Fachkräftemangel

Ausbildung: Was Ausbildungsbetriebe anbieten und sich die Zielgruppe wirklich wünscht

Felicia Ulrich
Felicia Ullrich

Besetzungsprobleme haben einen Namen: Mismatch

Zunächst die Fakten: Inzwischen besitzt gut jeder zweite Schulabgänger, gemessen an Gleichaltrigen, eine Hochschulzugangsberechtigung. Von 100 Studienberechtigten nehmen innerhalb von zwei Jahren nach ihrem Abschluss ca. 70 Prozent ein Hochschulstudium auf und rund 15 Prozent beginnen eine duale Ausbildung (vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2014; Statistisches Bundesamt 2013; Baethge et al. 2014). Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge fiel in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2013 insgesamt auf 530.700, der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung (vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung 2014).

Lumesse Jahresausblick 2015: Trends in HR

Datenanalyse und Fachkräftemangel rücken den Bewerber in den Mittelpunkt

Big Data, Social Media, Mobile und Cloud – seit einigen Jahren verändern disruptive Technologien klassische Unternehmensstrukturen und damit auch die HR-Funktion grundlegend. Auch 2015 wird weitere Herausforderungen für HR-Verantwortliche bringen, so die Ansicht von Lumesse. Europas größter Anbieter für Talent Management Software sieht fünf Trends, die im kommenden Jahr wesentlich auf HR einwirken werden:

Welcher Fachkräftemangel? Viele Chefs würden sich gerne von Mitarbeitern trennen.

Helge Weinberg
Helge Weinberg

von Helge Weinberg

Eine Pressemitteilung der Unternehmensberatung Baumann nehme ich zum Anlass, über Führung und Employer Branding zu schreiben. Hier die Meldung (in Auszügen):

“Rund 60 Prozent der Vorgesetzten in deutschen Unternehmen würden sich gern von einem Teil ihrer Mitarbeiter trennen, wenn dies rechtlich möglich wäre… 45 Prozent der Chefs würden bis zu zehn Prozent ihrer Mitarbeiter kündigen, elf Prozent würden sogar zehn bis 25 Prozent ihrer Untergebenen austauschen…

…Nicht einmal die Hälfte der Manager glauben, über die richtigen Mitarbeiter zu verfügen, um ihre Zielvorgaben zu erreichen. 52 Prozent der Befragten geben an, nur teilweise die geeignete Unterstützung zu haben.

 

Über den Tellerrand gedacht – projektwerk White Paper zum Fachkräftemangel

Daniela Chikato
Daniela Chikato

Hamburg. Nicht erst seit Erscheinen von Martin Gaedts Buch „Mythos Fachkräftemangel“ (Wiley-Verlag, Februar 2014) diskutiert Deutschland kontrovers, ob der Fachkräftemangel hausgemacht sei. Mitnichten stellen der soziodemographische Wandel und weitere Faktoren Unternehmen vor immense Herausforderungen, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Unstrittig ist auch, dass sich diese Entwicklung weiter verschärfen wird.

Was können Unternehmen tun, um sich gegen Fachkräftemangel zu wappnen?

Recruiting Experten Alexander, Sven und Otmar Baumann: Bürokratie behindert kreative Recruitingprozesse

Ausschreibungen auf der Unternehmenswebsite, Anzeigen bei der Arbeitsagentur, Online-Präsenz in regionalen und branchenspezifischen Jobbörsen, Printanzeigen sowie Kommunikation bei Facebook, Twitter, Xing und Linked In – wer auch künftig im Kampf um die besten Köpfe mithalten will, sollte die ganze Klaviatur moderner Rekrutierungsinstrumente nutzen.

Alexander, Sven und Otmar Baumann, Geschäftsführer der Jobcluster Deutschland GmbH

Alexander, Sven und Otmar Baumann, Geschäftsführer der Jobcluster Deutschland GmbH

Mythos-Fachkräftemangel-Autor Martin Gaedt: Provokateur oder Prophet?

Martin Gaedt
Martin Gaedt

„Fachkräftemangel“ ist die gesellschaftlich anerkannte Ausrede für langweiliges Recruiting. Es gibt sehr viele Mängel: Mangel an Willkommenskultur, Mangel an Lohnzahlung, Mangel an Respekt, Mangel an Unternehmenskultur, Mangel an Antworten auf Bewerbungen – 40 Prozent aller Bewerbungen bleiben unbeantwortet – und viel mehr, dass Bewerber und Mitarbeiter erfolgreich vertreibt. Nur einen Mangel an Fachkräften erkenne ich nicht. (Martin Gaedt im Interview mit Prof. Dr. Peter Wald, HTWK Leipzig).

