Fachkräftemangel

Begrüßungsgeld für Fachkräfte aus dem Ausland als Ohrfeige für die deutsche Wirtschaft – Brüderle-Plan lässt deutsche Arbeitnehmer draußen

Unternehmer in Aufruhr: Was ist mit der Förderung im eigenen Land?

Rainer Brüderle
Rainer Brüderle

Gevelsberg. Deutschland leidet unter einem Fachkräftemangel in den verschiedenen Industriezweigen. Allein 60.000 Ingenieure sind gesucht, und auch im produzierenden Gewerbe fehlt es an Know-how bei den Bewerbern. Für den Gevelsberger Präzisions-Zerspaner BüMi stellt ein Begrüßungsgeld für Fachkräfte aus dem Ausland eine Ohrfeige für die deutsche Wirtschaft dar: „Wir als Unternehmen geben uns alle Mühe, auf eigene Faust unsere Mitarbeiter fortzubilden und damit den Menschen wie auch der Firma eine Perspektive zu geben“, so der BüMi-Geschäftsführer Frank Mittag. Seit über 80 Jahren ist das Unternehmen in Deutschland heimisch und Spezialzulieferer für bekannte Firmen wie Komatsu, Siemens oder Terex-Demag. Viele der Probleme seien hausgemacht, erklärt der erfahrene Unternehmer seine Perspektive.

Karrierebilanz Deutschland: Home, sweet home?

Dr. Christian Göttsch, Geschäftsführer, experteer GmbH
Dr. Christian Göttsch, Geschäftsführer, experteer GmbH

Internationale Studie des Karrieredienstes Experteer zeigt: 93 Prozent der Führungskräfte in Deutschland bleiben bei einem Stellenwechsel im Land

München – Die Auswanderungsquote der Führungskräfte in Deutschland ist gering. Lediglich sieben Prozent wagten im letzten Jahr den Schritt ins Ausland für die Karriere. Das Verhältnis des Netto-Talente-Import ist im Vergleich zum Netto-Talente-Export relativ ausgeglichen. Die Gruppe der nach Deutschland zuziehenden Spitzenkräfte war nur um sechs Prozent größer, als die der Auswanderer. Dies besagt eine internationale Studie des Karrieredienstes Experteer ( www.experteer.de ) in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut OMIS Research, bei der das Migrationsverhalten von mehr als 20.800 Führungskräften während eines Jahres anonym ausgewertet wurde.*

War for Talents im Jungakademiker-Segment

Prof.Dr.Werner G. Faix
Prof.Dr.Werner G. Faix

Der Arbeitsmarkt erholt sich und der Kampf um die besten Köpfe geht in die nächste Runde. Es wird wieder ein Einbruch der Bewerberzahlen erwartet. In manchen Bereichen hatten Unternehmen sogar vor der Wirtschaftskrise einen Rückgang von bis zu 75% an eingehenden Bewerbungen vermeldet. Dieser Fachkräftemangel hat zur Folge, dass er sich negativ auf Innovationen und damit auf Wachstum und auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Hightech-Branche begrüßt Initiative zur Zuwanderung – Aktuelle Gesetzeslage noch zu restriktiv

Rainer Brüderle
Rainer Brüderle

Berlin.  Der Hightech-Verband BITKOM hat die geplante Initiative der Bundesregierung zur erleichterten Zuwanderung ausländischer Experten begrüßt.  „Die derzeit gültigen Gesetze sind für den Zuzug von Hochqualifizierten immer noch zu restriktiv. Die Senkung der Einkommensgrenzen ist ein wichtiger Schritt. Zudem sollte die bürokratisch aufwändige Vorrangprüfung entfallen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Wichtig sei außerdem, dass auch die Ehepartner automatisch eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung in Deutschland erhielten.

Alles Einstellungssache: 9. September 2010 in Köln: 1. Non-Profit-Forum zum Thema „Employer Branding“ in sozialen Unternehmen

Carsten Fuchs
Carsten Fuchs

Der Begriff „Fachkräftemangel“ kursiert schon seit Langem in der Arbeitswelt. Viele Branchen suchen bereits händeringend nach geeigneten Mitarbeitern. Aber gilt diese Situation auch für Sozialunternehmen? Inzwischen gibt es erste Non-Profit-Organisationen (NPO), die auf der Suche nach spezialisierten Fach- und Führungskräften, wie Sozialmanagern, Fundraisern oder Betriebswirten für NPOs, sind. Bei der effizienten Rekrutierung dieses Fachpersonals hinken aber viele Sozialunternehmen dem allgemeinen Trend des „Employer Branding“, der Bildung einer Arbeitgebermarke für potenzielle Arbeitnehmer, anderen Branchen deutlich hinterher.

