Ungarn

Kienbaum-Studie: Gehälter in Tschechien, Ungarn und Slowakei steigen langsamer

Maria Smid, Kienbaum
Maria Smid, Kienbaum

Wien. Im kommenden Jahr erhöhen Unternehmen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei die Gehälter ihrer Mitarbeiter nur geringfügig: Während es in Tschechien von 2008 auf 2009 durchschnittlich noch sieben Prozent mehr Gehalt gab, planen die Unternehmen, im kommenden Jahr lediglich 2,9 Prozent mehr zu zahlen. Ähnlich zurückhaltend sind ungarische und slowakische Unternehmen: Die geplanten Gehaltsanhebungen betragen 3,9 Prozent beziehungsweise drei Prozent. Ein Jahr zuvor stieg die Vergütung um durchschnittlich 6,2 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent. Das sind Ergebnisse aktueller Studien zur Vergütung von Mitarbeitern und Leitenden Angestellten in Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Dazu hat die Managementberatung Kienbaum Daten zu 35.851 Positionsinhabern von 183 Unternehmen ausgewertet.

Kienbaum-Studie zur Vergütung in Ungarn: Gehälter doppelt so hoch wie vor zehn Jahren

Maria Smid
Maria Smid

Wien, 15. Januar 2009 Internationale Unternehmen in Ungarn zahlen ihren Mitarbeitern auf allen Hierarchieebenen rund doppelt so viel wie vor zehn Jahren: 1999 erhielt ein Geschäftsführer Bruttojahresgesamtbezüge in Höhe von 48.200 Euro, 2008 waren es 87.700 Euro. Führungskräfte der beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung haben ihre Gehälter von 20.700 Euro auf durchschnittlich 42.100 Euro im Jahr gesteigert. Fachkräfte erhalten aktuell 18.700 Euro anstatt 9.100 Euro und Arbeiter verdienen inzwischen mehr als 9.400 Euro im Vergleich zu 3.800 Euro vor zehn Jahren. Die Gehälter wachsen weiterhin kräftig, jedoch planen internationale Unternehmen in Ungarn für dieses Jahr Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 6,2 Prozent, während die Vergütung im vergangenen Jahr im Durchschnitt noch um 8,5 Prozent zulegte. Das ergab die Vergütungsstudie 2008/2009 „Internationale Unternehmen in Ungarn – Mitarbeiter und Leitende Angestellte“, erstellt von der Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer. An der Studie haben sich 69 Unternehmen beteiligt und Informationen zu mehr als 10.000 Positionen gemeldet.