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Springer-Tochter Stepstone spürt die neue Konkurrenz „Google for Jobs“

Berlin (Reuters) – Axel Springers Jobbörse Stepstone spürt Gegenwind von der Stellenanzeigen-Suche “Google for Jobs”.“Wir sehen bei Klicks, die von Google kommen, einen Rückgang”, sagte ein Sprecher des ertragsstarken Portals am Donnerstag zu Reuters. “Uns gelingt es derzeit, das mit anderen Marketing-Maßnahmen oder über Social Media zu kompensieren.”

Die Springer-Tochter habe bereits 2018 bei der EU-Kommission Beschwerde eingereicht. Stepstone wirft dem US-Suchmaschinenbetreiber vor, “Google for Jobs” bevorzugt in seiner Google-Suche zu platzieren. “Dies geschieht durch Marktmacht. Wir halten das für wettbewerbswidrig”, betonte der Sprecher. Von Google war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Zuerst hatte die “Wirtschaftswoche” darüber berichtet.

Kaninchen: Verlegerverbände haben jetzt schon Angst vor der Schlange namens Google for Jobs

Kaum hat Google die Beta-Phase abgeschlossen und den produktiven Betrieb von Google for Jobs angekündigt, werden die Kaninchen dieser Welt, pardon, die Verlegerverbände, ganz unruhig und haben Angst vor der Schlange namens Google for Jobs. Dies geht zumindest aus der Pressemitteilung hervor, die heute in der digitalen Welt der Aufmerksamkeitsökonomie verbreitet wurde.

Der BDZV und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben heute in Berlin auf die Risiken hingewiesen, die von dem angekündigten Dienst „Google for Jobs“ ausgingen. Die Europäische-Kommission habe bereits mehrfach festgestellt, dass Google in verschiedenen Bereichen seine Marktmacht missbraucht, eigene Dienste bevorzugt und damit dem Wettbewerb sowie Verbrauchern geschadet habe. „Wir vertrauen daher darauf, dass die Wettbewerbsbehörden das neue Angebot von Google genau beobachten und, falls nötig, eingreifen werden“, teilten die Verbände gemeinsam mit. Die beiden Verlegerverbände mahnten in diesem Zusammenhang auch eine Überprüfung der Gesetzeslage an. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Maßnahmen der Kartellbehörden gegen Google oft zu spät und zu wenig effektiv erfolgt sind. Die Verbände warnten daher vor einer Verzerrung des vielfältigen und vitalen Markts der Jobsuche-Angebote in Deutschland.

Quelle: https://www.bdzv.de/nachrichten-und-service/presse/pressemitteilungen/artikel/detail/verlegerverbaende-google-darf-marktmacht-nicht-missbrauchen/

Dabei steht der Hype um Google for Jobs in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Wirksamkeit.

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