10 Jahre Greencard für IT-Experten – 10 Jahre Expertenmangel in der ITK-Industrie

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM

Berlin.  Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Greencard zieht der Hightech-Verband BITKOM eine positive Bilanz der Zuwanderungsregelung. Am 1. August 2000 wurden die ersten Arbeitsgenehmigungen für ausländische IT-Experten vergeben. Damit reagierte die damalige Bundesregierung auf den großen Mangel an IT-Spezialisten. Seitdem sind rund 33.000 IT-Experten auf diesem Weg nach Deutschland gekommen. „Die Greencard hat eine wichtige Debatte über Zuwanderung angestoßen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die derzeit gültigen Gesetze sind für den Zuzug von Hochqualifizierten aber immer noch zu restriktiv.“

Employer Branding als Instrument der Personalgewinnung – Kontakte zu künftigen Arbeitgebern geknüpft

Steffen Schoch
Steffen Schoch

Sich als Arbeitgebermarke zu präsentieren, steigert die Chancen, erfolgreich Fach- und Führungskräften zu gewinnen. Das haben jetzt Unternehmen aus der Region beim Besuch von 25 Studierenden der GSO Hochschule Nürnberg erfahren. Auf Einladung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH haben die Studenten aus dem Studiengang Maschinenbau sechs Weltmarktführer in der Region kennen gelernt. Fünf davon waren für die Studenten vorher weitgehend unbekannt. Die Mehrzahl der Hochschulstudenten kann sich nun vorstellen, später bei einem der Unternehmen zu arbeiten.

Auswandern trotz Krise: Kampf um die weltweit besten Köpfe

Internationale Studie des Karrieredienstes Experteer zeigt: 17 Prozent der Spitzenkräfte haben im letzten Jahr den Schritt ins Ausland gewagt

Dr. Christian Göttsch, experteer
Dr. Christian Göttsch, experteer

München. Der „War for Talent“ ist international: im Schnitt wanderte rund ein Fünftel der Führungskräfte aus – trotz erhöhten Risikos durch die Finanzkrise. Vor allem das mittlere Management nimmt Angebote im Ausland wahr: Europaweit sind gut 40 Prozent der Auswanderer Fachkräfte oder Projektleiter. Je nach Land sind unterschiedliche Branchen gefragt. Dies sind die Ergebnisse einer internationalen Studie des Karrieredienstes Experteer ( www.experteer.de ) mit dem Marktforschungsinstitut OMIS Research, bei der das Migrationsverhalten von mehr als 20.800 Spitzenkräften während eines Jahres anonym ausgewertet wurde*.

Kienbaum-Studie zur Vergütung von Ingenieuren 2010: Gehälter von Ingenieuren steigen langsamer

Christian Näser, Kienbaum
Christian Näser, Kienbaum

Gummersbach. Die Gehälter der Ingenieure in Deutschland steigen langsamer als in den Vorjahren: Nachdem sie von 2008 auf 2009 noch um
2,7 Prozent erhöht wurden, haben die Unternehmen von 2009 auf 2010 die Grundgehälter der Ingenieure um durchschnittlich 1,8 Prozent angehoben. Für das laufende Jahr werden Gehaltserhöhungen von 1,5 Prozent prognostiziert. Dadurch sind auch ihre Jahresgesamtbezüge leicht gestiegen. Das ergab eine Studie der Managementberatung Kienbaum zur Vergütung von Ingenieuren in Führungs- und Fachpositionen.

Karriere Compliance-Experten: Mehr als die Hälfte der Führungskräfte fürchtet finanzielle Risiken

Bernd Michael Lindner
Bernd Michael Lindner

Hamburg. Hohe dreistellige Millionenstrafen, wie sie auch Dax-Konzerne im Zuge von Korruptionsaffären und Kartellverfahren zahlen mussten, haben die deutsche Wirtschaft nachhaltig wachgerüttelt. 54 Prozent der Compliance-Verantwortlichen geht es daher vor allem darum, ihr Unternehmen vor finanziellen Risiken zu schützen. Die Furcht vor empfindlichen Strafzahlungen und ausbleibenden Aufträgen rangiert dabei noch vor der Angst um den guten Ruf an sich. Das sind Ergebnisse der Potenzialanalyse Compliance von Steria Mummert Consulting.