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Nicht mal drei Stunden kosten die deutsche Wirtschaft fast 99 Milliarden

Matthias Malessa
Matthias Malessa

Kronos stellt auf dem Personalmanagementkongress 2016 in Berlin die Work.Engaged-Studie zur Mitarbeitermotivation vor / 300 Angestellte, HR-Professionals und Manager mit Führungsverantwortung wurden in Deutschland befragt / Der frühere Adidas-Personalchef Matthias Malessa zur Zwickmühle von HR in dem Ganzen

 

Nur lästiger „Papierkram“? Mitnichten! Die Zeit, die deutsche Arbeitnehmer mit Aufgaben verbringen, die mit ihrem eigentlichen Job wenig bis gar nichts zu tun haben, kostet die Wirtschaft hierzulande um die 99 Milliarden Euro – und jede Menge Arbeitsmotivation. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie Work.Engaged des The Workforce Institute von Kronos Incorporated zusammen mit Coleman Parkes Research, die Kronos, weltweiter Marktführer von Workforce-Management-Lösungen in der Cloud, heute auf dem Personalmanagementkongress in Berlin veröffentlicht hat.

 

300 Angestellte, HR-Professionals sowie Line-of-Business/Operations-Manager im Alter von 18 bis 65 Jahren waren es in Deutschland, die für die international angelegte Kronos-Studie Rede und Antwort standen. Immer komplexere Arbeitsabläufe, technische Widrigkeiten, schlechte Kommunikation … Die Führungsebene sei am Ende nur an Zahlen und weniger am Wohlergehen ihrer Mitarbeiter interessiert, und es hake an der richtigen IT.

 

Bis Systeme und Prozesse in deutschen Unternehmen so aufgesetzt sind, dass Mitarbeiterengagement wirklich gelebt werden kann, ist es wohl noch ein Stückchen Arbeit. 3,3 Wochenstunden verbringen Arbeitnehmer in Deutschland im Schnitt mit Tätigkeiten, die nicht zu ihren Kernaufgaben gehören, 2,8 Stunden davon mit Verwaltung. Das sind immerhin sieben Prozent einer 40-Stunden-Woche. Geht man von einem durchschnittlichen deutschen Jahreseinkommen von 32.643 Euro (gemäß Statista 2015) aus, ließen sich mit einer Stunde „Papierkram“ pro Mitarbeiter pro Woche weniger 816 Euro bzw. 35,3 Milliarden Euro insgesamt sparen!

 

Um die zwei Drittel der Work.Engaged-Befragten geben prompt an, sich mit der richtigen Technologie besser auf wichtige Aufgaben konzentrieren und wieder strategischer und auch motivierter arbeiten zu können. 63 Prozent gehen sogar soweit und würden den Job wechseln, wenn die IT nicht stimmt. Denn die Vergütung steht, so das überraschende Ergebnis der Work.Engaged-Studie, ganz am Ende der Liste, wenn es um die Loyalität zur Firma geht. Für 73 Prozent ist es ein Kündigungsgrund, wenn Führung und Fokus fehlen, für 60 Prozent wäre fehlende Wertschätzung des Vorgesetzten ein guter Grund zu gehen. Aber warum halten dann nur drei von zehn HR-Professionals das Personal für das wichtigste Gut ihrer Firma?

 

„Für die Personaler ist der Mitarbeiter per se die Nummer eins, denn ihm dient ja der gesamte Daseinszweck“, so Senior Consultant Matthias Malessa. Der frühere Adidas-Personalchef meint, die HRler seien einfach etwas desillusioniert, weil gerade die (so genannten) Führungskräfte zwar oft mit dem Satz „people are our biggest asset“ brillierten, „die ‚People-Agenda‘ im täglichen Umgang aber an HR delegieren und sich lieber mit Dingen und Prozessen beschäftigen. Die eigentliche Aufgabe des

 

‚Führens‘, der aktiven und authentischen Umsetzung Emotionaler Intelligenz, erschließt sich vielen Führungskräften gerade in Deutschland oft noch nicht. (Führen: Die richtigen Dinge tun – Managen: die Dinge richtig tun).“ Und schließlich sei Human Resources genauso mit Verwaltungs- und Routineaufgaben überlastet wie die anderen im Unternehmen.

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Über die Work.Engaged-Studie

„The Workforce Institute at Kronos“ beauftragte Coleman Parkes Research mit der weltweiten Untersuchung Work.Engaged, die die aktuelle Situation in Unternehmen zum Thema Mitarbeitermotivation und Produktivität beleuchten sollte. Die hier vorliegenden Ergebnisse konzentrieren sich auf die Gegebenheiten in deutschen Organisationen. Sie beruhen auf einer repräsentativen Umfrage anhand von 300 detaillierten Interviews mit jeweils 20 bis 25 Minuten Dauer und drei verschiedenen Personengruppen in den Unternehmen: Manager mit Führungsverantwortung in verschiedenen Funktionen, HR-Manager sowie Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung. Die Teilnehmer der Studie arbeiten primär für Firmen aus den Branchen Manufacturing, Service und Handel ab 600 Mitarbeiter. Die Umfrage fand im Januar und Februar 2016 statt.

 

Über das Workforce Institute at Kronos

The Workforce Institute at Kronos ist ein Think Tank, der Unternehmen unterstützen möchte, das Thema Workforce Management zu optimieren. Mit Weiterbildungen und Research gibt das Institut praktische Ideen an die Hand, mit denen das Arbeiten im 21. Jahrhundert verbessert werden kann. Artikel und Ergebnisse des Instituts und wichtiger Stakeholder finden Sie im „the Workforce Institute Blog“ auf www.workforceinstitute.org.

 

 

Über Kronos

Kronos® ist weltweiter Marktführer von Workforce-Management-Lösungen in der Cloud. Seit fast 40 Jahren unterstützt der Global Player mit Hauptsitz in den USA Unternehmen bei den zentralen Themen in der Personalverwaltung: Mit Kronos lassen sich Personalkosten effektiv kontrollieren, Compliance-Risiken deutlich minimieren und sowohl die Produktivität als auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter nachhaltig steigern. Wer sich für eine Workforce-Management-Lösung von Kronos entscheidet, muss sich nicht zwischen Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit entscheiden. Bei Kronos gibt es kein Entweder-oder, bei Kronos gibt es beides. Mehr als 25.000 Unternehmen in über 100 Ländern nutzen heute Kronos-Lösungen für ihre Zeiterfassung, Personaleinsatzplanung, ihr Fehlzeitenmanagement und Analytics. Kronos-Kunden sind über alle Branchen hinweg zu finden, ob in Handel, Produktion, Dienstleistung oder Logistik. Über die Hälfte der Unternehmen sind im Top-1000-Ranking des gleichnamigen US-Wirtschaftsmagazins Fortune gelistet.

 

 

Mehr unter:

www.kronosglobal.de

www.personalmanagementkongress.de/programm/

www.workforceinstitute.org/

colemanparkes.com/

 

 

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