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Stellenanzeigen mit Sternchen

Aktuelle KÖNIGSTEINER-Studie: Bereits mehr als die Hälfte der jungen Bewerber*innen wünscht sich eine gendergerechte Sprache in Stellenanzeigen

Mai 2021. In vielen Unternehmen wird derzeit über geschlechterneutrale Sprache diskutiert. Was die Personalsuche betrifft wünscht sich ein großer Teil der Bewerber*innen mittlerweile eine solche gendergerechte Ausdrucksweise. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der KÖNIGSTEINER Gruppe, für die deutschlandweit 1.059 Teilnehmende befragt wurden. Demnach wünschen sich 38% aller Jobsuchenden, dass in Stellenanzeigen gegendert wird. Besonders hoch ist der Anteil der Befürworter*innen bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren. Hier spricht sich mehr als die Hälfte (51%) für diesen sprachlichen Duktus aus. Stark abfallend ist die Zustimmung allerdings in höheren Altersklassen. So tendieren gerade einmal ein Viertel der Befragten ab 40 Jahren zu Formulierungen mit dem Gendersternchen.    „Im Wettbewerb um die besten Talente sollte sich die Ansprache der Bewerbenden immer an der Zielgruppe orientieren. Dazu gehört eben auch, dass sich Arbeitgeber mit der aktuellen Diskussion um geschlechterneutrale Sprache im Recruiting auseinandersetzen sollten, um eine individuelle Haltung dazu zu entwickeln“, so Nils Wagener, Geschäftsführer der KÖNIGSTEINER Gruppe, die Ergebnisse der Studie.  


Nils Wagener


Nur ein Drittel der Männer wünscht sich gegenderte Ansprache in Jobanzeigen Nur leicht überdurchschnittlich hoch ist der Wunsch der Frauen nach gendergerechter Sprache in Stellenanzeigen. 42% von ihnen wünschen sich eine solche Ansprache, wenn sie auf Jobsuche sind. Im Vergleich: Nur ein Drittel der befragten Männer sehen das auch so. Etwas größer ist der Unterschied zwischen Bewerber*innen mit und ohne akademischen Hintergrund. Gemäß der Studienergebnisse sprachen sich 47% der Akademiker*innen und 39% der Nichtakademiker*innen für geschlechterneutrale Formulierungen in Stellenanzeigen aus.    Die Diskussion über gendergerechte Sprache in der internen und externen Kommunikation von Unternehmen hatte erst kürzlich Fahrt aufgenommen, als der Automobilbauer Audi unter dem Motto „Vorsprung beginnt im Kopf“ einen Leitfaden für geschlechterneutrale Sprache für seine Mitarbeiter erstellt hatte.   
Über die Studie Im Auftrag der KÖNIGSTEINER Gruppe befragte das Kölner Marktforschungsunternehmen respondi bundesweit 1.059 berufstätige Arbeitnehmer*innen in allen Altersstufen, die sich in den letzten 12 Monaten in einem Bewerbungsprozess befanden. Dabei wurden je zur Hälfte Akademiker*innen und Nichtakademiker*innen befragt. Der Befragungszeitraum lag im April 2021.  
Über KÖNIGSTEINER  Bereits seit 1967 steht die KÖNIGSTEINER Gruppe für ganzheitliche HR-Beratung und ist einer der Pioniere für Personalmarketing. Mit seinen Kreativ- und Digital-Sparten hat das Unternehmen längst den Schritt zu einer digitalen HR-Beratung für erfolgreiche Personalsuche vollzogen. Ausgehend von sechs Unternehmensstandorten deckt die KÖNIGSTEINER Gruppe die gesamte Palette des Personalmarketings ab, von der klassischen Annonce bis hin zu nachhaltigen Employer-Branding-Konzepten und Programmatic-Marketing-Kampagnen. Als einer der wenigen großen Personalmarketing-Agenturen verfolgt die KÖNIGSTEINER Gruppe den digitalen Erfolgsweg und erreicht mit „Data Driven Recruiting“ und modernen Performance-Onlinemarketing-Methoden nahezu alle potenziellen Kandidat*innen, die sie im Anschluss mit suchenden Unternehmen zusammenbringt.

