Bewerberratgeber

Müde vom Warten: Erfahrungen eines Bewerbers

Von Gerhard Winkler, Bewerberberater

«Über eine Personalvermittlung habe ich Kontakt zu einem Unternehmen der ***branche erhalten. Vergangenen Dienstag hatte ich ein Telefoninterview mit der Personalerin. Mein Eindruck war sehr positiv. Mein Nachteil ist, dass ich bisher nur Erfahrung in ***unternehmen habe. Die freundliche Personalerin sagte mir zu, sich innerhalb einer Woche – vermutlich jedoch deutlich schneller – zu melden. Sie wollte mein Profil mit der Fach-Führungskraft besprechen, die noch im Urlaub weilte. Die Woche ist jetzt leider um.

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Einfach nur Warten

Bewerbungsanschreiben – auf die Schnelle geprüft

Auch 2019 viel heiße Luft in Bewerbungsanschreiben

„So, jetzt lasse ich mich mal überraschen!“ – Ich weiß nicht, ob sich viele Arbeitgeber noch mit dieser Erwartung an die Sichtung von Bewerbungen machen. Gern gestehen will ich, dass mich einige Bewerber-Anschreiben 2018 tatsächlich verblüfft und überrascht haben.

Dazu gehört dieser Versuch, mit offenen Karten zu spielen:

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Auch 2019 viel heiße Luft in Bewerbungsschreiben, meint Gerhard Winkler

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Bewerberratgeber in Zeiten der elektronischen Post

Persönliche Botschaft an Saskia Heine

Bewerberratgeber Gerhard Winkler ist ein alter Hase, was die Formulierung von Anschreiben betrifft – und ein schlauer Fuchs, wenn er in seinen Lehrgängen und Workshops auf die Fußfallen eingeht, die den Bewerber auf dem Weg zum Job erwarten können. Da hat er manch nützlichen Rat, keine Empfehlung von der Stange, sondern extrahiert aus den mehr oder weniger erfolgreichen Schreibergüssen der Bewerber.
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Bewerbungen per E-Mail sind eigentlich eine feine Sache, schnell und reibungslos erreichen diese den Recruiter. Aber auch diese vermeintliche schmerzfreie Methode hat Risiken und Nebenwirkungen, vor denen Bewerberratgeber Winkler warnt.

Bewerber-Intelligenz mit Füßen getreten

Ratgeber von der Reste-Rampe

Von Gerhard Kenk

Wie doof, bitte sehr, werden Bewerber eingeschätzt? Man ist es ja schon gewohnt: Bewerber-Ratgeber haben Hochkonjunktur – zumindest in den Redaktionsplänen vieler Medien. Wenn die Ideen für gut recherchierte Bewerber-Themen ausgehen (einige wenige Ausnahmen bestätigen die Regel) , greift so mancher Redakteur zum bewährten Mittel: Masse statt Klasse – die Assoziation der Sättigungsbeilage in einer schlecht geführten Betriebskantine liegt nahe.

Das Mantra der Bewerbungsexperten vereinigt sich mit dem Rosenkranz der Gläubigen: Die immer wiederkehrenden Tips für eine erfolgreiche Bewerbung drehen sich im Kreis, in endlosen Wiederholungen werden auch die banalsten Selbstverständlichkeiten als Heilsbringer zum Bewerberglück dargestellt.

Bewerberratgeber Winkler: Trost für Migrantenkinder

Gerhard Winkler
Gerhard Winkler

Berlin. Ihre Vorfahren haben vielleicht meine vor Budapest überrannt – deswegen keine bitteren Gefühle. Ich verrate Ihnen, was mir als Bewerbungsberater an Ihnen und den anderen Jobsuchenden mit Migrationshintergrund auffällt.

1. Sie sprechen perfekt zwei Sprachen plus Englisch. Ihre Mitbewerber verfügen dagegen über eine habituelle Lese- & Rechtschreibschwäche.

2. Ihre sprachlich korrekten, vom Schwulst befreiten Bewerbungsunterlagen verraten: Es können Ihnen dabei kaum Deutsche Ihrer Altersklasse geholfen haben.

Jobinterview: Rat für schüchterne Vögel

Rat für schüchterne Vögel

Fröhliche Vögel fangen den Wurm. Egal, ob der Termin für das Interview früh oder spät ist: Mach ihn zu Deiner Stunde:

1. Flattere beim Aufeinandertreffen nicht aufgeregt herum. Geh ruhig auf den Anderen zu. Streck vor dem Aufeinandertreffen die Hand aus, ohne auf sie oder gar auf den Boden unter Dir zu starren.

