Mitarbeitersuche

Mitarbeitersuche ist Stressfaktor für den Mittelstand

  • Mittelständische Unternehmen leiden besonders unter dem Fachkräftemangel
  • Umfrage von Indeed: 45 Prozent der befragten KMU sieht in der Suche nach geeigneten Mitarbeitern die größte Herausforderung
  • Selbst die Unternehmensfinanzierung bleibt mit knapp einem Viertel der Nennungen weit zurück.

31 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nehmen die Suche nach Mitarbeitern als Stressfaktor wahr. Dies ergab eine Umfrage der Jobseite Indeed unter 500 KMU. Insbesondere bei der Unternehmensgründung hat die Gewinnung des ersten Mitarbeiters den größten Stress ausgelöst. Die Finanzierung des Startkapitals dagegen stresste nur 22 % der Umfrageteilnehmer.

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Dr. Annina Hering

Indeed-Arbeitsmarktkommentar März 2019: Arbeitslosenquote hat Schwachstellen

Dr. Annina Hering, Indeed Economist

Das Jahr 2018 war ein erfolgreiches Jahr für den deutschen Arbeitsmarkt: Die Zahl der Erwerbstätigen ist erstmals seit der Wiedervereinigung auf über 45 Millionen gestiegen. Das zeigt sich auch im internationalen Vergleich: Deutschland weist mit 79 % (2017) die EU-weit zweithöchste Erwerbstätigenquote nach Schweden auf. Die Zahl offener Stellen steigt weiter an – das zeigen sowohl die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Arbeitsstellen als auch die in der IAB-Stellenerhebung ermittelten offenen Stellen. Gleichzeitig hat die Arbeitslosenquote 2018 mit 5,2 % im Jahresdurchschnitt ihren niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht.

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Dr. Annina Hering

Pay-per-Click: Senkung der Kosten, Steigerung der Bewerberzahlen

Frank Hensgens
Frank Hensgens

Wer misst, ist klar im Vorteil

Zahlreiche Arbeitgeber messen ihre Recruiting-Kampagnen längst mit modernen Analyse-Tools und leicht verständlichen KPIs. Drei Firmen haben wir getroffen. Sie finden schneller die richtigen Mitarbeiter, erhöhen die Qualität des Recruitings und senken dabei die Kosten.

Mit dem Messenger-Dienst Slack auf Mitarbeitersuche

Das digitale Recruiting-Tool Firstbird kann nun einfach in Slack, dem weltweit führenden Messenger-System für Unternehmen, genutzt werden.

Das digitale Mitarbeiterempfehlungsprogramm Firstbird ist ab sofort als App für den Instant-Messaging-Dienst Slack verfügbar. Damit können sich Firstbird-Nutzer direkt in Slack über HR-Aktivitäten und Neuigkeiten des eigenen Unternehmens informieren. Für Unternehmen hat das wiederum den Vorteil, dass Mitarbeiter so noch schneller auf neue Job-Angebote reagieren und diese als Markenbotschafter in ihren sozialen Netzwerken streuen können.

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Viele Jobs bei Start-ups werden über persönliche Kontakte vergeben

  • Niklas Veltkamp
    Niklas Veltkamp

    Drei Viertel der Gründer setzen auf Mund-zu-Mund-Propaganda bei der Mitarbeitersuche

  • Knapp zwei Drittel der Start-ups haben aktuell freie Stellen

Wer einen Job in einem Start-up sucht, hat mehr Erfolg, wenn er auf Vitamin B setzt. Persönliche Kontakte sind bei vielen Start-ups das Mittel der Wahl, wenn sie neue Mitarbeiter suchen. Das zeigt eine Bitkom-Umfrage, bei der etwa 150 Gründer in Deutschland befragt wurden. Demnach nutzen drei Viertel der Gründer (76 Prozent) Mund-zu-Mund-Propaganda, um passende Kandidaten zu finden. Ähnlich wichtig sind die Online-Kanäle: Sieben von zehn Start-ups nutzen die eigene Website (73 Prozent), Business-Netzwerke oder Soziale Netzwerke (jeweils 71 Prozent), um auf freie Stellen im Unternehmen aufmerksam zu machen. Etwa die Hälfte (46 Prozent) setzt auf Online-Stellenbörsen.

Bewerberkommunikation wird Schlüsselfaktor

Trendstudie: Wie Recruiter im Wettbewerb um Talente mit guter Candidate Experience punkten können

Geeignete Kandidaten zu finden – das stellt für drei von vier Rekrutierungsverantwortlichen die mit Abstand größte Herausforderung bei der Mitarbeitersuche dar. Jeder zweite Recruiter nimmt den Aufbau der Arbeitgebermarke und die Vermittlung eines positiven Unternehmensimage als höchst anspruchsvoll wahr. Eine Trendstudie, für die StepStone 1.000 Personalverantwortliche in Unternehmen und mehr als 17.000 Fachkräfte befragt hat, zeigt zudem: Jeder Zweite findet es schwierig, die Anforderungen der Bewerber an Gehaltsvorstellungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu erfüllen.

Wird HR Outsourcing bald überflüssig?

In Sachen Recruitment Process Outsourcing hat sich der Markt deutlich gewandelt: ging es früher mehr um die Auslagerung der Bewerbermanagementtätigkeiten (z. B. Pre-Screenings), so liegt der Fokus heute auf der Durchführung der Recruiting-Aktivitäten. In dem Maß, in dem sich die Herausforderung der Unternehmen von „Zu viele Bewerbungen, die bearbeitet werden müssen“ in Richtung „Zu wenig qualifizierte Bewerber“ verschiebt, verlagert sich auch der Bedarf der Unternehmen. Diese benötigen nicht mehr nur Unterstützung beim Personalmanagement, sondern bereits bei der Suche nach den geeigneten neuen Mitarbeitern.

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Unternehmen setzen bei Personalsuche auf das Web 2.0 – Online-Jobbörsen sind das wichtigste Medium für Stellenanzeigen

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM

Berlin. Die Unternehmen suchen neue Mitarbeiter verstärkt in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 1.500 Firmen aller Branchen ergeben. Danach veröffentlichten im Jahr 2010 bereits 29 Prozent aller Unternehmen offene Stellen in Online-Communitys. Im Jahr zuvor waren es erst 12 Prozent. „Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die Unternehmen müssen dort präsent sein, wo sich die Menschen beruflich und privat vernetzen, Informationen sammeln oder einen Teil ihrer Freizeit verbringen.“