Themenfelder Bewerbungsprozess, Karriereentwicklung und Personaldienstleistung. JOBCOLLEGE wurde im Jahr 2002 gegründet und ist ein bekanntes Bewerbungs- und Karriereberatungsunternehmen. Bundesweit sind wir mit mehreren Standorten u.a. in Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Erfurt, Stuttgart, München, Freiburg und Rosenheim vertreten.

Kontakt:
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Wir wissen, was Bewerber wirklich wollen.