Datability: Schon wieder eine neue Wutz für das Media-Hype-Village?

Andreas Zilch ist als Vorstand der Experton Group AG verantwortlich für den Bereich Vendor Advisory. Herr Zilch ist seit über 15 Jahren im IT-Markt verwurzelt und war vor der Gründung der Experton Group für IDC (5 Jahre – Research Manager), META Group (6 Jahre – Vice President & Country Manager Consulting) und Techconsult (2 Jahre – Managing Director Consulting) tätig.
Andreas Zilch

von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Big Data schafft neue Berufsfelder

Die Medien-Mühlen mahlen – im Gegensatz zum Volksmund – eher schnell, hektisch und mit lautem Kreischen. Und wenn ein neues Thema ausgelutscht ist, verschwindet es ganz schnell in der Versenkung. Das ist spätestens dann der Fall, wenn ein Hype-Thema durch den Härte-Test der Realität gehen muss. Bevorzugtes Media-Hype-Village ist die Google+ Community wenn es um technik-affine Themen wie Smartphone, Apples neuestes Betriebssystem oder die Netzökonomie geht. Facebook setzt da eher Schwerpunkte aus dem privaten Bereich, Hundefotos, Kochrezepte oder die Dirndl-Kostümierungen auf dem Oktoberfest sind beliebte, wenn auch eher intelligenz-freie Themen.

Auch Blogs,  die rund um Human Resources kreisen, sind nicht immun von Hype-Themen. Gesellschaftlich wichtige Themen wie Fachkräftemangel im MINT-Bereich oder der demografische Wandel sind Dauerbrenner, aus dem eher biederen Thema Lebenslaufdatenbanken wurde Talent Manager, Social Media Recruiting, je nach Gusto. Und mobile Recruiting – na das ist besonders gut geeignet. Jeder Versteht etwas anderes darunter – aber das schadet dem Hype ja nicht.

„Mit dem Begriff „Datability“ schwappt wieder ein neuer Begriff über den großen Teich herüber. To Hype or not to Hype, thatz ze question. Denglisch hat eben Hochkonjunktur. Aber jetzt im Ernst: Auch für HR wird Datability einen entscheidenden Einfluß nehmen, es hat nur eine andere Begrifflichkeit. Active Sourcing, Direct Sourcing wird der Prozess umschrieben, um die Kandidaten-Ansprache nicht über die klassische Stellenanzeige, sondern über die Recherche im Web zu identifizieren – und dann die Wechselwilligkeit auszuloten und gegebenenfalls das Interesse an einer neuen Karrierechance bei einem anderen Arbeitgeber zu wecken. Wer auf der ersten Europäischen Sourcing Konferenz in Amsterdam (Sourcing Summit Europe) die Vorträge der internationalen Experten gehört und bestaunt hat – kann abschätzen, welche Anforderungen und Differenzierungen auf den (professionellen) Recruiter zukommen. Lesen Sie dazu den Beitrag „We broke the Internet“ – Sourcing Summit Europe setzt neue Rekordmarke.

Was jenseits des Hype wirklich hinter „Datability“ steckt, erläutert das HR-Blog „job and career“ der spring Messe Management GmbH – den Organisatoren, die u.a. auch die Messe Zukunft Personal veranstalten.

 

Das Top-Thema der CeBIT 2014 heißt “Datability”. Der Begriff ist eine Kombination aus dem Markttrend Big Data, also dem Einsatz großer Datenmengen aus vielfältigen Quellen mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit, und den Möglichkeiten der nachhaltigen und verantwortungsvollen Nutzung dieser Daten (von Englisch: ability, sustainability, responsibility).

Für Unternehmen besteht die Herausforderung von Big Data darin, aus der enormen und unübersichtlichen Menge verfügbarer Daten diejenigen herauszufiltern, die für ihre effiziente Geschäftsstrategie relevant sind.

Dies ist nicht nur ein hoch komplexer Vorgang, sondern auch eine Anforderung, die in naher Zukunft für viele Unternehmen wettbewerbskritisch sein wird. Big Data wird demzufolge auch den IT-Arbeitsmarkt verändern. Es werden dringend IT-Spezialisten benötigt, die mit der Datenflut umgehen können.

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