Jobinterview: Rat für schüchterne Vögel

Rat für schüchterne Vögel

Fröhliche Vögel fangen den Wurm. Egal, ob der Termin für das Interview früh oder spät ist: Mach ihn zu Deiner Stunde:

1. Flattere beim Aufeinandertreffen nicht aufgeregt herum. Geh ruhig auf den Anderen zu. Streck vor dem Aufeinandertreffen die Hand aus, ohne auf sie oder gar auf den Boden unter Dir zu starren.

2. Ein Stuhl ist für Ängstliche gewiss ein unsicherer Ast. Richte Dich darauf ein und bleib ruhig sitzen.

3. Das nächste Versteck wäre unter dem Tisch. Rutsche dennoch nicht vom Stuhl, halte den Oberkörper dort, wo er hingehört: nämlich oben.

4. Kleine Vögel fürchten laute Stimmen. Gleich tapfer Deine Lautstärke an. (Übe am besten noch vor der Begegnung, nicht kläglich zu piepsen.)

5. Die Schwachen fürchten nichts mehr als den Blick der Großen. Wer möchte schon seinem Schicksal direkt ins Auge sehen? – Du möchtest, Du willst und Du wirst! (Schließlich ist die anstehende Begegnung  sicher nicht auf Leben und Tod.)

6. Pick nicht kurz und sprunghaft an den Gesprächsthemen. Halte Dich an die vorgegebene Abfolge der Tagesordnung und bring zugleich Deine eigene Agenda durch.

7. Widersteh Deinem Fluchtinstinkt. Du wirst weder gefangen noch gefressen. (Lass Dich dagegen von Deiner Neugier leiten. Schließlich triffst Du auf interessante Menschen, die Dir ziemlich nützlich sein können.)

Konditioniere Dein Unterbewusstsein so, dass Du nicht insgeheim von einem Misserfolg ausgehst. Es wird sonst unbeirrbar jede Menge guter Gründe schaffen, damit Du  im Nachhinein Dein Scheitern vor Dir selbst vertreten kannst. Präg Dir darum ein: Du stellst Dich nicht dem Gespräch, um zu verlieren. Du kommst, um Dein Spiel zu spielen.

Gerhard Winkler, Bewerberratgeber, www.jova-nova.com

Dazu erscheinst Du weder mit leeren Händen noch mit leerem Kopf. Freu Dich auf die Begegnung. Arbeite vor jeder Auseinandersetzung an Deinem inneren Zusammenhalt. Zum Austausch der Gedanken, Ideen und Vorschläge wirst Du selbstbewusst beitragen. Auch Deine Erwägungen und Wünsche werden gehört und respektiert. Deine Flügel tragen Dich soweit, dass Du das Vertrauen, das man in Dich schon gesetzt hat, rechtfertigen und noch verstärken wirst. Vertrau dafür Dir selbst. Wetz Deinen Schnabel und sing Dein Lied!

2010 Gerhard Winkler,

jova-nova.com

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