Nachwuchssorgen: Wettbewerb um Young Professionals zwingt deutsche Unternehmen zum Strategiewechsel

  • Till Kaestner
    Till Kaestner

    LinkedIn/Bitkom-Research-Studie zeigt: Jedem zweiten Unternehmen mangelt es an Young Professionals / ITK-Bereich besonders betroffen

  • Unternehmen investieren im Wettbewerb um Berufseinsteiger vor allem in Onlinekanäle

München/Berlin. Nachwuchskräfte mit Studienabschluss und ersten Erfahrungen im Berufsleben werden knapp: Bereits jedes zweite Unternehmen beobachtet einen Mangel an diesen „Young Professionals“, bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es fast zwei Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Business-Netzwerks LinkedIn*. Besonders in den Bereichen IT und Telekommunikation, Qualitätsmanagement sowie Forschung und Entwicklung beurteilen die befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen den Markt für qualifizierten Nachwuchs als schwierig. Die Unternehmen ändern ihre Strategien für die Mitarbeitersuche und sehen sich vermehrt im Ausland nach geeigneten Kandidaten um.

Neues Tool für den Werkzeugkasten des Recruiters

Martin Gaedt
Martin Gaedt

Fachkräftemangel ist Einstellungssache. Der Mythos ebenfalls.

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Martin Gaedt ist ein Mann der klaren Worte. Auch wenn er mit seiner Meinung gegen den Mainstream schwimmt. Das bewies er einmal mehr bei einer Autorenlesung in Frankfurt am Main, die im Rahmen der Veranstaltung „Recruiting Afterwork“ stattfand. Mythos Fachkräftemangel – das hallt wie ein Weckruf durch die Medien und die Bürostuben der Recruiter des Landes. Was es mit diesem Mythos auf sich hat und was auf Deutschlands Arbeitsmarkt gewaltig schiefläuft – das sind Gaedts Herzensthemen.

CareerBuilder Umfrage: Über ein Drittel der deutschen Arbeitgeber können offene Positionen nicht besetzen

  • Oskar Ehehalt
    Oskar Ehehalt

    56% der Befragten finden den Fachkräftemangel besorgniserregend.

  • 48% sind der Meinung, dass die Qualifikationen der Bewerber nicht zu den gesuchten Profilen passen.
  • 38% benötigen mindestens 12 Wochen, um einzelne Vakanzen zu besetzen.

FRANKFURT –  Die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt stellt nicht nur Bewerber vor große Herausforderungen. Unternehmen sehen sich immer häufiger damit konfrontiert, dass Angebot und Nachfrage im Recruiting-Prozess nicht zueinander passen. CareerBuilder hat 500 deutsche Arbeitgeber aus verschiedenen Branchen zum Thema Fachkräftemangel befragt. Die überwiegende Mehrheit findet den Fachkräftemangel besorgniserregend auf Grund der negativen Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg.

Dschungelcamp für Recruiter? CeBIT manifestiert Fachkräftemangel der ITK-Branche

Gerhard Kenk Publisher Crosswater Job Guide: Jobbörsen, Karriere, Gehalt, Recruiting, Personalbeschaffung
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Noch ist es nicht soweit, dass die Meister der seichten TV-Unterhaltung Personaler als Zielgruppe und Dschungelcamp-Akteure entdeckt haben. Doch die tägliche Recruiting-Arbeit erinnert nur allzu oft an die Orientierungslosigkeit bei dem Marsch durch den Dschungel der Jobportale.Wenn die CeBIT, die größte Computermesse der Welt, ihre Pforten in Hannover öffnet, stehen nicht nur Bits und Bytes, sondern auch die fehlenden Fachkräfte der Informatik- und Telekommunikation im Mittelpunkt des Interesses. Der Branchenverband BITKOM hat die überhitzte Lage am Arbeitsmarkt für diese Berufsgruppe so thematisiert:

„The place to be“ – das HR BarCamp Berlin: Top-Themen, Eindrücke und Meinungen

Robindro Ullah
Robindro Ullah

Von Helge Weinberg

Es ist nicht das größte und prominenteste HR-Event. Das HR BarCamp hat aber das Potenzial, die innovativste und vielleicht auch exklusivste Veranstaltung für Personaler zu werden. Exklusivste Veranstaltung? Wie im letzten Jahr gab es sehr viele Interessenten, aber längst nicht alle konnten sich auf den Weg nach Berlin machen. Die 135 Tickets für die Veranstaltung am 06. und 07.März 2014 waren innerhalb weniger Minuten verkauft.

