Tipps für eine Karriere in der Gaming-Industrie

Viele Erwachsene lieben Videospiele. Dies muss nicht nur mit nostalgischen Erinnerungen aus der Jugend begründet werden, sondern kann auch mit der Faszination des Videospiels als komplexe Kunstform zu tun haben. Ein gutes Videospiel hat vielschichtige Handlungsstränge und aufwendige Grafiken, für die Programmierer oftmals viele Jahre benötigen. Videospiele können natürlich auch eine lehrreiche Funktion haben und den Spielern eine interaktive Möglichkeit bieten, neue Konzepte zu erlernen. Fühlt man sich zu dem Genre leidenschaftlich hingezogen und möchte statt Videospiele nur zu spielen, diese auch designen und mitentwickeln, sollte man ernsthaft über eine Karriere in der Gaming-Branche nachdenken. Tipps, wie die Videospiel-Karriere richtig ins Rollen kommt, gibt es hier.

Photo by suludan diliyaer, CC0 Public Domain

Den Grundstein legen

Wie in vielen anderen kreativen Jobs auch, legen die meisten Arbeitgeber in der Videospielbranche nicht viel Wert auf bestimmte Hochschulabschlüsse. Viel wichtiger ist der Nachweis, dass Bewerber den Aufgaben auch gewachsen sind. Einige Quereinsteiger bringen sich Design- und Programmierungsgrundlagen selber bei. Dank zahlreicher Quellen im Internet ist das autodidaktische Lernen mit viel Disziplin also durchaus möglich. In verwandten IT-Studiengängen lässt sich das Wissen jedoch etwas strukturierter aufbauen. Aus diesem Grund haben Entwickler und Designer von Videospielen häufig einen Bachelor- oder Diplomabschluss in Informatik. Studienabschlüsse mit Spezialisierungen oder Schwerpunkten für das Design von Videospielen können künftigen Bewerbern auch dabei helfen, sich im Wettbewerb zu behaupten, indem sie spezifische Fähigkeiten entwickeln, die in der Branche besonders gefragt sind. Entwickelt man den Berufswunsch erst später im Leben, sollte man sich von der jüngeren Konkurrenz keineswegs einschüchtern lassen. Wie in jedem klassischen Videospiel auch, haben wir mehr als nur ein Leben, wenn es um unsere Karriere geht.

Aussagekräftiges Portfolio erstellen

Sein Können unter Beweis zu stellen ist das A und O bei jeder Bewerbung. Als Videospiel-Designer oder -Entwickler sollte man sich im Laufe der Jahre ein aussagekräftiges Portfolio aufbauen, das nur die besten Werke beinhaltet. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Portfolio aus Projekten besteht, die aus persönlichem Interesse, im Rahmen von Studienleistungen oder für einen anderen Arbeitgeber erstellt wurden. Entscheidend sind die Qualität und Vielfältigkeit der Produkte. Der Nachweis von Coding- und Troubleshooting-Fähigkeiten in verschiedenen Sprachen oder das Entwerfen von Grafiken in verschiedenen Medien und künstlerischen Stilen ist besonders wichtig und hilft dem potenziellen Arbeitgeber dabei, die richtige Entscheidung zu treffen. Bei der Erstellung eines guten Portfolios kann auch die Wahl des richtigen Studiengangs behilflich sein. Manche Universitäten bieten praxisorientierte Abschlüsse an, in denen man nicht nur theoretisches Wissen lernt, sondern selbstständig viele kleine Projekte auf die Beine stellt.

Austausch mit Branchenkollegen

Wie in jeder anderen Branche auch, helfen gute Kontakte beim beruflichen Erfolg in der Videospielbranche. Deswegen sollte man schon früh damit anfangen, Networking-Events zu besuchen und freundschaftliche Verbindungen in der Gaming-Industrie zu knüpfen. Wenn man also jemanden kennt, der bei einem bestimmten Unternehmen arbeitet oder gearbeitet hat, kann man die Person möglicherweise um ein Vorstellungsgespräch oder eine Empfehlung bitten. Da berufliche Netzwerke in der Regel erst im Laufe der beruflichen Karriere entstehen, kann dies für viele junge Hochschulabsolventen und Einsteiger schwierig sein. Aus diesem Grund ist die Wahl eines Studiengangs mit praxisorientierten Lernmöglichkeiten, die speziell auf die Entwicklung oder Gestaltung von Videospielen zugeschnitten sind, ein wahrer Türöffner. Die Studierenden können nicht nur Erfahrungen sammeln und ein Portfolio mit Projekten aufbauen, sondern verfügen auch über ein Netzwerk aus Dozenten und Branchenkollegen.

Teilnahme an Wettbewerben

Die Teilnahme an Branchenwettbewerben, die sich auf das Design oder die Entwicklung von Videospielen konzentrieren, ist eine weitere Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben. Zum einen gibt der Wettbewerb den Teilnehmenden den Anreiz, die Projekte in ihrem Portfolio abzuschließen und nach besten Fähigkeiten zu optimieren. Zum anderen bietet die Teilnahme an Wettbewerben den Bewerbern die Möglichkeit, sich zukünftigen Arbeitgebern vorzustellen und hilft dabei, das eigene berufliche Netzwerk aufzubauen. In den eingereichten Projekten kann man schließlich nicht nur seine Leidenschaft und Initiative demonstrieren, sondern auch seine Kritikfähigkeit unter Beweis stellen und negatives Feedback als Chance für den nächsten Wettbewerb zu nutzen. Zu guter Letzt sollte man sich nicht nur auf deutsche, sondern auch auf internationale Wettbewerbe konzentrieren. Dies bereitet gleich auf eine internationale Jobsuche vor, der man als Videospiel-Designer oder -Entwickler offen gegenüberstehen sollte.

 

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