Unternehmen erwarten gravierende Veränderungen durch KI

  • Acht von zehn rechnen mit spürbaren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft in spätestens zehn Jahren
  • Drei Viertel sehen sich bei der Technologie selbst aber noch als Nachzügler

Künstliche Intelligenz wird Wirtschaft und Gesellschaft spürbar verändern – und das bereits in der nahen Zukunft. Acht von zehn (79 Prozent) Unternehmen in Deutschland erwarten dies spätestens bis 2030. Jedes elfte (9 Prozent) rechnet damit sogar schon im kommenden Jahr, jedes fünfte (22 Prozent) in zwei bis fünf und jedes dritte (33 Prozent) in sechs bis zehn Jahren. 15 Prozent meinen sogar, dass KI dies bereits tut, umgekehrt erwarten nur 17 Prozent vor Ablauf von zehn Jahren Auswirkungen. Aber kein Unternehmen (0 Prozent) geht davon aus, dass KI an Wirtschaft und Gesellschaft spurlos vorbeigehen wird.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Künstliche Intelligenz ist eine Basistechnologie, die uns überall in unserem Alltag, aber auch in der Industrie oder in der Wissenschaft jetzt schon begegnet und künftig noch viel häufiger begegnen wird. KI-Anwendungen unterstützen den Menschen, indem sie ihn vor Fehlern bewahren oder bei Aufgaben assistieren, wie der Qualitätskontrolle in der Industrie oder der Prüfung von Röntgenbildern in der Medizin“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „KI bietet riesige Chancen. Diese Chancen sollten wir uns nicht durch ein Übermaß an Sonderregulierung verstellen, vielmehr müssen die in den jeweiligen Lebensbereichen geltenden Gesetze und Regeln auch für KI-Lösungen konsequent angewandt werden.“

Laut Bitkom müsse die Politik nun klug und mit Augenmaß handeln, damit die deutsche Wirtschaft bei der Zukunftstechnologie KI nicht ins Hintertreffen gerät. Schon jetzt sieht sich mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen eindeutig als Nachzügler bei der Künstlichen Intelligenz, weitere 22 Prozent halten sich eher für Nachzügler. Demgegenüber sagen nur 16 Prozent, sie seien eher KI-Vorreiter, und gerade einmal 5 Prozent sehen sich klar vorne.

Weitere Ergebnisse zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der deutschen Wirtschaft stehen hier zum Download bereit: www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Kuenstliche-Intelligenz-kommt-in-Unternehmen-allmaehlich-voran

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland von Februar bis Ende März 2021 telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Wann wird Künstliche Intelligenz die Gesellschaft spürbar verändern, egal ob positiv oder negativ?“ und „Wo steht Ihr Unternehmen generell beim Thema Künstliche Intelligenz?“

Hamburg ist die Hauptstadt der IT-Profis

  • Bundesländer-Ranking: Wo die meisten IT-Expertinnen und -Experten arbeiten
  • Stadtstaaten haben höchste Informatiker-Quote, absolut liegen Bayern und Nordrhein-Westfalen vorn

Berlin, 7. Mai 2021
Hamburg ist das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialistinnen und Spezialisten. Im hanseatischen Stadtstaat arbeiten 4,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker oder in anderen IT-Berufen. Das ist ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und bedeutet im Bundesländer-Ranking unverändert den Spitzenplatz. Dahinter rangieren Berlin (3,7 Prozent, +0,2 Punkte) und Hessen (3,4 Prozent, +0,1), Baden-Württemberg hat aufgeschlossen (3,4 Prozent, +0,2 Punkte). Es folgen Bayern (3,2 Prozent, +0,1) und Bremen (3,0 Prozent, +0,2), die allesamt über dem Bundesdurchschnitt (2,7 Prozent, +0,1) liegen. Abgeschlagen auf den letzten Plätzen finden sich Brandenburg (1,1 Prozent, +0,1), Sachsen-Anhalt (1,0 Prozent, unverändert) und Mecklenburg-Vorpommern (1,0 Prozent, +0,1). Das teilt der Digitalverband Bitkom mit. „IT-Berufe gewinnen immer mehr an Bedeutung. Auf 100.000 Beschäftigte kommen bereits 2.700 IT-Fachkräfte und ihr Anteil wird weiter steigen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung einen kräftigen Schub verliehen. In der Digitalbranche ist das Geschäftsklima so gut wie seit 30 Monaten nicht mehr. Viele Unternehmen suchen händeringend nach IT-Profis. Branchenübergreifend sind 86.000 Stellen vakant, und wenn der Nachwuchs nicht fehlen würde, könnte die Job-Bilanz weitaus positiver ausfallen.“

Bundesweit gibt es 897.215 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Informatik- und anderen ITK-Berufen, das sind knapp 41.110 mehr als im Vorjahr (+4,8 Prozent). Mit 434.393 ist knapp die Hälfte in IT- und Telekommunikationsunternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen. Absolut gesehen gibt es die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Berufen in Bayern (183.458), wo ein Fünftel (20 Prozent) der deutschen IT-Fachkräfte arbeitet. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (181.613), gefolgt von Baden-Württemberg (159.054). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es dagegen nur knapp 5.720 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in IT-Berufen.

