Demografischer Wandel ade? IT-Freiberufler werden immer älter

Bad Soden (ghk).  Eigentlich gehört es zum guten Ton angesichts der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt, die Klagen der Personaler und Unternehmer wie ein Mantra zu wiederholen: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Brain Drain, War for Talents und wie die einzelnen Kapitel immer wieder lauten – es scheint ein Jammern auf hohem Niveau zu sein. Der auf die Vermittlung von IT-Freiberuflern spezialisierte Personaldienstleister GULP hat nun die aktuelle Lage unter die Lupe genommen: Mein Opa, der IT-Freiberufler.

IT-Freiberufler: Zum Sterben zu gut?
Kein Trauerzug für IT-Freiberufler: Zum Sterben zu gut?

Natürlich ist es in diesem Zusammenhang offensichtlich, daß auch die mit einem IT-Freiberufler verbundenen Vorurteile diskutiert werden: IT-Freiberufler verdienen mehr als festangestellte IT-Experten, IT-Freiberufler sind beim nächsten lukrativen Auftrag weg und führen das Projekt nicht zu Ende, IT-Freiberufler investieren zu wenig für ihre Weiterbildung, IT-Freiberufler sind Experten für veraltete Programmiersprachen und Softwaresysteme. Hand auf’s Herz: Wieviele Projekte würden scheitern, wenn es nicht auch mit IT-Freiberuflern besetzt würde?

Und einige dieser Vorurteile sind auch  auf internationaler Ebene gelegentlich geäussert worden. So sollten beispielsweise Software-Experten aus Bangalore, dem indischen Silikon-Valley, für Software-Entwicklungsprojekte in der Finanzwirtschaft eingesetzt werden. Das Problem war nur, dass das Anwendungspaket im Berichtswesen-Modul in COBOL geschrieben war und demzufolge die entsprechenden Kenntnisse vorausgesetzt wurden. Igitt, Igitt – bzw. das Equivalent in Hindi oder Englisch – lautete der Kommentar der indischens Software-Experten: Sie würden sich nicht mit antiquitierten Software-Technologien abgeben.

Doch wie man die Münze dreht und wendet, die Altlasten der Unternehmen in Gestalt älterer Betriebssysteme, Programmiersprachen oder Datenbanktechnologien sind da, um endlich abgelöst zu werden. Bis das soweit ist, jonglieren die verantwortlichen IT-Leiter eigentlich mit einer Zeitbombe, die jederzeit explodieren könnte. In der Energiepolitik hat das Schlagwort von den „Restlaufzeiten“ Hochkonjunktur, im IT-Bereich wird es erfolgreich verdrängt. Welcher Controller genehmigt angesichts knapper Kassen ein hohes Budget für die Ablösung von veralteten IT-Softwaresystemen? Und mit welchem Personal sollen solche Migrationsprojekte durchgeführt werden?

Und so schliess sich der (Teufels-)Kreis des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der Überalterung der IT-Freiberufler.

GULP fasst die Situation treffend zusammen:

Das mit dem Opa ist natürlich übertrieben. IT-Selbstständige sind derzeit im Schnitt 43 Jahre alt und blicken auf durchschnittlich 19 Jahre Berufserfahrung zurück. Aber der Vergleich mit vergangenen Jahren zeigt: Es gibt immer mehr ältere IT-Freiberufler und immer weniger jüngere. Studieren zu wenig junge Menschen Informatik? Oder ist der Gründungswille einfach nicht da und für junge Informatiker oder Ingenieure ist die Selbstständigkeit keine attraktive Arbeitsform? Oder ist letztendlich nur der demografische Wandel die Ursache dafür, dass (auch) IT-Selbstständige immer älter werden? Eine Spurensuche.

Lesen Sie den kompletten Artikel hier:

Mein Opa, der IT-Freiberufler:  Es gibt immer mehr ältere IT-Selbstständige. Vor allem, aber nicht nur aufgrund der demografischen Entwicklung
http://www.gulp.de/kb/mk/arbeitsmarkt/Opa-IT-Freiberufler_f.html

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