Hauptsache gesund: Zukunft Personal verstärkt Angebot für Corporate Health

Dr. Martin Zelger
Dr. Martin Zelger

Sonderfläche und Themenreihe mit 14 Programmpunkten

Köln. Möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben – das ist heute nicht nur ein individueller Wunsch, sondern auch ein unternehmerisches Ziel in Hinblick auf die Mitarbeiter: Im Zuge des demografischen Wandels und neuer Belastungen in der Arbeitswelt wird betriebliche Gesundheitsförderung zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Wo Arbeitgeber den Hebel ansetzen können, zeigt die Zukunft Personal vom 14. bis 16. Oktober 2014 in Köln: Neben der Sonderfläche Corporate Health beleuchtet eine nunmehr zweitägige Themenreihe das akute HR-Handlungsfeld – inklusive Best Practice Beispielen aus einem wissensbasierten Unternehmen und dem Pflegebereich.

Konkrete Anregungen für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten die Messebesucher im Sonderbereich „Corporate Health“ in Halle 2.1 (HR Services): Die Bandbreite an innovativen Produkten und Dienstleistungen reicht von ergonomischer Büroausstattung, Trainingsgeräten und Stressprävention bis zu Konzepten für ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Als neue Kooperationspartner sind unter anderem das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung und der Westdeutsche Betriebssportverband mit von der Partie.

Ergebnisse der weltweit größten Gesundheitsstudie

Wegen der wachsenden Bedeutung der Thematik widmet Europas größte Messe für Personalmanagement der Programmreihe Corporate Health erstmals zwei Messetage: Am 15. und 16. Oktober stehen jeweils sieben Beiträge zur Wahl. Anhand von Praxisbeispielen aus Unternehmen wie Novartis, Bosch oder Coca Cola erläutert Dr. Martin Zelger (gettheworldmoving GmbH) vier Erfolgsfaktoren für ein gelungenes betriebliches Gesundheitsprogramm. Der Director Continental Europe vermittelt zudem Erkenntnisse aus der weltweit bislang größten Gesundheitsstudie mit circa 70.000 Teilnehmern.

Gesunde Wissensarbeit und „CareWell“ in der Pflege

Wie funktioniert betriebliche Gesundheitsförderung in wissensbasierten Unternehmen? Ihre Erfahrungen dazu teilt Karin Goldstein mit dem Publikum: Die Leiterin Health Management bei der Commerzbank erklärt, mit welchen verhaltens- und verhältnispräventiven Konzepten Wissensarbeit gesundheitsförderlich gestaltet werden kann. Eine besondere Herausforderung stellt die Gesundheitsförderung im Pflegebereich dar. Einen vielversprechenden Ansatz dazu stellt Personalentwicklerin Dr. Birgit Stinner-Meißen vom Caritasverband für die Stadt Köln e.V. vor: das Projekt „CareWell“, getragen von neun stationären und neun ambulanten Pflegeeinrichtungen.

Podiumsdiskussion zum Thema Resilienz und Wertewandel

„Resilienz und HR Empowerment: Nachhaltige Konzepte statt Alibiübungen“ lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der die Brainjoin Deutschland AG einlädt: Vorstand Horst Krämer, Prof. Dr. med. Manfred Schedlowski (Universitätsklinikum Essen), Karl Ferdinand von Thurn und Taxis (Unternehmensberater) und Sandra Stauch (Fujifilm Europe GmbH) erörtern, wie spürbare Effekte für das Personalmanagement und die Führungsebenen zu erreichen sind. Dazu werden Studien aus Deutschland und der Schweiz sowie Best Practices zum Thema Resilienz und Wertewandel herangezogen.

Ganzheitlicher Ansatz statt Einzelmaßnahmen

Einzelmaßnahmen oder ganzheitlicher Ansatz? Auf dieses Spannungsfeld, in dem sich insbesondere kleine und mittelständische Betriebe bewegten, verweist Dr. Sascha Armutat von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Der Leiter Strategie, Forschung und Politik plädiert für ein integriertes und ganzheitliches Verständnis von BGM. Eine Strategie zur praxisorientierten Umsetzung vermittelt Oliver Walle. Der Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement stellt zudem Tools und Checklisten zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit vor.

Psychische Belastungen: Haftungsrisiko vermeiden

Leistungseinbrüche und Fehlzeiten sind heute zunehmend psychisch bedingt. Auch aus rechtlicher Sicht ist die Auseinandersetzung mit psychischen Belastungen geboten. Was zu tun ist, um mögliche Haftungsrisiken für stressbedingte Erkrankungen wie etwa Burnout zu verhindern, erklären Wolfgang und Marion Rosenkranz von der Team Connex AG. Den Zusammenhang zwischen Diversity und Corporate Health verdeutlicht Dr. Michael Fliegner (Frankfurt School of Finance & Management gGmbH). Unterstützung erhält der Bereichsleiter Competence Center, Firmenprogramme & Services dabei von einem Trio der Corporate Actors, das die Wirkung von Diversity mittels typischer Szenen aus dem Arbeitsalltag verdeutlicht.

Vom Betriebssport bis zur digitalen Einzellösung

Auf das Potenzial von Betriebssport als Baustein im BGM verweist Dagmar Vieregge (Deutsche Rentenversicherung Westfalen): Betriebssport biete die Möglichkeit, hochwertige Angebote kostengünstig zu organisieren und nachhaltig in den betrieblichen Alltag zu integrieren. Ein erfolgreiches Rezept für Zielgruppen, die auf klassische Angebote im BGM wenig anspringen, stellen Florine von Caprivi und Harald Holzer von der vitaliberty GmbH vor: Anhand von maßgeschneiderten digitalen Systemen ließen sich die differenzierten Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters adressieren.

Added value: MeetingPoint und INQA-Thementage

Wer sich mit Berufskollegen zum Thema BGM austauschen möchte, ist am MeetingPoint in Halle 2.1 richtig: Auf der Sonderfläche Corporate Health ist in diesem Jahr ein eigener Treffpunkt zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken geplant. Gesprächsstoff dazu liefert auch die zweitägige Themenreihe der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) mit einer Fülle an verwandten Beiträgen: Unter dem Motto „Kein Stress mit dem Stress“ gibt zum Beispiel André Große-Jäger, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Einblick in das Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) mit seinen konkreten Unterstützungsangeboten für Unternehmen.

Hier gelangen Sie zu einer ausführlichen Version der Pressemitteilung mit komplettem Programm der Themenreihe Corporate Health.

Über die Messe Zukunft Personal
Vom 14. bis 16. Oktober 2014 öffnet die Zukunft Personal, Europas größte Fachmesse für Fragen rund um das Thema Personal in Unternehmen, bereits zum 15. Mal ihre Tore. Der Veranstalter erwartet rund 16.000 Personalverantwortliche aus dem In- und Ausland, die sich in Köln über Strategien und Lösungen für das Personalmanagement informieren. Bekannt ist die Messe insbesondere für ihr umfangreiches Vortragsprogramm. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Retention über Leadership-, Weiterbildungs-, Arbeitsrechts- und Softwarefragen bis hin zur Zukunft der Arbeitswelt.

Über spring Messe Management GmbH
spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, Job and Career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die spring-Veranstaltungen zu etablierten Branchenplattformen. Die Fachmessen aus dem Hause spring sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Messe AG ist in vier Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Ungarn und Russland.

 

Internet: www.zukunft-personal.de

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