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Hinweis zur Methodik: Basis der Angaben sind Daten der Bundesagentur für Arbeit zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland zum Stichtag 30.06.2020. Für Angaben zu IT-Experten beziehungsweise Informatikern wurde die Berufsgruppe 43 ausgewertet.

Geschäftsklima in der Digitalbranche kräftig im Aufschwung

Stimmung bei Unternehmen der IT und Telekommunikation erreicht höchsten Stand seit November 2018

Bitkom-ifo-Digitalindex steigt im April auf 31,7 Punkte

Berlin, 4. Mai 2021
Das Geschäftsklima in der Digitalbranche verbessert sich weiter und erreicht den höchsten Stand seit 30 Monaten. Ähnlich positiv gestimmt zeigte sich die Branche zuletzt im November 2018. Im April stieg der Index für die aktuelle Geschäftslage um 5,6 auf 38,1 Punkte. Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate verbessern sich um 4,6 auf 25,5 Punkte. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, stieg im Vergleich zum Vormonat deutlich um 5,0 auf 31,7 Punkte. Er liegt damit höher als vor Beginn der Corona-Pandemie. „In der Digitalbranche laufen die Geschäfte so gut wie lange nicht mehr. Die beschleunigte Impfkampagne und die Aussicht auf eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft stimmt die Unternehmen auch für den weiteren Jahresverlauf sehr zuversichtlich“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Bitkom-Branche zeigt sich resistent gegenüber kurzfristigen Konjunkturrückschlägen, wie sie viele andere Branchen in der Corona-Krise mehrfach erleben mussten. Die Pandemie schiebt die Digitalisierung in allen Bereichen an und sobald sich andere Wirtschaftszweige erholen, erwarten wir zusätzlichen Schwung bei den Investitionen.“

Digitalbranche plant Einstellungen und rechnet mit leicht fallenden Preisen

Angesichts des positiven Geschäftsklimas suchen die Unternehmen verstärkt nach Arbeitskräften. Die Beschäftigungsentwicklung verspricht eine ähnliche Dynamik wie die Umsätze: Die entsprechenden Erwartungen legten deutlich zu, um 6,0 auf 23,3 Punkte. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen will. „Nach unten wird es lediglich bei den Preisen gehen, und das ist gut für die Kunden“, sagt Berg. Der Preisindex gab gegenüber dem Vormonat leicht um 1,3 auf 13,2 Punkte nach.

In der Gesamtwirtschaft blieb die Stimmung gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Das ifo Geschäftsklima legte leicht um 0,3 auf 11,5 Punkte zu. Die Geschäftslage verbesserte sich um 2,3 auf 14,4 Punkte. Die Erwartungen gingen um 1,6 Punkte zurück, liegen mit 8,7 Punkten aber weiterhin im positiven Bereich.

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Hinweis zur Methodik: Der Digitalindex basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo (saisonbereinigt) dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten. Befragungszeitraum war vom 6. bis 23. April 2021.

Praktikum trotzt Corona 11. Future Talents Report veröffentlicht: Deutschlands größte Praktikant:innen-Studie analysiert, wie der Fachkräfte-Nachwuchs Berufserfahrung im Krisenjahr sammelte