2. Ein Stuhl ist für Ängstliche gewiss ein unsicherer Ast. Richte Dich darauf ein und bleib ruhig sitzen.

Fünf adrette KönigstöchterInnen

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com
Gerhard Winkler, www.jova-nova.com

WARUM WIR?

„Mit ist aufgefallen, dass bei Ihren  Beispielanschreiben auf Ihrer Website sowie in „Die 100 besten Anschreiben“ der Bewerber niemals Bezug auf das neue Unternehmen nimmt. Man bringt zuerst die besten Argumente (Erfahrungen, Leistungen) vor, geht dann auf Studium und sonstige Kenntnisse (EDV, etc.) ein und rundet das Anschreiben dann mit einer Aufforderung zu reagieren ab.

Niemals allerdings beantwortet das Anschreiben, warum man denn ausgerechnet bei McKinsey, Berger, Boston, etc. arbeiten möchte, was genau an dieser Firma interessiert, was für ein Link zwischen deren Wertesystem oder anderen Essentials und den eigenen Qualis besteht, warum man ausgerechnet eine Karriere im Bereich „Internationale Kommunikation“ anstrebt, welche Erwartungen man an seinen künftigen Job hat … eben, warum man sich bewusst dazu entschied, genau DIESE Firma anzuschreiben. Natürlich geht es wieder in die Richtung haltlose Beteuerungen, Interessenvorgaukelung. Doch sind Sie nicht der Meinung, dass solche Inhalte ebenfalls in ein Anschreiben gehören, da es besonders im Consulting-Sektor eine große Anzahl an Firmen gibt, die diese Vorabinfo einfach als Standard verlangen?“ (C.J.)

Wo und wofür soll ich mich noch bewerben?

Bewerber-Blockade
Bewerber-Blockade

„Inzwischen weiß ich schon nicht mehr wo und für was ich mich noch bewerben soll, wenn alle Ablehnungsgründe immer nur in meiner Vergangenheit gesucht werden.“ (R.Z.)

Der Jobmarkt stinkt. Selbst gute Leute unter Dreißig, über Fünfzig und rund um die Vierzig gelten als komplett out. Die Fünfundzwanzigjährigen stellt man als Praktikanten kalt. In der Probezeit entlassen? Schon gilt man als verhaltensauffällig. Auf einen widerborstigen, nicht auf Anhieb einsortierbaren Lebenslauf reagieren die Konformisten in den Personalabteilungen wie auf eine madige Kirsche: sie spucken ihn sofort wieder aus. Besonderes Pech haben die besonders Flexiblen: Die Personaler hören multiqualifiziert, denken: überqualifiziert und schon ist man aussortiert. Der Jobmarkt spiegelt die Gesellschaft und unsere Gesellschaft ist leider überängstlich, übervorsichtig und ziemlich ungerecht. Her mit dem Grundrecht auf Arbeitszuteilung!
Genug lamentiert. Bremsen wir uns und kehren wir zum Ausgangspunkt zurück: Sie finden keinen Job.

Besuch bei XING

Der Apfel ist vergiftet - Bewerberrat im Businessnetzwerk
Der Apfel ist vergiftet - Bewerberrat im Businessnetzwerk

29.05.09 Was zeichnet die Beiträge im XING-Bewerberforum aus? Die Freude, auf einem Thema so lange herumzureiten, bis es tot ist und die Blindheit, am Ende zu bemerken, dass es niemals gelebt hat.

XING-Gruppen liegt ein schönes Konzept zugrunde: Jeder steuert aus seinem Blickwinkel etwas bei und taucht zumindest einen Teil des Ganzen in das helle Licht seiner Erfahrung. Die triste Wirklichkeit: Auf weiter Forenflur hoppeln alte Platzhasen, junge Meinungsrammler, zaghafte Einwandshäschen von einem kargen Halm zum nächsten. Den Chor bilden die üblichen Kopfschüttler, Abnicker und Einknicker. Die meisten dieser Auskenner richten ihr schwaches Lichtlein ganz auf sich selbst. Was da in der Dunkelheit der Bewerbungsfragen aufschimmert, ist nicht so sehr der Sachverstand der Gruppe, als die Eitelkeit des Einzelnen – in ihrer sprachlich unvorteilhaften Form.

Bewerberratgeber: Wie die Personalberatung den nächsten Karriereschritt unterstützen kann

Immer mehr Unternehmen setzen bei der Suche nach qualifizier-tenMitarbeitern auf die Dienste von Personalberatungen. Im Jahr 2007 wurde fast ein Viertel aller Stellenanzeigen für Fach-und Führungskräfte von bzw. über Personalberatungen geschaltet. Für Kandidaten sind spezialisierte Berater ein wichtiger Partner bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung und bei der Planung der eigenen Karriere. Zahlreiche Kandidaten sind jedoch im Umgang mit Personalberatern eher unsicher.