Ist Tagebau sexy? Auf dem nächsten Recruiting Convent erläutert RWE Power sein Hochschulmarketing

Bergmann
Bergmann

Koblenz (ghk.) Am 08. und 09. März 2010 findet zum vierten Male die Jahrestagung von und für Insider des Personalmarketings und der Personalbeschaffung in Schloss Bensberg statt. Als eine der wohl renommiertesten Veranstaltungen in diesem Bereich gelingt es dem recruiting-convent jedes Jahr auf`s Neue, Akzente im Personalmarketing und Recruiting zu setzen. Die Redaktion von Crosswater Systems sprach mit Prof. Dr. Christoph Beck, einem der führenden Köpfe Deutschlands im Bereich Personalmarketing und Recruiting und gleichzeitig Initiator und Veranstalter des recruiting-convents. Hier ist der zweite Teil des Interviews.

Crosswater: In der vergangenen Woche haben Sie Herr Prof. Dr. Beck uns bereits einige Einblicke zum Programm des recruiting-convents 2010 gegeben. Hierbei haben Sie neue Themen wie Neuromarketing, Interactive-Marketing und Guerilla-Marketing angesprochen. Was erwartet uns noch auf dem recruiting-convent 2010?

Beck: Den Auftakt bilden zwei Vorträge zum Thema „Employer Branding“, wobei Herr Steffen Laick (Ernst & Young) einmal das Thema „Kampagnen“ unter dem Gesichtspunkt -ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Misserfolg- betrachtet. Von RWE Power werden wir einen Vortrag hören, wie man professionelles Hochschulmarketing mit Fachthemen betreibt unter der Überschrift: „Ist Tagebau sexy?“.

Des Weiteren werden wir das Thema Talentmanagement aufgreifen, bei dem zum einen Herr Tobias Becker ganz konkret das Talent Relationship Management der Audi AG vorstellt um anschließend mit Herrn Prof. Dr. Wolfgang Jäger, Herrn Oliver Maassen (Executive Vice President/Head of Human Resources, UniCredit) und Michael Groß (Leiter Personalmarketing AUDI AG) darüber zu diskutieren, ob überhaupt und wie man Talentmanagement in Zukunft durchführt.

Crosswater: In den vergangen Jahren konnte man feststellen, dass Sie am ersten Veranstaltungstag mehr strategische und am zweiten Veranstaltungstag mehr operative Themen behandeln, ist dies im kommenden Jahr auch so?

Beck: Ja, der zweite Tag beim recruiting-convent 2010 steht ganz im Zeichen der operativen Umsetzung, d.h. hier werden konkrete Antworten auf die Frage „Wie man es denn macht“ gegeben. So präsentiert Marco Esser von der Commerzbank wie HR mit einer eigenen Marke und mit Submarken ihre Produkte und Dienstleistungen verkauft. Prof. Dr. Grothe lüftet das Geheimnis darüber, wie man die Zielgruppen im Internet findet (social analytic networs) und Thorsten zur Jacobsmühlen zeigt uns, wie man Twitter & Co. tatsächlich als Instrument im Personalmarketing & Recruiting einsetzt.

Crosswater: Das ist ja eine ganze Menge, kommt dann noch etwas?

Beck: Ja, selbstverständlich ist das noch nicht alles. Gero Hesse wird uns einmal ganz konkret sagen, wie Bertelsmann Arbeitgebervideos und Video-Testimonials macht und YouTube nutzt und Uwe Knaus (Daimler Blog) wird uns in die Kommunikation der Zukunft einführen und referiert darüber, wie man Mitarbeiter und Multiplikatoren mit Botschaften via Blogs wirklich erreicht, welche Ängste und Internas zu überwinden sind.

Des Weiteren wollen wir konkrete Hilfestellungen dahingehend geben, wie man Personalmarketing-Leistungen optimal ausschreibt. Hier wird Frau Dr. Monica Schmickler die Leiterin Procurement International Procrurement Services der Daimler AG einmal Ihre Erfahrungen und Tipps an HR weitergeben. Anschließend stellt uns Wolfgang Brickwedde (Vorstand dapm) ein Praxis-Modell des Personalmarketing-Controllings vor und beantwortet die Frage, wie Personalmarketing & Recruiting die Kosten, die Effektivität und Effizienz im Griff behält. Den Abschlussvortrag des recruiting-convents 2010 hält Frau Martina Bischof (Education Policy Representative, HypoVereinsbank) und betrachtet hierbei die Bachelor- und Masterthematik aus Sicht der Unternehmen.

Professor Dr. Christoph Beck

Prof. Dr. Christoph Beck
Prof. Dr. Christoph Beck

Christoph Beck nahm nach seinem Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften und der Promotion unterschiedliche Stabs- und führungsfunktionen in der Wirtschaft und als Personalberater wahr. Seit 2000 ist er als Professor an der University of Applied Sciences in Koblens im Fachbereich Betriebswirtschaft für das Lehrgebiet Human Resource Management verantwortlich. Seine Schwerpunkte in der Lehre und Forschung bilden die Themen Employer Branding, Recruitment und e-Recruitment.