Berlin, März 2021. Corona hat auch das Praktikum in Deutschland nachhaltig verändert und vom Unternehmen ins Homeoffice getragen. Allerdings ändert dieser Ortswechsel nichts an der Qualität der Arbeitsverhältnisse, so jedenfalls die Erfahrung der Nachwuchstalente, die 2020 verpflichtende oder freiwillige Praktika absolvierten. Das ist eines der Ergebnisse der 11. Ausgabe des „Future Talents Reports“ der Unternehmensberatung CLEVIS, der seit Jahren als die größte Studie ihrer Art traditionell im ersten Quartal der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Demnach stieg der Prozentsatz der von zu Hause arbeitenden Praktikant:innen in den letzten zwölf Monaten von 27% auf 63%. Den höchsten Homeoffice Anteil verzeichneten dabei Arbeitgeber aus der Chemie-, der E-Technik sowie der IT-Branche mit jeweils über 80%. Am geringsten war er in der Öffentlichen Verwaltung (18%) sowie im Baugewerbe (30%). Trotz der Tatsache, dass sie vorwiegend fern vom Unternehmensstandort Berufserfahrung sammelten, zeigten sich die Future Talents ausgesprochen zufrieden mit ihrem Arbeitsverhältnis, der Betreuung durch ihre Führungskräfte sowie der Feedbackkultur. 84% aller Befragten waren mit ihrem Praktikum zufrieden und weitere 82% gaben an, es weiterempfehlen zu können. Zudem bewerteten sie die Arbeitgeberqualität ihres Unternehmens auf einer Skala von 1 (schwach) bis 5 (sehr gut) mit einer 4,1. Für die CLEVIS-Studie wurden insgesamt 3.199 Nachwuchskräfte befragt, die im letzten Jahr ein Praktikum absolvierten.    Insgesamt sank die Zahl der angebotenen Praktika in Deutschland auf Online-Jobbörsen wie StepStone seit März 2020 bis Ende des Jahres um 13%. Die meisten Future Talents kamen dabei noch aus den Branchen IT & Internet, Konsumgüter sowie den Maschinen- und Anlagenbau. Den geringsten Anteil verzeichneten indes die Immobilienbranche sowie die Gastronomie, die während der Krise aber auch nur sehr eingeschränkt tätig war und schon alleine deswegen keine starke Anlaufstelle für Praktikant:innen sein konnte.    „Der erhöhte Anteil an Praktikant:innen im Homeoffice ist sicherlich keine große Überraschung, da das 2020 in vielen Berufsfeldern der Fall war. Nicht ganz zu erwarten war dagegen, dass dieser Einschnitt offenbar nicht zum Qualitätsverlust geführt hat. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Future Talents auch von zu Hause aus die Möglichkeit nutzen, ihre Arbeit flexibel und im Sinne ihre persönlichen Ambitionen einträglich zu gestalten. Das wird einen großen Einfluss auf die Zukunft von Praktika haben. Es spricht auch in Zukunft viel für diese Praxis, auf die sich Arbeitgeber einstellen sollten“, so Studienleiterin Kristina Bierer zu den Ergebnissen.  
Die Kommunikationshürde zwischen Arbeitgeber und Nachwuchskräften passt
Trotz der beschriebenen stark zugenommenen räumlichen Entfernung zum Arbeitsplatz im Unternehmen, bewerten die Studienteilnehmer:innen vor allem die Kommunikation ihrer Arbeitgeber besonders positiv – besser sogar als im letzten Jahr. So stieg der diesbezügliche Index-Wert (Skala 1-5) von 3,7 auf 3,9. Fast drei Viertel der Teilnehmer:innen gaben an, dass Aufgabenstellungen klar und deutlich formuliert wurden. Auffallend gut bewerten die Befragten auch ihre Führungskräfte, denen sie im Schnitt die Schulnote gut vergeben und deren Feedbackkultur sie auf der 1 bis 5er-Index-Skala mit einer 4,1 bewerten. Satte 91% sehen ihre Führungskräfte am genau richtigen Ort und würden sie selbst einstellen, wenn sie vor der Entscheidung stünden. Die Kommunikation innerhalb der Teams funktionierte offenbar sogar noch besser, wie die hohe Bewertung von 4,3 (vergangenes Jahr 4,1) nahelegt.   
Onboarding verändert sich: Soziale Interaktion wird reduziert und Welcome-Pakete gewinnen an Beliebtheit
Eine weitere Veränderung ergab sich für die Future Talents im sogenannten Onboarding, also dem Beginn ihres Arbeitsverhältnisses. Immerhin führten noch nahezu alle Unternehmen (95%) ein solches für ihre Praktikant:innen durch, ob nun im Homeoffice oder im Unternehmen selbst. Allerdings lief diese inhaltlich anders ab als in der Vergangenheit: So fiel der Anteil derer, die eine klassische Einarbeitung erhielten von 75% auf 68% zurück. Auch eine Vorstellungsrunde im Unternehmen genossen nur noch 61% der Future Talents, während vorher sieben von zehn Praktikant:innen eine solche durchliefen. Dagegen stieg der Anteil derer, die ein Willkommenspaket von ihrem Arbeitgeber erhielten von 28% auf 31%.  
Gehaltsniveau steigt leicht an, Zufriedenheit damit ist allerdings leicht rückläufig
Das durchschnittliche Gehalt von Nachwuchstalenten ist im Vergleich zum vergangenen Jahr, wie auch in den Jahren zuvor, leicht angestiegen. Aktuell beträgt es für Praktikanten im Durchschnitt 1.099 Euro, für Praktikantinnen dagegen nur 1039 Euro. Im letzten Jahr lag das Gehalt für die Future Talents im Durchschnitt bei 1.053 EUR und 2019 bei 1.028 EUR. Mit diesem Lohnniveau zeigen sich die Studienteilnehmer:innen aber nicht mehr ganz so zufrieden wie noch im vergangenen Jahr. Der Zufriedenheitsindex sank von einem Wert von 4,5 auf 3,9.   
Über die Studie
Für den „Future Talents Report“ wurden im Zeitraum von Juli bis Dezember 2020. 3.199 Teilnehmer:innen befragt, die einen Fragebogen von 79 Fragen rund um ihre Praktikumserfahrung beantworteten. Dabei ging es um die Merkmale des jeweiligen Arbeitsverhältnisses, die Arbeitgeberqualität, das Markenimage, der Karriereorientierung, die Arbeitgeberbindung, der Führungseinschätzung sowie um demografische Daten. Von den Befragten waren 58% Pflichtpraktikant:innen sowie 42% freiwillige. Das durchschnittliche Arbeitsverhältnis betrug fünf Monate. 53% befanden sich zum Zeitpunkt der Studie noch im Praktikum. Wenn Sie weitere detaillierte Studienergebnisse einsehen möchten, klicken Sie hier: https://www.clevis.de/future-talents-report-2021/.   

