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Fallendes Pfund und Angst vor dem “harten Brexit”: Briten suchen auf höchstem Niveau seit dem Referendum Jobs im Ausland

  • Mariano Mamertino
    Mariano Mamertino

    Britische Jobsuchen im Ausland sind wieder auf dem gleichen hohen Niveau wie unmittelbar nach dem Referendum, so neue Daten der weltweit größten Jobseite Indeed

  • Stellensuchen aus Großbritannien in Deutschland sind in den 100 Tagen seit dem Sieg des Brexit-Lagers um 9% gestiegen
  • Die Analyse zeigt, dass britische Suchen nach Jobs in der EU im gleichen Zeitraum angestiegen sind, in dem das Pfund gegen den Euro an Wert verloren hat

Die Anzahl der Briten, die im Ausland nach Jobs sucht, ist derzeit auf dem gleichen hohen Niveau wie unmittelbar nach dem Referendum. Dies zeigen neue Daten der weltweit größten Jobseite Indeed. Die Analyse von Millionen von Jobsuchen aus Großbritannien belegt auch, dass Briten sich zunehmend für Arbeit in anderen EU-Ländern interessieren seit der Euro sich immer stärker im Vergleich zum Pfund entwickelt. Das Pfund erreichte am letzten Freitag den niedrigsten Wert zur Gemeinschaftswährung seit fünf Jahren. Dies könnte ein Beleg dafür sein, dass die Briten der eigenen Wirtschaft und deren Zukunftsaussichten weniger vertrauen und sich stattdessen anderweitig orientieren.

Bewerber im Blick: Globale Motivationsfaktoren und Präferenzen bei der Jobsuche

Yvette Moncrieffe
Yvette Moncrieffe

Dies ist der erste Bericht aus einer vierteiligen Reihe, in der die Ergebnisse der Global Candidate Preferences Survey von ManpowerGroup Solutions vorgestellt werden.

Einleitung

Angesichts eines wettbewerbsintensiven Umfelds suchen Global und Local Player zunehmend nach Möglichkeiten, qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt zu gewinnen und zu halten. Um herauszufinden, wie sich Arbeitgeber die Präferenzen von Bewerbern weltweit zunutze machen können, hat ManpowerGroup Solutions, der weltweit größte Anbieter von Recruitment Process Outsourcing-Lösungen (RPO) im Oktober 2015 knapp 4.500 Arbeitssuchende befragt. Die Global Candidate Preferences Survey wurde in fünf wichtigen Arbeitsmärkten auf der ganzen Welt durchgeführt (USA, Vereinigtes Königreich, Australien, China und Mexiko).