Kienbaum-Studie zur Vergütung in Polen und Russland: Gehälter in Polen und Russland steigen kräftig

Maria Smid, Kienbaum
Maria Smid, Kienbaum

Wien, 25. März 2009 Internationale Unternehmen in Polen und Russland zahlen ihren Mitarbeitern durchschnittlich 9,7 beziehungsweise 12,8 Prozent mehr Lohn als im Vorjahr. Auch für 2009 werden in Polen Gehaltssteigerungen von sieben bis acht Prozent auf allen Hierarchieebenen prognostiziert, während man bei der Vergütung in Russland eine Steigerungsrate von durchschnittlich elf bis zwölf Prozent erwartet. In Polen zahlen Unternehmen höhere Bruttojahresgesamtbezüge als in Russland: Ein Geschäftsführer in Polen verdient im Durchschnitt jährlich 149.789 Euro. In Russland hingegen erhält ein Geschäftsführer 108.056 Euro. Bei einem polnischen und einem russischen Arbeiter stehen im Durchschnitt 16.427 beziehungsweise 13.685 Euro auf dem Gehaltszettel. Dies ergaben die aktuellen Vergütungsstudien „Internationale Unternehmen in Polen – Mitarbeiter und Leitende Angestellte“ und „Internationale Unternehmen in der Russischen Föderation – Mitarbeiter und Leitende Angestellte“, erstellt von der Managementberatung Kienbaum.

Gehälter variieren stark

Innerhalb der einzelnen Hierarchieebenen sind die Gehaltsunterschiede groß: Ein Geschäftsführer in Polen erhält zwischen 24.500 und 417.627 Euro. Bei einer Fachkraft liegt die Gehaltsspanne zwischen 4.733 und 109.418 Euro. In Russland verdient ein Geschäftsführer im Durchschnitt jährlich zwischen 20.000 und 405.000 Euro, während Fachkräfte einen Lohn von 4.000 bis 158.000 Euro beziehen.

Unternehmensgröße bestimmt wesentlich das Gehalt

Die Größe des Unternehmens gehört zu den stärksten Bestimmungsfaktoren der Gehaltshöhe. Je größer das Unternehmen, desto höher die Bezüge – insbesondere bei den Geschäftsführern. In einem Unternehmen in Polen mit mehr als 100 Beschäftigten erhält ein Geschäftsführer jährlich rund 175.960 Euro. Sein Kollege in einer vergleichbaren Position in einem Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern muss sich mit etwa 99.673 Euro Jahresgesamtgehalt begnügen. In Russland verdient ein Geschäftsführer in einem Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten 116.776 Euro, während der Geschäftsführer in einer Firma mit weniger als 100 Mitarbeitern 96.442 Euro erhält. „Bei Fachkräften und Facharbeitern in Russland ist kein positiver Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Gehaltshöhe erkennbar“, sagt Maria Smid, Projektleiterin der Studien. Eine Fachkraft in einem Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern in Russland verdient rund 22.210 Euro, sein Kollege in einem größeren Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten kommt dagegen nur auf rund 19.906 Euro.

Variable Vergütung immer wichtiger

In Polen erhalten insgesamt 81 Prozent aller erfassten Positionsinhaber variable Vergütungsanteile. In Russland liegt dieser Wert bei 75 Prozent. Unter den Geschäftsführern ist die variable Vergütung mit einem Anteil von 86 Prozent in beiden Ländern am weitesten verbreitet, der Anteil bei Führungskräften in Polen und Russland beträgt 84 beziehungsweise 83 Prozent. Bei Arbeitern sind Boni mit einem Anteil von 65 Prozent in Polen und 69 Prozent in Russland am seltensten. Der Bonus umfasste bei Geschäftsführern in Polen im Durchschnitt 31 Prozent der Gesamtbezüge, bei Führungskräften erster und zweiter Ebene 30 beziehungsweise 25 Prozent. In Russland liegt der variable Anteil bei Geschäftsführern bei 26 Prozent, bei Führungskräften bei 23 Prozent.


Altersversorgung als Zusatzleistungen ist die Ausnahme

In Polen und Russland kommen nur wenige Mitarbeiter in den Genuss einer betrieblichen Altersversorgung. Jeweils zwölf Prozent der befragten Geschäftsführer in beiden Ländern erhalten diese Art der Zusatzleistung. „Dies dürfte sowohl finanzierungstechnische Gründe als auch Mentalitätsgründe haben, da viele Arbeitnehmer eine ‚unmittelbare‘ Entlohnungsform wie Einkaufs- oder Warengutscheine vorziehen“, sagt Smid. Weiter verbreitet sind Zusatzleistungen wie eine betriebliche Krankenversicherung oder Weiterbildung. Während 38 Prozent der polnischen Geschäftsführer und 20 Prozent der polnischen Arbeiter betrieblich krankenversichert sind, beträgt dieser Anteil in Russland bei Geschäftsführern und Arbeitern auf 62 beziehungsweise 59 Prozent.

Die Vergütungsstudien 2008/2009 „Internationale Unternehmen in Polen: Mitarbeiter und Leitende Angestellte“ und „Internationale Unternehmen in der Russischen Föderation: Mitarbeiter und Leitende Angestellte (Schwerpunkt Moskau)“ sind zum Preis von jeweils 600 Euro (+MwSt.) über den Online-Shop von Kienbaum unter www.kienbaum.de oder direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 51605 Gummersbach (Fax +49 2261 703-201) erhältlich. Für Rückfragen steht Ihnen Maria Smid gerne zur Verfügung. Telefon: +43 1 533 51 88-22, E-Mail: maria.smid@kienbaum.de.

Kienbaum ist im deutschsprachigen Europa Marktführer im Executive Search und im HR-Management und gehört zu den führenden Managementberatungen. Mit seinem integrierten Beratungsansatz begleitet Kienbaum Unternehmen aus den wesentlichen Wirtschaftssektoren bei ihren Veränderungsprozessen von der Konzeption bis zur Umsetzung. Kienbaum verbindet ausgewiesene Personalkompetenz mit tiefem Wissen in Strategie, Organisation und Kommunikation.

Weitere Informationen:

Erik Bethkenhagen

Tel: +49 2261 703-579

Erik.Bethkenhagen@kienbaum.de

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