Digitalisierung

Berufsperspektiven von Fachinformatikern

Es gibt wohl kaum einen Bereich, in dem Fachinformatiker nicht „gerne gesehen“ wären. Ganz im Gegenteil. In jeder Branche nimmt die Informationstechnologie einen elementaren Stellenwert ein. Umso wichtiger ist es da, erfahrene Profis zu engagieren, die sich durch ein fundiertes Know-how auszeichnen.

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Jeder Zweite möchte Künstliche Intelligenz verstehen

  • Achim Berg, BITKOM

    Aber: 48 Prozent interessieren sich nicht für Entscheidungsgrundlagen von KI-Systemen

  • Bitkom veröffentlicht Empfehlungskatalog zum verantwortlichen Einsatz von KI

Suchergebnisse personalisieren, Produkte empfehlen oder individuelle Krankheitsdiagnosen erstellen – das leistet Künstliche Intelligenz bereits heute. Obwohl die KI oft personenbezogene Daten nutzt, interessieren sich viele Verbraucher nicht dafür, wie und auf welcher Grundlage die KI-Entscheidungen zustande kommen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.008 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach interessiert sich fast jeder Zweite (48 Prozent) nicht dafür, wie eine KI auf Basis von Personendaten Entscheidungen trifft. „Auch wenn für viele Verbraucher offenkundig nur nachrangig ist, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, sollten die Unternehmen hier für größtmögliche Transparenz sorgen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Schöne digitale Zukunft – und wo bleibt der Mensch?

Ein Expertenbeitrag von Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)(Bild: © www.kit.edu)

Niemand weiß, wie die Zukunft der Arbeit aussieht, auch wenn viele gerne vermeintlich sichere Prognosen in die Welt setzen. Sicher wissen wir nur, dass der technische Fortschritt weitergeht, dass Algorithmen und Roboter immer besser werden, und dass uns immer mehr bislang von Menschen durchgeführte Arbeit durch neue Technik abgenommen wird. Und anders als bei früheren Wellen der Automatisierung sind keineswegs nur einfache mechanische Tätigkeiten betroffen. Vielmehr wird die Digitalisierung auch Arbeitsplätze in der Mittelschicht bis hinein in den akademischen Bereich betreffen.

Informatik-Hörsäle werden langsam weiblicher

Natalie Barkei
  • 2016 entschieden sich 9.000 Frauen für ein Informatikstudium 
  • Frauenanteil liegt bei 23 Prozent 
  • Bitkom: Mädchen früh für digitale Technologien begeistern

Frauen entscheiden sich zunehmend für ein Informatik-Studium, sind in den Hörsälen aber weiter unterrepräsentiert. Die Zahl der Studienanfängerinnen in Informatikstudiengängen stieg 2016 um 5,2 Prozent auf 8.966 (2015: 8.519). Damit stieg der Frauenanteil etwas stärker als die Gesamtzahl der Informatik-Erstsemesterstudierenden, die um 4,8 Prozent auf 39.018 zulegte (2015: 37.219).

Digitalisierung bringt große Umwälzungen am Arbeitsmarkt

Dr. Gerd Zika

Die Digitalisierung wird bis zum Jahr 2035 nur geringe Auswirkungen auf das Gesamtniveau der Beschäftigung haben, aber große Umbrüche bei den Arbeitsplätzen mit sich bringen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, in der das Szenario einer fortschreitenden Digitalisierung mit einem Basis-Szenario ohne Digitalisierungseffekte verglichen wird. Im Jahr 2035 werden laut den Modellrechnungen aufgrund der Digitalisierung einerseits rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut sein. Andererseits führt die Digitalisierung den Forschern zufolge zu annähernd genauso vielen neuen Arbeitsplätzen, sodass unterm Strich keine größeren Beschäftigungsverluste auftreten werden.

Keine Angst vor Robotern – Beschäftigungseffekte der Digitalisierung

Dr. Oliver Stettes

Von Dr. Oliver Stettes, Leiter des Komnpetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt, Institut der deutschen Wirtschaft

Weniger Arbeitsplätze durch die fortschreitende Digitalisierung in Unternehmen – davon ist in Deutschland bislang nichts zu spüren. In einer aktuellen Studie widerlegt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die oft zitierte These, dass es durch den digitalen Wandel flächendeckend zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommt.