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In Arbeitgeberbewertungen steckt großes Potential

Rudi Bauer, StepStone Österreich
Rudi Bauer

Das zeigt ein erstes Stimmungsbild, erhoben von StepStone Österreich auf der Personal Austria unter 122 Besuchern aus den Bereichen Unternehmensführung, Recruiting, Personalmanagement und Weiterbildung.

  •  Arbeitgeberbewertungen sind ein wichtiger Baustein in der Employer Branding Strategie
  • Bewertungen liefern authentischen Einblick ins Unternehmen
  • Arbeitgeberbewertungen geben Ausschlag für oder gegen eine Bewerbung
  • Bewertungen liefern Feedback zur eigenen Performance als Arbeitgeber und zeigen Baustellen auf
  • Arbeitgeberbewertungen auch im nächsten Jahr Top-Trend für Jobsuchende

In Arbeitgeberbewertungen steckt großes Potential: Das zeigt ein erstes Stimmungsbild, erhoben von StepStone Österreich auf der Personal Austria unter 122 Besuchern aus den Bereichen Unternehmensführung, Recruiting, Personalmanagement und Weiterbildung.

Knapp die Hälfte aller Befragten (44.2%) zeigen sich demzufolge davon überzeugt, dass Arbeitgeberbewertungen potentiellen Bewerbern einen authentischen Einblick ins Unternehmen liefern und raten Unternehmen dringend, diese Kommunikationsschiene auch zu nutzen: 46.7% der Umfrageteilnehmer sind sicher, dass Firmen, die sich nicht mit Arbeitgeberbewertungen auseinandersetzen, im schlimmsten Fall Kandidaten verlieren.

Auseinandersetzung mit Bewertungen stärkt die Employer Brand

„Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und dem viel zitierten ‚war for talents‘ können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, auf den Dialog mit interessierten Talenten und Bewerbern zu verzichten“, bestätigt auch Rudi Bauer, Geschäftsführer von StepStone Österreich. „Firmen, die sich ernsthaft mit ihren Bewertungen auseinandersetzen, erfahren nicht nur viel über ihr derzeitiges Image am Bewerbermarkt, positionieren sich auch nachhaltig als Arbeitgeber ‚zum Angreifen‘ – und stärken damit auch ihre Employer Brand.“

Zumal Arbeitgeberbewertungen neben der Eigendarstellung des Unternehmens einen immer wichtigeren Faktor in der Entscheidungsgrundlage der Bewerber darstellen: Wie die Umfrage zeigt, ist die Hälfte der Befragten (50%) davon überzeugt, dass Bewertungen in der Suche nach Informationen zu einem potentiellen Arbeitgeber eines der vielen Tools sind, das Kandidaten im Rahmen ihrer Jobsuche nutzen. Und 37.7% aller Befragten gehen davon aus, dass Arbeitgeberbewertungen eine wichtige Rolle in der Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung spielen.

Arbeitgeberbewertungen bieten Kandidaten Orientierung

„Kandidaten werden im Netz mit immer mehr Informationen konfrontiert“, sagt Rudi Bauer. „Arbeitgeberbewertungen von anderen Kandidaten und ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitern können hier eine wichtige Richtschnur für Bewerber darstellen, um sich zu orientieren – und letztlich für oder gegen ein Unternehmen zu entscheiden.“

Dennoch gibt es nach wie vor Unternehmen, die Bewertungen ihrer Performance als Arbeitgeber im Netz kritisch betrachten. Mehr als die Hälfte der befragten Personaler nimmt an, dass dahinter die Angst stecken, dass der eigene Ruf beschädigt wird (51.4%) oder Unternehmen die Möglichkeit zur Gegendarstellung (41.8%) fehlt. Dass sich Unternehmen von außen nicht gerne in die Karten schauen lassen, glauben hingegen weniger als ein Viertel der Umfrageteilnehmer (17.2%) – der Trend zu mehr Offenheit und ehrlicher Kommunikation auch kleiner Fehler und Schwächen dürfte hier schon in den Köpfen der Entscheider angekommen sein.

Unternehmen profitieren gleich mehrfach von Bewertungen

Unternehmen, die Arbeitgeberbewertungen sinnvoll in ihre Unternehmenskommunikation einbauen, profitieren davon gleich mehrfach, zeigen sich die Teilnehmer der StepStone-Umfrage überzeugt: Nicht nur liefern Bewertungen Feedback zur eigenen Performance als Arbeitgeber (57.3%), sie sind auch ein wichtiger Baustein im Rahmen der hauseigenen Employer Branding Strategie (44.2%) und zeigen konkretes Verbesserungspotential im Unternehmen auf (40.9%).

