Süddeutsche Zeitung

Bei Siemens herrscht an vielen Standorten nackte Angst

Thomas Fromm

Von Thomas Fromm, Süddeutsche Zeitung

Zuletzt noch sah es so aus, als würden beide an einem Strang ziehen. Als die Siemens-Führung beschloss, die Zugsparte mit dem französischen Hersteller Alstom zusammenzulegen, gaben die Arbeitnehmervertreter grünes Licht – unter der Bedingung von Standortgarantien und einem Kündigungsverzicht für mindestens vier Jahre. Die Botschaft: Man kann sich mit uns einigen. Aber man muss schon vorher mit uns reden. Doch jetzt ist etwas kaputtgegangen zwischen Vorstand und Arbeitnehmerlager des großen Konzerns, und das könnte daran liegen, dass über wichtige Dinge nicht geredet wurde.

Seit über die Medien bekannt wurde, dass wieder einmal Tausende Jobs bei Siemens auf der Kippe stehen und bis zu 11 der weltweit 23 Standorte in der Kraftwerkssparte geschlossen oder verkauft werden könnten, sind die Arbeitnehmer wütend. „Die Beschäftigten wollen keine Radikallösung“, sagt Jürgen Kerner, IG-Metall-Vorstandsmitglied und Siemens-Aufsichtsrat, zur Süddeutschen Zeitung. „Sie wollen wissen, wie das Geschäft neu aufgestellt werden kann. Und wie man da, wo Aufgaben wegfallen, kreativ sein und einen Ersatz finden kann.“

Currywurst à la Dax: Können Recruiter von Bratwurstverkäufern lernen?

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Bratwurstverkäufer sind Standortexperten. Sind Recruiter Experten bei der Auswahl der richtigen Jobbörsen?

Eigentlich ist eine Bratwurst nicht unbedingt ein erklärungsbedürftiges Produkt: Rindswurst, Bratwurst, Thüringer, etwas Senf oder Ketchup bitte sehr? Oder gar eine Currywurst? Lecker sind sie allemal – das war’s auch dann schon für den kleinen Hunger. Bei einer anderen Frage lassen Bratwurstverkäufer allerdings nicht mit sich spaßen: Bei der Standortauswahl sind diese Spezies der fliegenden Händler ganz penibel, instinktiv wissen sie, wo das Geschäft brummt, wo die Konkurrenz steht oder wo es ein Alleinstellungsmerkmal gibt. Können Recruiter von der richtigen Standortwahl etwas lernen?

Bratwurstverkäufer
Frankfurter Worscht Börse im Schatten der Bank-Skyline

Neue digitale Werbetechnologien für das Recruiting

von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Konstantin Janusch, Geschäftsführer yourfirm GmbH
Konstantin Janusch, Geschäftsführer yourfirm GmbH

Publikation von Stellenanzeigen: Wo trifft Stellenangebot auf Wunschkandidaten?

Mit Hingabe und Leidenschaft diskutieren Recruiting-Experten die Schaltung und Gestaltung von Stellenanzeigen. Search Engine Marketing, Heat Maps, Optimierung der Bullet Points, CI-konforme grafische Gestaltung – das sind alles Kürzel für Themen, die im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion stehen. Gleichzeitig treibt die digitale Werbebranche eine Evolution der Publikation von Anzeigen voran, dabei stehen R&R-Web-Technologien, nämlich Re-Targeting und Real-Time-Bidding, einer nutzungsbasierten Online-Werbung,  im Fokus.

In der Recruiting-Szene haben sich eine kleine Handvoll von Early-Adaptors, beispielsweise Monster, Stepstone, Stellenanzeigen.de oder Yourfirm.de  auf den Weg gemacht, die ersten experimentellen Schritte mit den neuen R&R-Web-Technologien zu wagen – in anderen Branchen gehört dies fast schon zum Standard-Repertoire der Online-Werbung.

