Qualifizierung

Aktuelle Befragung zeigt aber: Jede*r Fünfte kümmert sich nicht um Weiterbildung

Weiterbildung sichert Zukunft

  • Fast die Hälfte der Arbeitnehmer*innen in Deutschland erhält berufliche Weiterbildungsangebote
  • Am häufigsten werden unternehmensinterne Qualifizierungen und Schulungen angeboten
  • Berufliche Weiterbildung ist ein Thema für alle Alters- und Karrierestufen

Berufliche Weiterbildung geht jede*n an – ob jung oder alt, Berufseinsteigerin oder „alter Hase“. Gerade in Zeiten rasanter technologischer Entwicklung, neuer Jobprofile und einem sich stetig wandelnden Arbeitsmarkt ist es unerlässlich, das eigene Wissen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und neues obendrauf zu packen. Immerhin 44 Prozent der Arbeitnehmer*innen in Deutschland geben an, dass ihnen in ihrem Job Weiterbildungsangebote gewährt werden. Das belegen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktbefragung 2019. Für die bevölkerungsrepräsentative Studie befragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk im Auftrag von Orizon insgesamt 2.012 Menschen.

Roman Hennig, Orizon

IAB: Der Einstieg in den Arbeitsmarkt prägt den Erwerbsverlauf

Dr. Joachim Möller, IAB

„Der Einstieg in den Arbeitsmarkt bestimmt maßgeblich die Chancen und Risiken im weiteren Erwerbsverlauf. Um Arbeitslosigkeit möglichst dauerhaft zu vermeiden, ist die Qualität der Beschäftigung zu Beginn der Erwerbskarriere von herausragender Bedeutung“, erklärte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Joachim Möller am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Berlin anlässlich der Vorstellung des neuen „IAB Handbuchs Arbeitsmarkt“. Es zeichne sich ab, dass ein Ausbildungsabschluss immer mehr zur Mindestvoraussetzung für ein Normalarbeitsverhältnis wird, betonte der IAB-Direktor in Berlin. „Gelingt ein passender Einstieg in den ersten drei Jahren nicht, ist das nur noch schwer zu korrigieren“, warnte Möller.

Qualifizierung von Zeitarbeitnehmern

„Unser Modell setzt neue Maßstäbe für Deutschland und Europa“

Marcus Schulz

München – Ab dem zweiten Quartal 2012 fließen die ersten Mittel in den „Weiterbildungsfonds Zeitarbeit“. „Wir sind im Zeitplan. Im Moment werden die letzten notwendigen Abstimmungen vorgenommen, dann geht es los“, so Marcus Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung USG People Deutschland.
Im Dezember unterzeichneten die USG People Tochter Technicum und die IG BCE einen Haustarifvertrag, der ihre Zusammenarbeit fortsetzt. Neuerung: ein „Weiterbildungsfonds Zeitarbeit“, von dem nicht nur die Beschäftigten profitieren, die aktuell in der Zeitarbeit tätig sind. „Unser Modell steht auch Arbeitnehmern offen, die beabsichtigen erst noch einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben“, erläutert Schulz.