Über CLEVIS Consult
Die CLEVIS GmbH steht für deutschlandweit einzigartige Expertise in allen Fragen zum Thema Future Talents. In der größten deutschen Studienreihe mit Fokuszielgruppe Talente von morgen wurden bisher knapp 65.000 Praktikant:innen und Werkstudent:innen zu ihren Einschätzungen der Arbeitgeberqualität und Arbeitgeberattraktivität befragt. Auf Basis von elf Jahren detaillierter Studienarbeit bietet die CLEVIS GmbH mit dem Future Talents Report den deutschen Arbeitgebern die relevanten Antworten zum erfolgreichen Umgang mit der Generation Y und Z, um die Talente von morgen schon heute für das eigene Unternehmen gewinnen zu können. Für Absolvent:innen, angehende Praktikant:innen und Werkstudent:innen ist ein durch die CLEVIS GmbH verliehenes Arbeitgebersiegel zur unabhängigen, anerkannten Auszeichnung eines Top-Arbeitgebers geworden.

Deutschland verliert auf dem weltweiten Arbeitsmarkt an Beliebtheit

  • In Europa verteidigt Deutschland seine Spitzenposition als attraktivstes Land unter internationalen Arbeitskräften
  • Coronavirus-Pandemie verstärkt Trend: Immer weniger Menschen wollen im Ausland arbeiten
  • Kanada verdrängt USA von der Spitze des Ländervergleichs – Australien und asiatische Staaten gewinnen

München – Deutschland hat als Arbeitgeberdestination im internationalen Vergleich an Beliebtheit verloren, bleibt aber das angesehenste Land Europas. Das zeigt die Studie Decoding Global Talent der Managementberatung Boston Consulting Group (BCG), der Online-Jobplattform StepStone und The Network, für die 208.000 Arbeitnehmer aus 190 Ländern befragt wurden. Die Bundesrepublik erreichte in der jüngsten Erhebung Platz vier und verlor damit zwei Ränge im Vergleich zur Vorgängerstudie 2018.

 „Auch wenn Deutschland hinter den USA, Kanada und Australien den vierten Rang belegt, sind wir immer noch die Nummer eins unter den nicht-englischsprachigen Ländern. Das zeigt, dass der deutsche Arbeitsmarkt international noch immer eine sehr hohe Anziehungskraft hat. Diese sollte die deutsche Wirtschaft für sich nutzen“, sagt Dr. Sebastian Dettmers, CEO von StepStone. „Um den Fachkräftemangel zu bewältigen, braucht es Zuwanderung aus anderen Ländern. Deutsche Unternehmen, die gestärkt aus der Krise hervorgehen wollen, sollten die Attraktivität des Standorts als Vorteil begreifen und auch verstärkt im Ausland nach Talenten suchen“, sagt Rainer Strack, Senior Partner bei BCG und Co-Autor der Studie.

