Miete

Preisvergleich Lebenshaltungskosten: So viel bleibt in diesen Städten vom Gehalt übrig

Besonders in Großstädten steigen die Mieten, die Gehälter wachsen jedoch nicht entsprechend mit. Das Ergebnis: Immer mehr Geld wird für ein Grundbedürfnis wie die Miete aufgebracht. Preis.de zeigt in einem interaktiven Vergleich, wie dieses Verhältnis von Einkommen und Ausgaben (z. B. für Miete oder die Monatskarte) in 30 Städten aus dem gesamten Bundesgebiet aussieht.

Obwohl Mieten im Süden Deutschlands bekanntermaßen teurer sind als beispielsweise im Osten der Bundesrepublik, stellt sich die Frage: Gleichen die höheren Gehälter die Mehraufwendungen aus? Oder ist möglicherweise der Osten trotz niedrigerer Gehälter im Gesamtverhältnis die Region mit dem attraktiveren Lebensstandard?

Finden Sie es heraus. Die interaktive Karte zeigt Ihnen auf einen Blick, in welcher Stadt für welches Lebensmodell nach Abzug identischer Kostenpunkte (wie Miete, Monatskarte etc.) am meisten Geld zum Leben übrigbleibt. Dabei können Sie wählen, ob sie Single, eine Familie mit einem oder zwei Verdienern oder beispielsweise alleinerziehend sind.

Eine interaktive Karte von Preis.de

Einkommen minus Miete: In Dortmund bleibt bundesweit am meisten in der Tasche, in München am wenigsten

• Teure Trend-Städte: Miete zehrt in München, Berlin und Hamburg das Einkommen auf
• Ruhrgebietsstädte punkten beim Verhältnis von Einkommen und Miete, Dortmund mit bestem Wert
• Solides Mittelfeld: Wirtschaftlich starke Städte wie Nürnberg und Düsseldorf mit ausgeglichenem Verhältnis

In deutschen Trend-Städten zehren die hohen Mieten die Einkommen für Fach- und Führungskräfte auf. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Analyse der Online-Jobplattform StepStone und des Immobilienportals immowelt.de. Das Verhältnis zwischen Durchschnittsgehältern der Jahre 2017 und 2018 und den aktuellen Mietpreisen zeigt: Wer in München, Berlin und Hamburg wohnen und arbeiten will, zahlt dafür einen hohen Preis. München bildet dabei das Extrem: Fach- und Führungskräfte können dort im Schnitt ein Jahresgehalt von 66.800 Euro erwarten. Eine Wohnung mit 80 bis 100 Quadratmeter kostet jedoch auch 1.500 Euro im Monat. Vom hohen Brutto-Einkommen gehen damit 27 Prozent für die Miete drauf. Auch in Hamburg und Berlin bleibt nach Abzug der jährlichen Mietkosten verhältnismäßig wenig im Portemonnaie: 24 Prozent (Berlin) beziehungsweise 22 Prozent (Hamburg) des Brutto-Einkommens wandern in beiden Städten pro Jahr im Schnitt an den Vermieter.

Die traditionell hochpreisige Banker-Stadt Frankfurt am Main landet bei den Mietpreisen hinter München auf Platz 2. Die hohen Gehälter in der Finanzbranche heben das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt aber auf 67.700 Euro und damit auf den höchsten Wert unter den größten deutschen Städten. Für die Miete müssen 21 Prozent eingeplant werden.

 

Banker-Stadt Frankfurt am Main