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Ist Google die bessere Jobbörse?

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Organisatoren von HR-Konferenzen und den dazugehörenden Podiums-Diskussions-Panels erliegen gerne immer wieder der Gefahr, mit provokativen Fragestellungen um Aufmerksamkeit und Interesse zu buhlen. Beliebt sind Fragestellungen wie „Der Tod der Stellenanzeigen?“, „Der Tod der Jobbörsen?“, oder gelegentlich die Auseinandersetzung um Google als Jobbörse oder als erste Anlaufstelle für die Suche nach Karrierechancen. Viel wird geredet und diskutiert – am Ende des Tages erfreuen sich Stellenanzeigen – trotz aller schlechten Beispiele – nach wie vor einer hohen Beliebtheit, Jobbörsen bleiben eine der wichtigstgen Quelle bei Stellenbesetzungen.

Stellenanzeigen Print vs Online: Die Mediensubstitution ist nicht mehr aufzuhalten

Leporellos Liebhaber-Liste
Leporellos Liebschaften-Liste

Bei der Publikation von Stellenanzeigen ist die Kombination von Print- und Online-Medien unschlagbar. Ja, ganz sicher, auf alle Fälle, ohne Zweifel… Das Mantra der Verlags-gebundenen Jobbörsen-Betreiber wird in schöner Regelmäßigkeit wiederholt. Doch die Überzeugungskraft von Wiederholungen nimmt ab, es sei denn, man ist ein Fan der Mozart-Oper „Don Giovanni“. Nur wahre Opernfreunde können sich immer und immer wieder an Wiederholungen ergötzen, so wie Leporello eine Liste mit Don Giovannis Liebschaften entrollt und in der Arie „Madamina, il cataloge è questo“ musikalisch in Szene setzt.


Jedoch sind die Entwicklungstendenzen im klassischen Journalismus und das zu beobachtende Zeitungssterben keine harmonische Opernaufführung, es geht schlicht und ergreifend um eine Mediensubstitution Online vs Print, also um eine Existenzfrage.