Zuwanderung

IAB: Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv

Prof. Dr. Enzo Weber, IAB
Prof. Dr. Enzo Weber, IAB

Die Arbeitslosigkeit wird 2017 voraussichtlich bei durchschnittlich 2,62 Millionen Personen liegen, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das wären rund 70.000 weniger als in diesem Jahr. Zugleich wird dem IAB zufolge die Zahl der Erwerbstätigen um 480.000 auf 44,03 Millionen steigen.

Braingain: Europäische Ingenieure und Informatiker suchen Berufseinstieg in Deutschland

Holger Koch
Holger Koch

Mobilitätsstudie für deutsche und europäische Studierende erschienen +++ Deutschland in Osteuropa besonders beliebt +++ IT-, Luftfahrt- und Energie-Branche profitieren am meisten


Deutschland ist innerhalb Europas das Einwanderungsland Nummer zwei für europäische Absolventen – nach Großbritannien und vor der Schweiz. 7 Prozent der europäischen Studierenden wollen nach dem Studium einen Job in Deutschland suchen. Es sind vor allem die Absolventen technischer Fächer – der Ingenieurwissenschaften und Informatik – die es nach Deutschland zieht. Das ist das Ergebnis des Mobilitätsreports des trendence Instituts, der die Mobilität europäischer Absolventen aus 24 Ländern bei der Jobsuche vergleicht.

 

Zuwanderung als Chance

Bénédicte Autem
Bénédicte Autem

Personaldienstleister Unique macht gute Erfahrungen mit Fachkräften aus Bulgarien und Rumänien

 

MünchenIn Deutschland leben so viele Ausländer wie nie zuvor. Mehr als 7,6 Millionen Menschen haben keinen deutschen Pass. Zuwanderung gehört in Deutschland zum Alltag. Dennoch ist das Thema umstritten, wie die Debatte um Immigranten aus Bulgarien und Rumänien zeigt. Die Menschen aus diesen beiden Ländern genießen seit Beginn dieses Jahres volle Freizügigkeit innerhalb der EU – einschließlich des damit verbundenen Rechts, hier in Deutschland zu arbeiten.

Der Hightech-Verband BITKOM hat die geplanten Erleichterungen bei der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte als unzureichend kritisiert

Dr. Bernhard Rohleder

Berlin. „Es ist völlig unverständlich, dass Informatiker bei der Abschaffung der Vorrangprüfung nicht berücksichtigt wurden“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Bisher sollen nach Angaben des Arbeits- sowie des Forschungsministeriums nur Ärzte und Ingenieure von der Vorrangprüfung ausgenommen werden. Bereits seit Jahren leidet die IT-Branche unter dem Problem des Fachkräftemangels. In einer aktuellen Befragung geben 60 Prozent der Unternehmen an, dass der Expertenmangel ihre Geschäftstätigkeit bremst. Seit dem Jahr 2007 entstehen im IT-Sektor im Schnitt 13.000 zusätzliche Arbeitsplätze pro Jahr. Der Fachkräftemangel kostet die Branche etwa einen Prozentpunkt Wachstum. Rund 29.000 Stellen für Informatiker sind in der deutschen Wirtschaft derzeit unbesetzt.

Hightech-Branche fordert Punktesystem für Zuwanderung – Gesteuerte Migration lindert den Fachkräftemangel

BITKOM schlägt Drei-Punkte-Plan für erleichterte Zuwanderung vor

Berlin. Der Hightech-Verband BITKOM hat anlässlich des Integrationsgipfels mit Bundeskanzlerin Merkel die Einführung eines Punktesystems für die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte gefordert. „Deutschland muss sich stärker öffnen, um den Fachkräftemangel zu lindern“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. In der deutschen Wirtschaft sind nach einer aktuellen BITKOM-Studie rund 28.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. Eine gesteuerte Zuwanderung müsse aus Sicht des Verbands mit gezielten Maßnahmen zur Integration flankiert werden.

Hightech-Branche begrüßt Initiative zur Zuwanderung – Aktuelle Gesetzeslage noch zu restriktiv

Rainer Brüderle
Rainer Brüderle

Berlin.  Der Hightech-Verband BITKOM hat die geplante Initiative der Bundesregierung zur erleichterten Zuwanderung ausländischer Experten begrüßt.  „Die derzeit gültigen Gesetze sind für den Zuzug von Hochqualifizierten immer noch zu restriktiv. Die Senkung der Einkommensgrenzen ist ein wichtiger Schritt. Zudem sollte die bürokratisch aufwändige Vorrangprüfung entfallen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Wichtig sei außerdem, dass auch die Ehepartner automatisch eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung in Deutschland erhielten.