Fachkräftemangel

Mythos-Fachkräftemangel-Autor Martin Gaedt: Provokateur oder Prophet?

Martin Gaedt
Martin Gaedt

„Fachkräftemangel“ ist die gesellschaftlich anerkannte Ausrede für langweiliges Recruiting. Es gibt sehr viele Mängel: Mangel an Willkommenskultur, Mangel an Lohnzahlung, Mangel an Respekt, Mangel an Unternehmenskultur, Mangel an Antworten auf Bewerbungen – 40 Prozent aller Bewerbungen bleiben unbeantwortet – und viel mehr, dass Bewerber und Mitarbeiter erfolgreich vertreibt. Nur einen Mangel an Fachkräften erkenne ich nicht. (Martin Gaedt im Interview mit Prof. Dr. Peter Wald, HTWK Leipzig).

Nachwuchssorgen: Wettbewerb um Young Professionals zwingt deutsche Unternehmen zum Strategiewechsel

  • Till Kaestner
    Till Kaestner

    LinkedIn/Bitkom-Research-Studie zeigt: Jedem zweiten Unternehmen mangelt es an Young Professionals / ITK-Bereich besonders betroffen

  • Unternehmen investieren im Wettbewerb um Berufseinsteiger vor allem in Onlinekanäle

München/Berlin. Nachwuchskräfte mit Studienabschluss und ersten Erfahrungen im Berufsleben werden knapp: Bereits jedes zweite Unternehmen beobachtet einen Mangel an diesen „Young Professionals“, bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es fast zwei Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Business-Netzwerks LinkedIn*. Besonders in den Bereichen IT und Telekommunikation, Qualitätsmanagement sowie Forschung und Entwicklung beurteilen die befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen den Markt für qualifizierten Nachwuchs als schwierig. Die Unternehmen ändern ihre Strategien für die Mitarbeitersuche und sehen sich vermehrt im Ausland nach geeigneten Kandidaten um.

Neues Tool für den Werkzeugkasten des Recruiters

Martin Gaedt
Martin Gaedt

Fachkräftemangel ist Einstellungssache. Der Mythos ebenfalls.

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Martin Gaedt ist ein Mann der klaren Worte. Auch wenn er mit seiner Meinung gegen den Mainstream schwimmt. Das bewies er einmal mehr bei einer Autorenlesung in Frankfurt am Main, die im Rahmen der Veranstaltung „Recruiting Afterwork“ stattfand. Mythos Fachkräftemangel – das hallt wie ein Weckruf durch die Medien und die Bürostuben der Recruiter des Landes. Was es mit diesem Mythos auf sich hat und was auf Deutschlands Arbeitsmarkt gewaltig schiefläuft – das sind Gaedts Herzensthemen.

CareerBuilder Umfrage: Über ein Drittel der deutschen Arbeitgeber können offene Positionen nicht besetzen

  • Oskar Ehehalt
    Oskar Ehehalt

    56% der Befragten finden den Fachkräftemangel besorgniserregend.

  • 48% sind der Meinung, dass die Qualifikationen der Bewerber nicht zu den gesuchten Profilen passen.
  • 38% benötigen mindestens 12 Wochen, um einzelne Vakanzen zu besetzen.

FRANKFURT –  Die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt stellt nicht nur Bewerber vor große Herausforderungen. Unternehmen sehen sich immer häufiger damit konfrontiert, dass Angebot und Nachfrage im Recruiting-Prozess nicht zueinander passen. CareerBuilder hat 500 deutsche Arbeitgeber aus verschiedenen Branchen zum Thema Fachkräftemangel befragt. Die überwiegende Mehrheit findet den Fachkräftemangel besorgniserregend auf Grund der negativen Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg.

