Preisvergleich Lebenshaltungskosten: So viel bleibt in diesen Städten vom Gehalt übrig

Besonders in Großstädten steigen die Mieten, die Gehälter wachsen jedoch nicht entsprechend mit. Das Ergebnis: Immer mehr Geld wird für ein Grundbedürfnis wie die Miete aufgebracht. Preis.de zeigt in einem interaktiven Vergleich, wie dieses Verhältnis von Einkommen und Ausgaben (z. B. für Miete oder die Monatskarte) in 30 Städten aus dem gesamten Bundesgebiet aussieht.

Obwohl Mieten im Süden Deutschlands bekanntermaßen teurer sind als beispielsweise im Osten der Bundesrepublik, stellt sich die Frage: Gleichen die höheren Gehälter die Mehraufwendungen aus? Oder ist möglicherweise der Osten trotz niedrigerer Gehälter im Gesamtverhältnis die Region mit dem attraktiveren Lebensstandard?

Finden Sie es heraus. Die interaktive Karte zeigt Ihnen auf einen Blick, in welcher Stadt für welches Lebensmodell nach Abzug identischer Kostenpunkte (wie Miete, Monatskarte etc.) am meisten Geld zum Leben übrigbleibt. Dabei können Sie wählen, ob sie Single, eine Familie mit einem oder zwei Verdienern oder beispielsweise alleinerziehend sind.

Eine interaktive Karte von Preis.de

Preisvergleich: Hier leben Singles am günstigsten

Als Single sind Sie in der Wahl Ihrer Heimat theoretisch flexibler als eine Familie. Für Berufsanfänger, die möglicherweise überlegen, in welcher Stadt der erste Job angetreten werden soll, lohnt es sich, einen Blick auf Kiel, Dessau und Aachen zu werfen. In allen drei Städten betrugen laut Datenauswertung die Fixkosten weniger als 30 Prozent des Durchschnittsgehalts. Genau genommen waren es in Kiel 24,05 Prozent, in Dessau 24,41 Prozent und in Aachen 28,31 Prozent.

 

Familie mit zwei Kindern und zwei Einkommen leben sehr teuer in München

München ist nicht nur bekannt für teure Wohnungen, auch andere Ausgaben wie für private Kita-Plätze sollten Eltern einkalkulieren. Für eine Dreiraumwohnung (Kaltmiete) außerhalb des Stadtzentrums zahlen Sie hier knapp ein Drittel Ihres Einkommens. Dazu kommen Kosten für die Kinderbetreuung (zwei private Kita-Plätze), die 22 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen. Zählt man alle exemplarisch berechneten Ausgaben, würden diese bereits über die Hälfte des Einkommens verschlingen (56,89 Prozent). Bei vier Personen bleibt da nicht mehr viel Geld für Vergnügen übrig, zumal Ausgaben für Lebensmittel oder beispielsweise einen Kinobesuch noch nicht einberechnet wurden. In Dessau, Kiel oder Erfurt leben Familien dagegen am günstigsten.

München

Wo leben Alleinerziehende am günstigsten?

Wo es nur ein Elternteil gibt, muss mit einem Einkommen auch die Kinderbetreuung abgedeckt werden. Daher ist es für Alleinerziehende besonders schwierig, bei den grundlegenden Ausgaben finanzielle Freiräume für Vergnügungen zu schaffen. In den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein belegen die Daten allerdings, dass dort nach allen Ausgaben am meisten vom Nettoeinkommen übrigbleibt, obwohl das Lohnniveau niedriger ist als in anderen Regionen Deutschlands. In Dessau beispielsweise betragen die Ausgaben für Miete, Kita und Monatskarte 36,35 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens.  In Gera oder Erfurt sieht es ähnlich aus. Das liegt vor allem an den niedrigen Mieten und Kita-Kosten in diesen Regionen.

Erfurt

Fazit: Regionen in Mitteldeutschland günstig für Digital Nomads

In mitteldeutschen Städten sind die Gehaltsniveaus nicht so hoch wie beispielsweise im Süden Deutschlands, allerdings bestechen sie mit niedrigen Lebenshaltungskosten. Dadurch wird diese Region sehr attraktiv – besonders digitale Nomaden, die nicht an die ortsüblichen Gehälter gebunden sind, können in Mitteldeutschland gut leben.

 

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