Naturwissenschaftler: Hohe Gehälter auch ohne Nobelpreis möglich

Naturwissenschaftlich ausgebildete Spezialisten sind gefragt wie nie: Laut StepStone Fachkräfteatlas ist die Anzahl der Stellenausschreibungen für das Berufsfeld Naturwissenschaften in den vergangenen fünf Jahren um satte 75 Prozent gestiegen. Am begehrtesten sind Experten aus Bereichen wie Biologie, Chemie, Physik oder Pharmazie in Hamburg, Baden-Württemberg, Berlin, Bayern und Hessen. Doch nicht nur der Standort des Arbeitgebers, sondern auch Branche und Karrierelevel wirken sich maßgeblich auf das Gehalt von Naturwissenschaftlern aus.

Forschung im Chemie-Labor

Arbeitgeber in Hessen zahlen am besten
Laut StepStone Gehaltsplaner, dem 200.000 Datensätze zugrunde liegen, zahlen die Unternehmen in Regionen mit hoher Personalnachfrage am besten: In Hamburg beispielsweise verdienen Fachkräften aus den Naturwissenschaften im Schnitt 61.800 Euro – 10 Prozent mehr als im bundesweiten Durchschnitt (56.300 Euro). In Berlin (55.600 Euro) und Bayern (57.600 Euro) sind die Verdienstmöglichkeiten ebenfalls überdurchschnittlich gut. Am meisten verdienen Naturwissenschaftler in Hessen (63.800 Euro). Der Osten der Republik fällt dagegen deutlich ab: So liegt zwischen Hessen und Sachsen-Anhalt eine Gehaltskluft von 38 Prozent.

Top-Gehälter in der Pharmabranche
Sehr viele Naturwissenschaftler arbeiten in der Pharmaindustrie – laut StepStone Gehaltsplaner auch die Branche, die entsprechende Spezialisten mit im Schnitt 66.500 Euro am besten bezahlt (+ 18 Prozent im Vergleich zum Bundesschnitt). Ebenfalls sehr gut zahlen Arbeitgeber aus der chemie- und erdölverarbeitenden Industrie (60.200 Euro, + 7 Prozent). Im Bereich Wissenschaft und Forschung müssen Fachkräfte aus den Naturwissenschaften sich mit im Schnitt 53.000 Euro begnügen.

Verantwortung lohnt sich
Naturwissenschaftler ohne akademische Ausbildung verdienen mit 47.700 Euro rund 15.000 Euro weniger als ihre studierten Kollegen. Ein starker Gehaltstreiber ist auch Management- und Personalverantwortung mit bis zu 25.000 Euro mehr. Männliche Naturwissenschaftler verdienen im Schnitt 25 Prozent mehr als weibliche. Ein Grund dafür: Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Branchen und übernehmen seltener Management- und Personalverantwortung.

Naturwissenschaftler halten Job die Treue
Fachkräfte mit naturwissenschaftlichem Background bleiben ihrem Job verhältnismäßig lange treu: 27 Prozent haben noch nie den Job gewechselt; der Durchschnittswert über alle Branchen hinweg beträgt 14 Prozent*. Fünf oder noch mehr Arbeitgeberwechsel gab es nur bei etwa jedem zehnten Naturwissenschaftler – berufsübergreifend betrachtet aber bei jeder vierten Fachkraft. Dass 58 Prozent von ihnen zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer Bezahlung sind, könnte eine Ursache für die Loyalität zum Arbeitgeber sein.

Mehr Gehaltsinformationen liefert der StepStone Gehaltsplaner: www.stepstone.de/gehaltsplaner 

* Quelle: StepStone-Jobstudie 2017, Online-Befragung im zweiten Quartal 2017 unter rund 20.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland

Über den StepStone Gehaltsplaner
Die Online-Jobplattform StepStone bietet neben dem jährlichen StepStone Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte weitere Services zum Thema Gehalt. Dazu gehört auch der StepStone Gehaltsplaner, für den Jobexperten und Marktforscher einen Algorithmus entwickelt haben, der auf Basis der wichtigsten Gehaltstreiber (z. B. Branche, Tätigkeit, Erfahrung) eine sehr genaue Prognose der persönlichen Gehaltshöhe liefert. Weitere Informationen unter: stepstone.de/gehaltsplaner

Über StepStone

Mit StepStone finden Menschen ihren Traumjob. StepStone beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiter und betreibt neben www.stepstone.de Online-Jobplattformen in weiteren Ländern. Das 1996 gegründete Unternehmen ist eine Tochter der Axel Springer SE.