Prof. Dr. Christoph Beck vom Fachbereich Betriebswirtschaft an der FH Koblenz wurde jetzt in die Liste der „40 führenden Köpfe im Personalwesen“ in Deutschland aufgenommen. Alle zwei Jahre veröffentlicht das auflagenstärkste Personalmagazin diese Liste und leistet damit eine Orientierungshilfe und stellt gleichzeitig vorbildliche Leistungen heraus. Aufgenommen wird in den Kreis der 40 führenden Personaler derjenige, der Vorbildcharakter für andere besitzt, hohen Einfluss auf die Meinungsbildung im Personalwesen nimmt, ein Thema vorangebracht hat, einen Machtfaktor im Personalwesen bildet und möglichst aktiv im Berufsleben steht. Die Besonderheit ist sicherlich die, dass die Wahl der 40 führenden Köpfe in Deutschland von den eigenen Fachkollegen aus Wissenschaft und Praxis erfolgt.

Veröffentlichungen

  • Beck, C. (2008): Attraction – Arbeitgeberattraktivität, in: Jäger, W. (2008): Talent-Management – Herausforderungen für die Zukunft? Wolters Kluwer Verlag (erscheint im Oktober/November)
  • Beck, C. (2008): Arbeitgeberimage-Energie, Eine Studie zur Energie-Branche, Koblenz (erscheint im Oktober)
  • Beck, C. (2008): Unterschätzte Disziplin-Strategisches Personalmarketing als eine der entscheidenden Kmpetenzen von Unternehmen, in: Summer-School für Manager Wirtschaftswoche & McKinsey), in: Wirtschaftswoche, Nr. 36, S. 08-81.
  • Beck, C. (Hrsg.) (2008): Personalmarketing 2.0. Vom Employer Branding zum Recruiting, Wolters Kluwer Verlag
  • Beck, C. (2008): Jobbörsen im Vergleich. Eine vergleichende Analyse von 100.000 Stellenanzeigen bei den Internet-Stellenmärkten, Koblenz 2008
  • Beck, C. (2007): Crossmedia-Konzepte im Recruiting sind unumgänglich, Kolumne im Stellenmarkt Energie, in: Zeitschrift für Energiewirtschaft, H. 7, S. 75-76
  • Beck, C. (2007): Kompetenz-Studie. Welche Kompetenzen fordern die Unternehmen von Bewerbern? -Studienergebnisse-, Koblenz 01/2007
  • Beck, C. (2006): Die Zukunft heißt Crossmedia! Zur Crossmedialität von Stellenanzeigen und des Employer Brandings, in: Personalmagazin, 04/2006, S. 74-76
  • Beck, C. (2005): Blitzlicht-Untersuchung – Analyse von 3200 Stellenanzeigen bei Jöbbörsen, Online: http://www.crosswater-systems.com/ej_news_2005_07c.htm (14. Juni 2005)
  • Beck, C. (2005): Quality Recruiting Management (QRM). Die Qualitätsorientierung im Recruiting ist überfällig, in: Personal magazin, 09/2005
  • Beck, C. (2005): Recruiting-Studie 2005. Eine empirische Untersuchung zu den Themen Recruiting von Führungskräften, E-Recruiting und den Recruiting-Trends. Mit Größen- und Branchenvergleich. In Zusammenarbeit mit dem manager magazin, Fachhochschule Koblenz, März 2005
  • Beck, C. (2004): Die Zukunft des E-Recruitments – Zukunftsthesen-, in: Personal magazin, 05/ 2004, S. 24-26
  • Beck, C. / Weigand, M. (2003): Projektmanagement in der Personalabteilung, Professionelles Management von HR-Projekten, Neuwied/Kriftel, 2003, Luchterhand Verlag
  • Beck, C. (2003): E-Learning – Virtuelle Realitäten, in: twi Technisch Wissenschaftliches Institut Koblenz, E-Learning – Zukunftsvisionen (20.06.2003)
  • Beck, C. (2002): Professionelles E-Recruitment, Strategie – Instrumente – Beispiele, Neuwied/Kriftel, 2002, Luchterhand Verlag

In der nächsten Woche veröffentlichen wir den dritten und abschließenden Teil des Interviews zum recruiting-convent 2010. Neugierige können bereits alle Informationen auf der Website www.recruiting-convent.de einsehen und sich auch anmelden.

Lesen Sie den ersten Teil des Interviews mit Prof.Dr. Beck >>>hier

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2 Kommentare zu „Ist Tagebau sexy? Auf dem nächsten Recruiting Convent erläutert RWE Power sein Hochschulmarketing“

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