Work-Life-Balance

Im Interview: Dr. Steffi Burkhart, Vertreterin und Expertin für die Generation Y: „Wir leben keine klassische Drei-Phasen-Biografie sondern Multigrafien“

Wer sich mit dem Thema „Lernen und Arbeiten in der Zukunft“ beschäftigt, der kommt auch nicht um die Auswirkungen des Generationenwandels herum. Sobald die Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren nach und nach in den Ruhestand gehen wird, sind die Millennials am Zug. Die jungen Arbeitskräfte prägen als Generation Y (*1980-1995), und Generation Z (*1995-2010) ein neues Verständnis von Arbeit und Leben, Unternehmen müssen sich darauf einstellen. Der Fachkräftemangel fördert den „War of Talent“, weshalb es für Betrieb wichtig ist, zu verstehen, was die nachwachsende Generation an zukünftigen Fach- und Führungskräften sich wünscht. Was zeichnet diese Generation aus? Was erwartet sie vom Arbeitsleben? Und wie kann man sie erreichen? Darüber sprachen wir mit Dr. Steffi Burkhart, Vertreterin und Expertin für die Generation Y. Am 8. November wird sie auf der Konferenz TALENT THINKING in Mainz neue Impulse setzen.

Dr. Steffi Burkhart

Die „besten Arbeitgeber in der Hotellerie und Gastronomie“ – erstmalig ausgezeichnet von der YOURCAREERGROUP

Am Donnerstag, den 20.09.2018, hat die YOURCAREERGROUP im Rahmen des Hospitality HR Awards die drei „besten Arbeitgeber in der Hotellerie und Gastronomie“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte auf Basis der eingegangenen Arbeitgeberbewertungen die im Unternehmensprofil der nominierten Betriebe auf den Jobbörsen der YOURCAREERGROUP (HOTELCAREER, GASTROJOBS und TOURISTIKCAREER) veröffentlicht werden.  Mitarbeiter bewerten u.a. die Unternehmenskultur, die Work-Life-Balance, Karrierechancen sowie die Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Drei Unternehmen, die durch die Bewertungen ihrer aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter überzeugen konnten, freuen sich seit dem 20.09. über die Auszeichnung:

Unternehmenskultur verändern, um gemeinsam erfolgreich zu sein

Unternehmenskultur setzt sich aus der Gesamtheit der Faktoren zusammen, die für ein Gelingen von produktiver Zusammenarbeit, gelungener Kommunikation, die Identifizierung mit den Unternehmenszielen und der sogenannten Corporated Identity notwendig sind. Maßgeblichen Anteil daran hat zunächst einmal die Spitze des Unternehmens, das kann entweder der Inhaber oder der Vorstand sein. Auf weiteren Ebenen sind es dann die Führungskräfte, z. B.: Abteilungsleiter, die dafür sorgen, dass die Unternehmenskultur gefördert und weiterentwickelt wird.

Methodik der Bewertung
Planung, Soll-Ist Vergleiche

Mehr Freizeit ist nicht zu toppen

Die Mehrheit der Fachkräfte würde sich bei der Alternative „mehr Geld“ oder „mehr Freizeit“ für ein Mehr an freier Zeit entscheiden

 

Wolfgang Weber

Was motiviert Mitarbeiter stärker: Geld oder die Aussicht auf mehr Freizeit? Arbeitgeber sollten sich diese Frage stellen, wollen sie im Wettbewerb um die besten Köpfe und Hände den Nerv ihrer Zielgruppen treffen. Eine Online-Umfrage vom Stellenmarkt meinestadt.de unter 9.252 Fachkräften zeigt: Die Mehrheit zieht den Freizeitausgleich einer höheren Vergütung vor. Einige Unternehmen haben sich schon auf den Weg gemacht: Der Trend geht in Richtung verkürzte und flexiblere Arbeitszeitmodelle.

Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice: Jobsuchende in Europa müssen lange danach suchen

  • Annina Hering

    Europaweit ein ähnliches Bild: Jobinteressenten müssen bei der Jobsuche lange nach Stellenausschreibungen suchen, in denen Work-Life-Balance, flexible Arbeitsmodelle oder Homeoffice hervorgehoben werden.

  • Deutschland: Wenn Unternehmen flexible Arbeitsmodelle in ihren Stellenanzeigen kommunizieren, dann am häufigsten flexible Arbeitszeiten (66,5 %) gefolgt von Work-Life-Balance (29,3 %). Homeoffice wird am seltensten angeboten (17,5 %).

  • Länderspezifische Unterschiede: Flexible Arbeitsbedingungen in Stellenanzeigen finden sich am häufigsten in Österreich (9,9 %), gefolgt von Deutschland (8,3 %). Die Schlusslichter des Rankings bilden Frankreich (0,7 %) und Italien (0,4 %).

