Stellenabbau

Bei Siemens herrscht an vielen Standorten nackte Angst

Thomas Fromm

Von Thomas Fromm, Süddeutsche Zeitung

Zuletzt noch sah es so aus, als würden beide an einem Strang ziehen. Als die Siemens-Führung beschloss, die Zugsparte mit dem französischen Hersteller Alstom zusammenzulegen, gaben die Arbeitnehmervertreter grünes Licht – unter der Bedingung von Standortgarantien und einem Kündigungsverzicht für mindestens vier Jahre. Die Botschaft: Man kann sich mit uns einigen. Aber man muss schon vorher mit uns reden. Doch jetzt ist etwas kaputtgegangen zwischen Vorstand und Arbeitnehmerlager des großen Konzerns, und das könnte daran liegen, dass über wichtige Dinge nicht geredet wurde.

Seit über die Medien bekannt wurde, dass wieder einmal Tausende Jobs bei Siemens auf der Kippe stehen und bis zu 11 der weltweit 23 Standorte in der Kraftwerkssparte geschlossen oder verkauft werden könnten, sind die Arbeitnehmer wütend. „Die Beschäftigten wollen keine Radikallösung“, sagt Jürgen Kerner, IG-Metall-Vorstandsmitglied und Siemens-Aufsichtsrat, zur Süddeutschen Zeitung. „Sie wollen wissen, wie das Geschäft neu aufgestellt werden kann. Und wie man da, wo Aufgaben wegfallen, kreativ sein und einen Ersatz finden kann.“

Nach McKinsey-Analyse: Lekkerland baut in Deutschland Stellen ab

Frank Fleck
Frank Fleck

Lekkerland spart beim Personal. Bis zum Jahr 2017 werden rund 10 Prozent der aktuell 2.800 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen, wie die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Betroffen sind sowohl die Zentrale in Frechen als auch die 16 regionalen Logistikstandorte. Im Gegenzug schafft Lekkerland aber auch rund 100 neue Stellen, etwa im Bereich IT und für neue Betreuungsformen im regionalen Bereich.

CareerBuilder Deutschland: Die Karten werden neu gemischt

Felix Roth, CareerBuilder Deutschland
Felix Roth, CareerBuilder Deutschland

[ghk] Als die Nachricht vom Ausscheiden des CareerBuilder Deutschland-Geschäftsführers, Severin Wilson, zum 31.3.2009 in der Recruiting-Szene die Runde machte, waren sich oberflächliche Beobachter gleich klar: Wieder einmal hat eine ausländische Jobbörse versucht, in Deutschland Fuß zu fassen, wieder einmal war das Scheitern vorprogrammiert, und wieder einmal musste ein ausländischer Jobbörsen-Betreiber in Deutschland Stellenabbau praktizieren.

Nach dem Abbruch der Markteinführung von Totaljobs in Deutschland sollte es also keine so große Überraschung sein, daß auch CareerBuilder dem schwierigen Umfeld, der Wirtschaftskrise und dem Manko des Nachzüglers auf dem deutschen Jobbörsen-Markts erliegen würde. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Situation in der Frankfurter Deutschland-Dependance etwas anders.

Im Schicksal der Jobkrise vereint: Die Schöne und das Biest

Gisele Bündchen. Quelle: Wikipedia. Foto: Tiago Chediak
Gisele Bündchen. Quelle: Wikipedia. Foto: Tiago Chediak

4. März 2009/ghk.

Nicht viele Werke der klassischen Musik können Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ das Wasser reichen, wenn es um die melodramatische Untermalung menschlicher Schicksale geht. So setzte Regisseur Roman Polanski 1994 in seinem Film „Der Tod und das Mädchen“ mit Schuberts Musik sowie Ben Kingsley und Sigourney Weaver einen Polit-Thriller in Szene. Dieser Film behandelte auf dramatische Weise die schon klassische Täter-Opfer-Umkehrung.

Zur Zeit der Militärherrschaft war Paulina (Sigourney Weaver) inhaftiert und glaubt in dem zufällig in ihrem Haus aufgetauchten Dr. Miranda (Ben Kingsley) ihren damaligen Peiniger wieder zu erkennen. Damals wurde sie mit verbundenen Augen auf einen Stuhl gefesselt und zu den Klängen von Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ ausgepeitscht. Das ehemalige Opfer sieht eine Chance auf Rache am vermutlichen Täter.