Internationale Mobilität nimmt ab

Immer weniger Arbeitnehmer sind dazu bereit, außerhalb ihres Heimatlands zu arbeiten. Die weltweite Coronavirus-Pandemie hat diesen Trend verstärkt: 2018 hatten noch 57 Prozent der Befragten angegeben, für den Job ins Ausland gehen zu wollen, mittlerweile sind dazu nur noch knapp 50 Prozent der Arbeitnehmer bereit. 2014 waren es 64 Prozent, der Zeitraum zwischen den ersten beiden Erhebungen betrug jedoch vier Jahre. In Deutschland möchten sogar nur 45 Prozent der Arbeitnehmer im Ausland arbeiten – gegenüber der vorherigen Erhebung sank die Bereitschaft um zehn Prozentpunkte. Die beliebtesten Zielländer der Deutschen sind die Schweiz, Österreich, USA und Kanada. In den Top 10 der bevorzugten Länder sind fünf direkte Nachbarländer.

Besonders attraktiv ist der Standort Deutschland für Österreich, Osteuropa und die Türkei. Fernere Länder wie Iran, Marokko, Tunesien, Mexiko und Ghana sind nicht mehr unter den Top 10. „Die Attraktivität auf dem internationalen Arbeitsmarkt regionalisiert sich – ein Trend, der sich vor allem durch Corona auch in anderen Wirtschaftsbereichen beobachten lässt“, sagt Strack.

Erfolgreiche Pandemiebekämpfung zahlt sich aus

Englischsprachige Länder dominieren das Ranking weiterhin, an der Spitze gab es aber erstmals einen Wechsel: Kanada hat die USA verdrängt, Australien springt von Platz sieben auf Platz drei und landet damit vor Deutschland. Auch hier ist ein Trend erkennbar: Erfolgreiche Pandemiebekämpfung schlägt sich im Ranking nieder. „Länder, die die erste Welle der Corona-Pandemie erfolgreich bewältigen konnten, haben im internationalen Vergleich zugelegt“, sagt StepStone-CEO Dettmers. Dazu zählen vor allem asiatische Länder wie Singapur, Japan und Neuseeland. „Den entgegengesetzten Effekt sehen wir bei jenen Staaten, die im Frühjahr 2020 hart von Covid-19 getroffen wurden – etwa Italien, Spanien oder Frankreich.“

Digitale Mobilität als neue Perspektive gegen Fachkräftemangel

Die geografischen Grenzen der Arbeitsmärkte waren zuletzt immer durchlässiger geworden, vor allem für Fachkräfte. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung stark gebremst. 57 Prozent der Befragten zeigten sich jedoch offen dafür, aus der Ferne für einen Arbeitgeber aus dem Ausland zu arbeiten – das sind sieben Prozentpunkte mehr als bereit sind, umzuziehen. Diese Bereitwilligkeit liegt unter den Befragten aus Deutschland deutlich niedriger – bei 47 Prozent. „Der demografische Wandel steht gerade erst vor der Tür. Während Corona den weltweiten War for Talents massiv verschärft, ist die Pandemie gleichzeitig auch ein Beschleuniger für digitale Mobilität“, sagt StepStone-CEO Dettmers. „Unternehmen bietet sich heute mehr denn je der Zugriff auf die weltweite Workforce.“

Diese neue virtuelle Mobilität hat große Vorteile: „Die Besten ihres Fachs können ihre Fähigkeiten international anbieten, auch Firmen haben dadurch einen größeren Talent-Pool“, sagt BCG-Partner Strack.  „Gleichzeitig bringt eine Remote-Arbeitswelt auch viele Schwierigkeiten mit sich – etwa rechtliche Fragen, Datenschutz-Bedenken oder das Arbeiten in unterschiedlichen Zeitzonen. Dennoch sollten Unternehmen diese neue Form der Mobilität als Option sehen und für sich nutzen.“

Städteranking: Berlin weltweit auf Platz vier, New York verliert stark

London bleibt bei internationalen Arbeitnehmern hoch angesehen und führt das Ranking wie schon 2018 an. Auf die englische Hauptstadt folgen die Städte Amsterdam und Dubai. Stark abgefallen hingegen ist die US-Metropole New York, von Platz zwei auf Rang acht. Dubai, Abu Dhabi, Tokio und Singapur haben an Beliebtheit gewonnen.