Dschungelcamp für Recruiter? CeBIT manifestiert Fachkräftemangel der ITK-Branche

Gerhard Kenk Publisher Crosswater Job Guide: Jobbörsen, Karriere, Gehalt, Recruiting, Personalbeschaffung
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Noch ist es nicht soweit, dass die Meister der seichten TV-Unterhaltung Personaler als Zielgruppe und Dschungelcamp-Akteure entdeckt haben. Doch die tägliche Recruiting-Arbeit erinnert nur allzu oft an die Orientierungslosigkeit bei dem Marsch durch den Dschungel der Jobportale.Wenn die CeBIT, die größte Computermesse der Welt, ihre Pforten in Hannover öffnet, stehen nicht nur Bits und Bytes, sondern auch die fehlenden Fachkräfte der Informatik- und Telekommunikation im Mittelpunkt des Interesses. Der Branchenverband BITKOM hat die überhitzte Lage am Arbeitsmarkt für diese Berufsgruppe so thematisiert:

„The place to be“ – das HR BarCamp Berlin: Top-Themen, Eindrücke und Meinungen

Robindro Ullah
Robindro Ullah

Von Helge Weinberg

Es ist nicht das größte und prominenteste HR-Event. Das HR BarCamp hat aber das Potenzial, die innovativste und vielleicht auch exklusivste Veranstaltung für Personaler zu werden. Exklusivste Veranstaltung? Wie im letzten Jahr gab es sehr viele Interessenten, aber längst nicht alle konnten sich auf den Weg nach Berlin machen. Die 135 Tickets für die Veranstaltung am 06. und 07.März 2014 waren innerhalb weniger Minuten verkauft.

Was macht das HR BarCamp so attraktiv? Robindro Ullah (Voith) beschreibt es in seinem Blog als „place to be“, „es ist cool, dort zu sein“. Ein Grund könnte sein, dass sich hier viele der innovativsten und sicherlich auch kommunikativsten Personaler Deutschlands treffen, mit zunehmender ausländischer Beteiligung. Einige von ihnen haben wir angesprochen und nach ihren Eindrücken gefragt. Die Fragen stellte Helge Weinberg, Berater und Blogger aus Hamburg.

 

Trotz Finanzkrise: Ingenieure und IT-Spezialisten weiter stark gefragt

Armin Betz

München – Trotz aktueller konjunktureller Schwächen bleibt die Nachfrage nach Ingenieuren und IT-Experten auf hohem Niveau. Das ergab die neueste Untersuchung der Personalberatung personal total AG auf Basis von Anzeigendaten.de. Dabei wurde die Zahl der Stellenausschreibungen für IT- und Ingenieur­-Fachkräfte in den Jahren 2011 und 2012 verglichen. Ausgewertet wurden mehr als 4,5 Millionen Stellenanzeigen in rund 120 Printmedien und 23 Online-Jobbörsen.

OECD-Bericht zur Arbeitsmigration: Deutschland offen für Akademiker, Zuwanderung für Fachkräfte mit mittlerer Qualifikation schwierig

Yves Leterme

Paris/Berlin – Deutschland gehört zu den OECD-Ländern mit den geringsten Hürden für die Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte. Dennoch fällt die dauerhafte Arbeitsmigration im internationalen Vergleich gering aus. Wie aus dem OECD-Bericht “Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte: Deutschland” hervorgeht, liegt die Zahl der Arbeitsmigranten aus Ländern außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelsregion EFTA bei 25.000 pro Jahr, das sind etwa 0,02 Prozent der Bevölkerung. Australien, Dänemark, Kanada und das Vereinigte Königreich verzeichnen hingegen fünf bis zehnmal so viele beschäftigungsorientierte Zuwanderer.

XING startet Marktplatz für Freiberufler

  • Thomas Vollmoeller

    Größte Reichweite: Mehr als 600 Tsd. Freiberufler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind XING-Mitglieder

  • Schneller die richtige Auswahl treffen: Sowohl Auftraggeber als auch Dienstleister können vorab Informationen und Referenzen einholen
  • Hohe Akzeptanz in der Betaphase

Hamburg – Heute startet der Marktplatz „XING Projekte“ für Freiberufler und Auftraggeber. Auf dem neuen integrierten Portal haben Unternehmen ab sofort die Möglichkeit, schnell und bequem Fachleute für anstehende Projekte zu finden. XING Projekte ist für Freelancer kostenlos. Sie profitieren von täglich neuen Ausschreibungen, auf die sie sich unkompliziert bewerben können.