Dabei kann mithilfe von Bewertungen auch an internen Stellschrauben gedreht werden: 37.7% der Umfrageteilnehmer sind davon überzeugt, dass Bewertungsplattformen etwas über die aktuelle Mitarbeiterzufriedenheit aussagt und gerade jüngere Talente ansprechen (14.2%). „Arbeitgeber, die in einen offenen und ehrlichen Dialog mit Mitarbeitern und Kandidaten treten, haben im Kampf um die besten Talente die Nase vorn“, bestätigt Rudi Bauer. „Gerade die jüngere Generation erwartet von potentiellen Arbeitgebern Transparenz und einen Umgang auf Augenhöhe. Zumal Probleme, die unter den Teppich gekehrt werden, nicht nur die Performance des Unternehmens nachhaltig beinträchtigen, sondern auch die Arbeitgebermarke schädigen können.“

Arbeitgeberbewertungen ernst nehmen – und handeln

Das haben die meisten Unternehmen mittlerweile auch erkannt: Unternehmensintern werden sowohl negative als auch positive Arbeitgeberbewertungen ernst genommen, sagen 59.6% Teilnehmer der StepStone Umfrage. Die Daten zeigen allerdings, dass es in der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen anschließend noch hapert: Nur 28.6% bestätigen, dass versucht wird, konkrete Probleme zu lösen, die angesprochen werden. Und ein Viertel der Umfrageteilnehmer (25.4%) gibt überhaupt an, dass Arbeitgeberbewertungen in ihrem Unternehmen nicht aktiv verfolgt werden.

Rudi Bauer: „Das zeigt deutlich, dass auch bei einer positiven Einstellung dem Thema gegenüber noch Luft nach oben ist, was den konkreten Umgang mit Arbeitgeberbewertungen im Unternehmen betrifft. Klare Verantwortlichkeiten und ein zeitnahes Eingehen sowohl auf positive als auch negative Bewertungen ist ein erster Schritt, um sich als motivierter Arbeitgeber zu positionieren – und damit sowohl den eigenen Mitarbeitern als auch Talenten am Arbeitsmarkt zu zeigen, dass man an ihrer Meinung ernsthaft interessiert ist.“

„Auch kritische Bewertungen können ein Geschenk sein“

Wird das Potential, das Arbeitgeberbewertungen eigentlich bieten, verschenkt, kann das ganz schnell nach hinten losgehen. Denn: 66.3% aller Umfrageteilnehmer sind davon überzeugt, dass schlechte Bewertungen Kandidaten von einer Bewertung abhalten. „Zumal, wenn sich das Unternehmen nicht damit auseinandersetzt und auch keinen Willen zeigt, die Kritik ernst zu nehmen, kann das wirklich zum Problem werden“, bestätigt Rudi Bauer. „Wir raten daher allen Unternehmen, das Thema nicht unter den Tisch fallen zu lassen und sich auch schlechte Bewertungen zu Herzen zu nehmen. Auch eine kritische Arbeitgebewerbewertung kann ein Geschenk sein, nämlich dann, wenn sie Unternehmen auf Baustellen in der Firma aufmerksam macht, die ihnen so vielleicht gar nicht aufgefallen wären.“

Das gilt umso mehr, als Arbeitgeberbewertungen eindeutig gekommen sind, um zu bleiben: Für ganze 85,1% der Umfrageteilnehmer werden Bewertungen auch im Jahr 2018 wichtig für Arbeitssuchende sein.

 

Über die Umfrage:

Im Rahmen der Personal Austria 2017 wurde unter den Besuchern ein Stimmungsbild zur Relevanz von Arbeitgeberbewertungen abgefragt. An der Umfrage haben 122 Personen aus den Bereichen HR/Recruiting, Unternehmensführung & Management, Weiterbildung, Marketing und Personalberatung teilgenommen.

Über StepStone:

StepStone zählt zu den führenden Online-Jobbörsen in Österreich. Über die Online-Jobbörse www.stepstone.at erreichen Unternehmen qualifizierte neue Mitarbeiter aus allen Branchen. Das 1996 gegründete Unternehmen gehört mehrheitlich zur Axel Springer SE.

StepStone betreibt auch www.unijobs.at – Österreichs Marktführer für Studenten- und Teilzeitjobs. Gemeinsam mit www.jobwohnen.at bildet unijobs.at Österreichs größtes Online-Job- und Service-Netzwerk für Studierende und junge Talente.

 

 

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