Die beliebteste Stadt in Deutschland bleibt Berlin, die Hauptstadt schafft es weltweit auf den vierten Platz, nach Rang drei in der vorherigen Erhebung. Vor allem bei Arbeitnehmern mit Master-Abschluss oder Promotion kann Berlin punkten und schafft es dort sogar auf Platz zwei. „Die Startup-Szene und die hohe Internationalität machen Berlin zu einem sehr attraktiven Ort für gut ausgebildete Talente“, sagt BCG-Partner Rainer Strack. Hinter Berlin folgen in Deutschland München (26) und Hamburg (35), die jeweils drei Plätze gegenüber der Studie von 2018 verloren haben.

Die Studie zum Download und weiterführende Infos unter https://www.stepstone.de/wissen/global-talent/

Über die Studie

Für die Studie Decoding Global Talent haben StepStone, die Boston Consulting Group (BCG) und The Network (ein von StepStone mitbegründeter globaler Zusammenschluss führender Online-Jobbörsen in 130 Ländern) im Herbst 2020 insgesamt rund 208.000 Arbeitnehmer aus 190 Nationen befragt. Schwerpunkte der Online-Befragung waren unter anderem die Bereit­schaft, im Ausland zu arbeiten, die bevorzugten Arbeitsmärkte und ‑standorte sowie die Präferenzen bei der digitalen Arbeit.

Über BCG

Die Boston Consulting Group (BCG) unterstützt führende Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit dabei, Herausforderungen zu meistern und Chancen zu nutzen. Seit der Gründung 1963 leistet BCG Pionierarbeit im Bereich Unternehmensstrategie. Die Boston Consulting Group hilft Kunden, umfassende Transformationen zu gestalten: Die Beratung ermöglicht komplexe Veränderungen, eröffnet Wachstumschancen, schafft Wettbewerbsvorteile, verbessert die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und bewirkt so dauerhafte Verbesserungen des Geschäftsergebnisses.

Nachhaltiger Erfolg erfordert die Kombination aus digitalen und menschlichen Fähigkeiten. Die vielfältigen, internationalen Teams von BCG bringen tiefgreifende Expertise in unterschiedlichen Branchen und Funktionen mit, um Veränderungen anzustoßen. BCG verzahnt führende Managementberatung mit Expertise in Technologie, Digital und Analytics, neuen Geschäftsmodellen und der übergeord­neten Sinnfrage für Unternehmen. Sowohl intern als auch bei Kunden setzt BCG auf Gemeinschaft und schafft dadurch Ergebnisse, die Kunden nach vorne bringen. Das Unternehmen mit Büros in mehr als 90 Städten in über 50 Ländern erwirtschaftete weltweit mit 21.000 Mitarbeitern im Jahr 2019 einen Umsatz von 8,5 Milliarden US-Dollar.

Weitere Informationen: http://www.bcg.de

Über StepStone

Mit StepStone trifft jeder die richtige Jobentscheidung. Das E-Recruiting-Unternehmen verbindet Menschen mit der Arbeitswelt – neben Online-Jobplattformen (StepStone, TotalJobs, Saongroup u.a.) zählen weitere digitale Services wie Employer-Branding-Dienstleistungen, Gehaltsanalysen sowie Video-Recruiting-Lösungen zum Angebot des Unternehmens. Die StepStone GmbH, eine Tochter der Axel Springer SE, ist in mehr als 20 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 3.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf. StepStone Deutschland betreibt die Jobplattform www.stepstone.de.

Mehr Internetnutzer sehen sich bei Datensicherheit in der Pflicht

  • 86 Prozent betonen Eigenverantwortung für persönliche Daten
  • Online-Shops und E-Mail-Anbieter genießen das höchste Vertrauen beim Umgang mit Daten

Berlin, 1. März 2021
Ohne persönliche Daten sind viele Internetdienste nicht nutzbar, in den meisten Fällen muss zumindest eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Für die Sicherheit solcher Daten sehen sich Internetnutzer immer stärker verantwortlich. Fast neun von zehn (86 Prozent) sagen: Ich bin selbst für den Schutz meiner persönlichen Daten im Internet verantwortlich. Im Jahr 2019 waren es 78 Prozent und im Jahr 2014 erst 62 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Internetnutzer befragt wurden. „Die Nutzer sehen sich selbst in der Pflicht, ihre persönlichen Daten zu schützen. Das macht Mut und fördert die allgemeine Datensicherheit im Internet“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. 8 Prozent finden hingegen, dass der Staat für sichere Daten im Internet verantwortlich ist. Nur 4 Prozent geben an: Zuständig ist vorrangig die Wirtschaft, also Internetanbieter oder Hersteller von Hard- und Software.