Trotz Fachkräftemangel: Noch wenige IT-Unternehmen wagen die Suche im Ausland

  • Bernd Kraft

    Umfrage zur Fachkräftesituation deutscher IT-Unternehmen im Rahmen der Partnerschaft von monster.de und CeBIT

  • Fehlen Fachkräfte, haben zunächst interne Maßnahmen Vorrang
  • Monster und CeBIT bieten gemeinsam Angebote, um die Branche im Recruiting zu unterstützen

 Hannover/Eschborn – Der Fachkräftemangel in Deutschland ist längst Realität, dies gilt umso mehr für Unternehmen im digitalen Umfeld. So geben in einer aktuellen Umfrage[i] von Monster im Rahmen der Recruiting-Partnerschaft mit der CeBIT unter kleinen, mittelständischen und großen deutschen IT-Unternehmen 20 Prozent an, dass sie in den letzten zwei Jahren schon einmal Aufträge ablehnen mussten, weil ihnen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlten oder diese bereits voll ausgelastet waren. Dabei entgingen den befragten Unternehmen im Durchschnitt Gewinne in Höhe von rund 110.000 Euro.

Mittelstand muss Aufträge wegen Fachkräftemangels ablehnen

BVMW und monster.de zeigen Wege gegen den Mangel auf

Mario Ohoven

Berlin – „Der Mittelstand leidet trotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zunehmend unter Fachkräftemangel. Fast jedes dritte Unternehmen musste aus diesem Grund bereits Aufträge ablehnen. Hier ist vor allem die Politik gefordert. Sie muss die steuerlichen Rahmenbedingungen für die betriebliche Aus- und Weiterbildung verbessern und die Vermittlung qualifizierter Arbeitskräfte optimieren.“ Dies erklärte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, zur heutigen Beratung des Jahreswirtschaftsberichts 2013 der Bundesregierung im Bundestag.

Aktuelle Analyse: Fachkräftemangel verstärkt sich

Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit

Leiden deutsche Betriebe unter Fachkräftemangel oder nicht: die Diskussion darüber ist kontrovers. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) analysiert regelmäßig anhand vorliegender Daten und Informationen die Situation. Das Ergebnis der aktuellen Analyse bestätigt die bisherige Grundtendenz.

IT-Mittelstand sucht Software-Entwickler

  • Heinz-Paul Bonn, BITKOM

    80 % der unbesetzten Stellen bei ITK-Anbietern im Mittelstand

  • Jedes vierte Unternehmen sucht mehr als fünf IT-Spezialisten
  • Experten für Cloud Computing, Apps und Social Media begehrt

Berlin. Mittelständische Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation sind überproportional vom derzeitigen Fachkräftemangel betroffen. Mit rund 14.500 offenen IT-Stellen entfallen rund 80 Prozent aller unbesetzten Stellen in der ITK-Branche auf diese Firmen mit einem Jahresumsatz zwischen 1 und 50 Millionen Euro, deren Bekanntheitsgrad deutlich geringer ist als der von Großunternehmen. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Hightech-Verbands BITKOM. „Wer nach Studium oder Ausbildung auf der Suche nach einer Stelle in der IT-Branche ist, hat im Mittelstand beste Chancen“, sagt BITKOM-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn. Insgesamt fehlen in Deutschland 43.000 IT-Experten, davon 18.000 in der ITK-Branche selbst und 25.000 in Unternehmen aller anderen Branchen.

Topherausforderung für Führungskräfte: Unternehmenskultur nachhaltig fördern: HR-Report 2012/2013

Prof.Dr.Jutta Rump, FH Ludwigshafen
Prof.Dr.Jutta Rump, FH Ludwigshafen

Ludwigshafen. Der demografische Wandel zeigt Wirkung: Führungskräfte machen die Förderung einer nachhaltigen Unternehmenskultur zu ihrem wichtigsten HR-Thema, direkt gefolgt von der Mitarbeiterbindung. Durch ein gutes Betriebsklima werden Mitarbeiter im Zuge des zunehmenden Fachkräftemangels am ehesten gehalten. Dies ist das Ergebnis des neuen HR-Reports 2012/2013 des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) und der Hays AG.

Der Großteil der Betriebe kann seinen Fachkräftebedarf decken

Dr. Ute Leber, IAB
Dr. Ute Leber, IAB

Der Großteil der Betriebe konnte seinen Fachkräftebedarf auch 2011 vollständig decken, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Studie beruht auf dem IAB-Betriebspanel, einer jährlich durchgeführten repräsentativen Befragung von 16.000 Betrieben. Viele Betriebe reagieren aber bereits auf die drohende Verschärfung der Fachkräfteengpässe durch den demografischen Wandel.