Neue Kooperation: SZ und Karriere-Jura

Dr. Sabine von Göler

München. Die Süddeutsche Zeitung nimmt mit circa 1,4 Millionen Lesern eine Spitzenposition unter den überregionalen Qualitätstageszeitungen ein. Der Stellenmarkt Karriere-Jura / Legal-Career ist der führende juristische Online-Stellenmarkt und wird seit zehn Jahren veröffentlicht. Die beiden renommierten Anbieter geben hiermit ihre neue Zusammenarbeit bekannt.  Ab Herbst werden über die Süddeutsche Zeitung in Zusammenarbeit mit Karriere-Jura / Legal-Career spezialisierte Rechtspakete angeboten.

Genial wie Google? Süddeutsche Zeitung lanciert kontextsensitive Stellenanzeigen zur qualifizierten Reichweitensteigerung

Harald Lenz

[ghk] Natürlich ist es ein leichtes Unterfangen, Erfolgskonzepte des Web-Giganten Google zu übernehmen und auf eigene Belange hin anzupassen. Entweder wird das leicht spöttisch als eine „Me-too“-Strategie bezeichnet – am anderen Extrem der Einschätzungsskala steht die wiederholte Erfindung des Wagenrads – auch das ist nicht unbedingt wünschenswert. Wie dem auch sei, die klugen Köpfe in der Münchner Hultschinerstrasse um Harald Lenz, Leiter des Stellenmarkts der Süddeutschen Zeitung, haben wieder einmal mehr ihre Innovationsfreude unter Beweis gestellt. Wie steigere ich die qualifizierte Reichweite einer Stellenanzeige?

Mitarbeiterfernsehen der BA: Ein anerkanntes Medium

Nürnberg, 3.12.2010. Zum Bericht in der Süddeutschen Zeitung von heute „Nie mehr Chef-Fernsehen“ sind einige Punkte richtig zu stellen.

Die Bundesagentur für Arbeit informiert ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 2007 auch über das Medium Film. Dabei handelt es sich keineswegs um einen „hausinternen Sender“, sondern um eine Informationssendung von zehn bis zwölf Minuten Länge, die alle 14 Tage im Intranet der BA abgerufen werden kann.

Schwindelfreie Umarmung: Die Medienkampagne von laufbahner.de

Laufbahner.de
Laufbahner.de

Es menschelt auf allen Kanälen, Geschäftsleute sprinten in schwindelerregenden Höhen aufeinander zu, um sich überglücklich in die Arme zu fallen: Mit Kanonendonner lanciert laufbahner.de eine neue, millionenschwere Medienkampagne. Der neuartige Online-Karriereservice der Süddeutschen Zeitung will mit viel Geld das Henne-Ei-Syndrom lösen: Es gilt, zahlreiche Kandidaten und Jobperspektiven bei Arbeitgebern gleichzeitig zu akquirieren, sich vom Wettbewerb der konventionellen kommerziellen Jobbörsen zu differenzieren und so ganz nebenbei für einen hohen Bekanntheitsgrad sorgen.

Ein Vogel? Ein Flugzeug? Nein – Superman! Wie laufbahner.de das Recruiting verändern will

Harald Lenz
Harald Lenz

[ghk] Als am 29 März 1966 am Broadway ein neues Musical die Premiere feierte, war der Titel des Stücks eigentlich ziemlich außergewöhnlich: „ It’s a Bird…It’s a Plane…It’s Superman“. Der Titel versprach des Rätsels Lösung, auf das die Welt schon lange wartete, es kündigte die Ankunft von Superman an und gab dem Helden Clark Kent alias Superman ein Gesicht.

In einer Zeit, in der moralische Grundsätze reihenweise über Bord geworfen wurden und sich insbesondere die Wirtschaft nichts sehnlicher als den „ehrbaren Kaufmann“ zurück- und herbeisehnt, ist nichts dringender gefragt als eine „Neue Moral“, als eine Abkehr von den Raffkes, den Heuschrecken, der Gierigen, die nur die eigenen Taschen vollstopfen möchten. Glücklicherweise liefert die Boulevard-Presse mit den großen Buchstaben täglich alle Einzelheiten.