Was macht das HR BarCamp so attraktiv? Robindro Ullah (Voith) beschreibt es in seinem Blog als „place to be“, „es ist cool, dort zu sein“. Ein Grund könnte sein, dass sich hier viele der innovativsten und sicherlich auch kommunikativsten Personaler Deutschlands treffen, mit zunehmender ausländischer Beteiligung. Einige von ihnen haben wir angesprochen und nach ihren Eindrücken gefragt. Die Fragen stellte Helge Weinberg, Berater und Blogger aus Hamburg.

 

Trotz Finanzkrise: Ingenieure und IT-Spezialisten weiter stark gefragt

Armin Betz

München – Trotz aktueller konjunktureller Schwächen bleibt die Nachfrage nach Ingenieuren und IT-Experten auf hohem Niveau. Das ergab die neueste Untersuchung der Personalberatung personal total AG auf Basis von Anzeigendaten.de. Dabei wurde die Zahl der Stellenausschreibungen für IT- und Ingenieur­-Fachkräfte in den Jahren 2011 und 2012 verglichen. Ausgewertet wurden mehr als 4,5 Millionen Stellenanzeigen in rund 120 Printmedien und 23 Online-Jobbörsen.

OECD-Bericht zur Arbeitsmigration: Deutschland offen für Akademiker, Zuwanderung für Fachkräfte mit mittlerer Qualifikation schwierig

Yves Leterme

Paris/Berlin – Deutschland gehört zu den OECD-Ländern mit den geringsten Hürden für die Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte. Dennoch fällt die dauerhafte Arbeitsmigration im internationalen Vergleich gering aus. Wie aus dem OECD-Bericht “Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte: Deutschland” hervorgeht, liegt die Zahl der Arbeitsmigranten aus Ländern außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelsregion EFTA bei 25.000 pro Jahr, das sind etwa 0,02 Prozent der Bevölkerung. Australien, Dänemark, Kanada und das Vereinigte Königreich verzeichnen hingegen fünf bis zehnmal so viele beschäftigungsorientierte Zuwanderer.

XING startet Marktplatz für Freiberufler

  • Thomas Vollmoeller

    Größte Reichweite: Mehr als 600 Tsd. Freiberufler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind XING-Mitglieder

  • Schneller die richtige Auswahl treffen: Sowohl Auftraggeber als auch Dienstleister können vorab Informationen und Referenzen einholen
  • Hohe Akzeptanz in der Betaphase

Hamburg – Heute startet der Marktplatz „XING Projekte“ für Freiberufler und Auftraggeber. Auf dem neuen integrierten Portal haben Unternehmen ab sofort die Möglichkeit, schnell und bequem Fachleute für anstehende Projekte zu finden. XING Projekte ist für Freelancer kostenlos. Sie profitieren von täglich neuen Ausschreibungen, auf die sie sich unkompliziert bewerben können.

Trotz Fachkräftemangel: Noch wenige IT-Unternehmen wagen die Suche im Ausland

  • Bernd Kraft

    Umfrage zur Fachkräftesituation deutscher IT-Unternehmen im Rahmen der Partnerschaft von monster.de und CeBIT

  • Fehlen Fachkräfte, haben zunächst interne Maßnahmen Vorrang
  • Monster und CeBIT bieten gemeinsam Angebote, um die Branche im Recruiting zu unterstützen

 Hannover/Eschborn – Der Fachkräftemangel in Deutschland ist längst Realität, dies gilt umso mehr für Unternehmen im digitalen Umfeld. So geben in einer aktuellen Umfrage[i] von Monster im Rahmen der Recruiting-Partnerschaft mit der CeBIT unter kleinen, mittelständischen und großen deutschen IT-Unternehmen 20 Prozent an, dass sie in den letzten zwei Jahren schon einmal Aufträge ablehnen mussten, weil ihnen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlten oder diese bereits voll ausgelastet waren. Dabei entgingen den befragten Unternehmen im Durchschnitt Gewinne in Höhe von rund 110.000 Euro.