Lesekompetenz

PISA-Studie 2018: Überdurchschnittlich, leicht rückläufig, Abstand zu Spitzenreitern

Leistungen in Deutschland insgesamt überdurchschnittlich, aber leicht rückläufig und mit großem Abstand zu den Spitzenreitern; Chancengerechtigkeit gilt es weiterhin zu fördern

Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben beim Leseverständnis und der Mathematik leicht besser abgeschnitten als der OECD-Durchschnitt, bei den Naturwissenschaften sogar deutlich besser. Insbesondere in der Mathematik und den Naturwissenschaften verschlechterten sich jedoch die Ergebnisse gegenüber früheren PISA-Erhebungen. Insgesamt bleibt der Abstand zu den Spitzenreitern in Asien und Europa groß. Gleichzeitig hängt der Schulerfolg in Deutschland weiterhin stärker von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler ab als im Durchschnitt der OECD-Länder. Dies zeigen die Ergebnisse der PISA-Erhebung von 2018.

 

Kevin kapiert keine Karriereanzeigen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Lifestyle-Soziologen, Pädagogen und Recruiter könnten eigentlich dankbar sein, dass es bei Vornamen eine hohe Vorurteilsquote gibt. Was wären Zeugniskonferenzen ohne das Jammern über die Leseschwächen der Kevins, Chantals &  Co, wie könnten die Redakteure der Main-Stream-Medien ihre Belanglosigkeits-Kolumnen mit Trash-Content füllen, wie würden Recruiter mit den Bewerbungseingängen von leseschwachen Kandidaten umgehen?

 

Zumindest die Recruiter haben eine Antwort gefunden – wenn auch nicht gesucht – wie sie mit dem Thema der Lesekompetenz bei Stellenanzeigen umgehen. Sie machen es bei  Stellenanzeigentexten Kandidaten schwierig – schwieriger als eigentlich notwendig.

OECD und PISA: Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler in Deutschland verbessert; aber weiterhin großer Abstand zur Spitze und ungleiche Bildungschancen

Angel Gurría, OECD

Berlin. Deutschland ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Lesefähigkeiten seiner 15 jährigen Schülerinnen und Schüler spürbar zu verbesssern.  Allerdings liegt Deutschland damit international noch immer nur im OECD-Durchschnitt.  Die Verbesserung wurde erreicht, weil der Anteil der Schüler mit ungenügenden Resultaten deutlich verringert werden konnte.  Nach wie vor sind die Ergebnisse stark geprägt vom sozio-ökonomischen Hintergrund der Schulen.  Allerdings hat sich dieser Einfluss verringert.  Auch die Leistungsdefizite von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund konnten reduziert werden.