Arbeiten, wann und wo man möchte – für die wenigsten Arbeitnehmer in Europa sieht so der Arbeitsalltag aus. Dennoch hat mit der Digitalisierung auch ein Wandel der Arbeitswelt eingesetzt. Dass für Arbeitnehmer in den letzten Jahren eine gute Work-Life-Balance wichtiger geworden ist, zeigen vor allem die Diskussionen um die Generation Y oder auch die Millennials: Karriere, aber nicht um jeden Preis. Gerade für Eltern ist ein hohes Maß an Flexibilität wichtig, um Familie und Beruf vereinbaren zu können.

 

Arbeiten in der Modebranche: Die meisten wollen zu Adidas, die wenigsten zu Primark

Adidas ist Deutschlands beliebtester Mode-Arbeitgeber. Auf den nächsten Plätzen im Image-Ranking folgen die PVH-Gruppe (u.a. Tommy Hilfiger, Calvin Klein) und der Hosenspezialist Brax. Das ist das Ergebnis der Studie „Working in Fashion 2018“ der TextilWirtschaft (dfv Mediengruppe). Beteiligt haben sich mehr als 3600 Mitarbeiter und Nachwuchskräfte der Modebranche. Sie haben eine Vorauswahl aus insgesamt 40 Unternehmen von Adler bis Zalando in zehn verschiedenen Kategorien bewertet, u.a. Gehaltsniveau, Aufstiegschancen und attraktive Produkte.

Indeed hat Mütter gefragt, was sie sich beruflich zum Muttertag wünschen

Viele Beschäftigte wünschen sich mehr Zeit für ihre Familie oder andere persönliche Ziele. Vor allem Müttern fällt es häufig schwer, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privat- und Berufsleben hinzubekommen. Sie kämpfen mit starren Bürozeiten, fehlender Flexibilität im Arbeitsalltag oder uneinsichtigen Kollegen und Chefs. Indeed hat mit drei Frauen gesprochen, die Arbeit und Familie unter einen Hut bringen und sie nach ihren beruflichen Wünschen zum Muttertag gefragt.

Gehaltszettel schlägt gute Stimmung: Attraktive Arbeitgeber punkten mit leistungsgerechtem Lohn und sicherem Arbeitsplatz

  • Roman Hennig, Orizon

    Arbeitnehmer legen großen Wert auf Bezahlung und Arbeitsplatzsicherheit

  • Zeitarbeitsbranche bietet überdurchschnittliche Löhne und langfristige Perspektiven

Eine leistungsgerechte Bezahlung ist aus Sicht von Arbeitnehmern das Top-Merkmal eines attraktiven Arbeitgebers – die Höhe des Lohns schlägt alle „weichen“ Faktoren wie Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten oder Work-Life-Balance. Das zeigen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktstudie, für die das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk im Auftrag des Personaldienstleisters über 2.000 Arbeitnehmer befragte.

Schöne neue Arbeitswelt?  “Nine to Five” war gestern

  • Job-Sharing: die neue Generation der Teilzeit
  • 6-Stunden-Tag: zufriedene Mitarbeiter, aber auch höhere Kosten
  • 4-Tage-Woche: das große Plus für die Work-Life-Balance

Ein einziger fester Arbeitsort, Pendeln mit Bus und Bahn, starre Arbeitszeiten und jeden Tag die gleichen Gesichter im Betrieb – diese Zeiten sind für viele Arbeitnehmer vorbei. Die Flexibilisierung des Arbeitsalltags wird gerade für die jüngere Generation immer selbstverständlicher.

Arbeitgeber aufgepasst: Das sind die Top-Themen der Bewerberansprache

Wenn Arbeitgeber die Kandidaten nur mit Worthülsen abspeisen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Gedankenlosigkeit, Eintönigkeit, Worthülsen: Das scheinen die Merkmale der Bewerberansprache zu sein, wie sie von Tausenden von Arbeitgebern in den Texten von Stellenanzeigen praktiziert wird. Das ergab eine Sprachanalyse von über 120.000 Stellenanzeigen, die die beiden HR-Kommunikationsexperten Dr. Manfred Böcker und Sascha Theisen durchführten. Sie kamen zum vernichtenden Urteil über die fehlende Differenzierung der Arbeitgebermarke und der Bewerberansprache in Stellenanzeigen. Arbeitgeber schliessen sich zu einem Gedankenkartell unter dem Namen „Der Club der Gleichen“ zusammen. Kommunikationsexperte Theisen bringt es auf den Punkt: „Ein kommunikatives Überangebot an „führenden Unternehmen“, „erfolgreichen Produkten oder Dienstleistungen“ und „leidenschaftlichen Mitarbeitern“ beherrscht die Szenerie.