NSA

Die Maschinerie des Wahnsinns in Absurdistan: Nach der DSGVO kommt das EU-Leistungsschutzrecht als Internet-Zensur

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Noch immer verzweifeln mittelständische Unternehmen und kleine Webseiten-Betreiber an der Absurdität der DSGVO – und schon biegt das nächste Digital-Monster um die Ecke. Wenn das geplante EU-Leistungsschutzrecht kommt, geht die Netzfreiheit – so der Tenor eines Artikels bei T3N. Der Abschied von der Informationsfreiheit wird ab dem 20. Juni durch die EU-Abgeordneten entschieden, wenn sie über die neue Urheberrechtsreform entscheiden. Was im Bürokratie-Sprech so ziemlich harmlos klingt, hat es wirklich in sich. Außer der Verlegerlobby profitiert niemand von dieser Entwicklung.

Entfesselung von Bürokratie (Foto: mobbible.org)

HR: Innovation Day und Reformationstag

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Mir klingeln die Ohren. Jeden Tag. Fast als wäre ich ein Tinnitus-Patient. Eigentlich ist es unvermeidbar, sich dem Hype-Tsunami der Schlagzeilen in den gängigen HR-Medien oder gar den Mainstream-Medien zu entziehen. Arbeiten 4.0, Digitalisierung der HR, Big Data, Diversity oder HR-Innovation prasseln als Schlagworte auf den Leser ein und erheischen sich eine mediale Aufmerksamkeit – von Substanz und Relevanz ist dabei wenig zu sehen. In diesem Mediengewitter stand der HR-Innovation-Day in Leipzig auch, doch durch eine fundierte Auswahl von relevanten Inhalten hat Veranstalter Prof. Dr. Peter M. Wald von der HTWK Leipzig eine hohe Qualität und Relevanz erreicht.

Prof. Dr. Peter M. Wald
Prof. Dr. Peter M. Wald

 

War Edward Snowden für die Katz? Markt für Cloud Computing wächst ungebrochen

  • Dieter Kempf, BITKOM
    Prof. Dr. Dieter Kempf

    Geringe Auswirkungen durch die Folgen der NSA-Affäre

  • Umsatz im Business-Bereich steigt um 46 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro
  • Weiterhin zweistellige Wachstumsraten bis zum Jahr 2020

Der Markt für Cloud Computing mit Geschäftskunden wird in Deutschland im laufenden Jahr um 46 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Euro wachsen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Prognosen der Experton Group. Damit bleibt das Wachstum etwas unter den Erwartungen. Ursprünglich war der BITKOM von einem Umsatzanstieg von 50 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro ausgegangen.

Vertrauen ins Internet steigt wieder – ein bisschen

  • Dieter Kempf, BITKOM
    Prof. Dr. Dieter Kempf

    16 Prozent der Nutzer halten ihre Daten im Internet für sicher

  • Vertrauen in die Wirtschaft wächst auf niedrigem Niveau

Das Vertrauen der Deutschen in die Datensicherheit im Internet ist erstmals seit dem Beginn der Abhöraffäre im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Danach halten aktuell 16 Prozent der Internetnutzer ihre persönlichen Daten im Internet generell für sicher. Zum Vergleich: Im Mai 2014, zum Jahrestag der ersten Enthüllungen von Edward Snowden, waren es nur 13 Prozent.

Internetnutzer halten ihre Daten im Web für unsicher

  • Dieter Kempf, BITKOM
    Prof. Dr. Dieter Kempf

    Ein Jahr NSA-Affäre: Vertrauen ins Internet schwindet weiter

  • Die Hälfte der Onliner fühlt sich von staatlichen Abhöraktionen bedroht
  • Kempf: „Politische Aufarbeitung der NSA-Affäre muss weitergehen.“

Berlin. Ein Jahr nach den ersten Enthüllungen der NSA-Affäre ist das Vertrauen der Bundesbürger in die Sicherheit ihrer Daten weiter gesunken. Das hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Danach halten inzwischen 86 Prozent der Internetnutzer ihre persönlichen Daten im Internet für unsicher. Zum Vergleich: Im November 2013, auf dem Höhepunkt der Diskussion um die Ausspähung des Handys der Bundeskanzlerin, waren es 80 Prozent. Im Juli 2013, nach der ersten Welle der Veröffentlichungen, hielten 66 Prozent ihre Daten im Web für unsicher und vor der Affäre im Jahr 2011 nur 55 Prozent.

HR-Prozesse und Datenschutz

Spätestens seit der NSA-Affäre haben neben den Bedenken um Industriespionage auch die Bedenken bezüglich des sicheren Umgangs mit Personaldaten erheblich zugenommen. So müssen Unternehmen, die ihre Daten in der Cloud eines amerikanischen Anbieters speichern, jederzeit damit rechnen, dass diese völlig legal ausgelesen und analysiert werden.

BITKOM fordert Konsequenzen aus der Abhöraffäre

Dieter Kempf, BITKOM
Prof. Dr. Dieter Kempf

Internationale Regelungen zur Herausgabe von Daten und besserer Schutz vor Ausspähung

Berlin. Der Hightech-Verband BITKOM hat Konsequenzen aus den Abhör- und Ausspähaktionen ausländischer Geheimdienste gefordert. „Die informationelle Selbstbestimmung deutscher Verbraucher wird derzeit ebenso verletzt wie die Integrität wettbewerbsrelevanter Informationen in Unternehmen und vertraulicher Kommunikation in der Politik“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Das Vertrauen von Internetnutzern und Unternehmen in die Sicherheit und den Schutz ihrer Daten ist beschädigt. Es ist zu befürchten, dass sich dies nachteilig auf die Nutzung neuer Technologien auswirkt und Schaden für Wirtschaft und Gesellschaft entsteht.“ Es sei höchste Zeit, in aller Konsequenz Maßnahmen einzuleiten. Dabei dürfe man sich nicht allein von den aktuellen Berichten leiten lassen, sondern müsse ebenso mögliche Aktivitäten derzeit nicht genannter Geheimdienste, die Organisierte Kriminalität sowie Angriffe extremistischer Organisationen im Auge behalten.