Personalbedarf

Digitale Transformation in Deutschland: Jede zweite Stelle rund um Digitalisierungsprozesse entsteht in Großkonzernen

Joblift untersucht den Personalbedarf für die digitale Transformation
Deutsche Unternehmen suchen zunehmend nach Expertise für Digitalisierungsprozesse. Das fand die Jobbörse Joblift in einer Analyse aller 15 Millionen Stellenanzeigen der letzten 24 Monate heraus. Dabei hat sich die Anzahl der neuen Stellen für Digitalisierungsfachkräfte im letzten Jahr beinahe verdoppelt, wobei fast 60 % der Jobs in Großkonzernen entstanden sind. Trotz einer hohen Nachfrage nach Consultants scheinen Digitalisierungsthemen für Unternehmen auch intern an Bedeutung zu gewinnen: Das größte Stellenwachstum verzeichneten IT-Fachleute mit entsprechendem Hintergrund, gleichzeitig stieg der Bedarf an digitalisierungserfahrenen Führungskräften, zum Beispiel Chief Digital Officern (CDOs), im letzten Jahr stark an.

Noch zurückhaltender Personalbedarf der Betriebe im zweiten Quartal 2013

Anja Kettner, IAB, Nürnberg, Karriere-Chancen am Arbeitsmarkt, Crosswater Job Guide
Anja Kettner

Nürnberg. Im zweiten Quartal 2013 gab es auf dem ersten Arbeitsmarkt bundesweit 937.000 offene Stellen. Das waren 80.000 bzw. acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Vor allem in Westdeutschland waren die Betriebe zurückhaltend mit geplanten Einstellungen: Hier gab es im zweiten Quartal insgesamt 786.000 offene Stellen, das waren neun Prozent weniger als im Vorjahresquartal. In Ostdeutschland blieb der Bedarf an neuen Mitarbeitern mit 151.000 dagegen nahezu konstant.

Trotz Krise steigender Personalbedarf – Unternehmen sind weiterhin auf der Suche nach qualifiziertem Personal

Statt U-Boot-Recruiting: Durch langfristiges Engagement Führungskräftenachwuchs für das Unternehmen gewinnen

Unternehmen bemängeln fehlende Praxiserfahrung und mangelnde Zielorientierung bei Bewerbern
Deutsche Unternehmen sind trotz Krise weiterhin auf der Suche nach qualifizierten Fach- und Führungskräften. 51 Prozent prognostizieren einen gleich bleibenden Personalbedarf auf hohem Niveau (21 Prozent in der Winter-Umfrage 2008), 33 Prozent haben einen steigenden (54 Prozent 2008), weitere vier Prozent sprechen immer noch von einem stark steigenden Personalbedarf (25 Prozent 2008) und zwölf Prozent rechnen mit einer sinkenden Nachfrage nach neuen Mitarbeitern – diese Quote lag 2008 bei Null Prozent. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage von CampusConcept, dem Veranstalter der KarriereMessen CampusChances, unter 144 personalsuchenden Konzernen und mittelständischen Unternehmen aller Branchen im Sommersemester 2009.