4 von 10 vertrauen Politik und Verwaltung beim Umgang mit persönlichen Daten

Beim Umgang mit persönlichen Daten im Internet vertrauen Internetnutzer nicht allen Anbietern und Institutionen gleichermaßen. Unter den Diensteanbietern im Internet genießen Online-Händler und E-Mail-Anbieter das meiste Vertrauen. Jeder zweite Internetnutzer (53 Prozent bzw. 50 Prozent) vertraut ihnen jeweils stark bzw. sehr stark. Knapp dahinter liegen neue Zahlungsdienstleister wie Paypal oder Klarna sowie traditionelle Banken, 47 Prozent sprechen ihnen jeweils das Vertrauen aus. Ähnlich viele (45 Prozent) sehen ihre Daten bei ihren Internetanbietern in guten Händen. Schon etwas weniger Internetnutzer vertrauen Staat und Behörden beim Umgang mit persönlichen Daten: 40 Prozent vertrauen der Politik allgemein dabei stark oder sehr stark. Fast gleichauf liegt mit 39 Prozent die öffentliche Verwaltung. Jeder dritte Internetnutzer (33 Prozent) äußert ein starkes oder sehr starkes Vertrauen in die Polizei, wenn es um Personendaten geht. Für ein Viertel der Internetnutzer (26 Prozent) trifft dies auch auf soziale Netzwerke zu, etwas weniger (23 Prozent) verlassen sich auf einen sicheren Datenumgang bei Nachrichtendiensten. „Persönliche Daten sind immer sensibel und müssen sowohl von staatlichen Stellen als auch Privatanbietern bestmöglich gesichert werden. Nutzervertrauen aufzubauen und zu halten ist eine Daueraufgabe“, so Dehmel.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.016 Internetnutzer ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Wer ist Ihrer Meinung nach vorrangig für den Schutz Ihrer persönlichen Daten im Internet zuständig?“ und „Wie stark vertrauen Sie im Allgemeinen den folgenden Institutionen, wenn es um den Umgang mit Ihren persönlichen Daten geht?“

Erfolgsrezept: Integriertes Personal- und Vergütungsmanagement

Ein Gastbeitrag von Dr. Hubert Vogt, Dr. Vogt Consulting GmbH (www.dr-vogt-consulting.com)

Unternehmen stehen oftmals vor der Herausforderung, Wachstum und Strukturen in Einklang zu bringen. Vielfach halten das Karrieremodell, das Vergütungssystem sowie das Kompetenz- und Leistungsmanagement damit nicht Schritt. Dabei sind diese Funktionen des Personalmanagements wesentliche Voraussetzung für die Zufriedenheit und die Leistung der Mitarbeitenden und damit letztlich auch für den Unternehmenserfolg. Insbesondere das Vergütungssystem und das weitere Personalmanagement sind oft nur lose miteinander verbunden.

Für eine zeitgemäße Entwicklung der Personalfunktionen braucht es einen Ansatz, der die Kernfunktionen Karrieremodell, Kompetenz- und Leistungsmanagement sowie Vergütungssystem systematisch miteinander verbindet. Die zeitgemäße Entwicklung einer Kernfunktion wird nur dann zum gewünschten Erfolg führen, wenn auch die anderen Kernfunktionen darauf ausgerichtet werden. Eine erfolgreiche Einführung einer modernisierten Stellenarchitektur mit Karrierepfaden erfordert eine stimmige Anpassung von Kompetenzanforderungen und Talentförderung, und damit einhergehend auch eine stimmige Ausgestaltung des Vergütungsmodells.

Abbildung 1: Modell integrierten Personalmanagements

Mit einem guten Verständnis, wie diese Personalfunktion ineinandergreifen (siehe Abbildung 1) können die einzelnen Gestaltungsinstrumente Schritt für Schritt planvoll und wirksam aufeinander abgestimmt und weiterentwickelt werden. Wie bei einem Mobile werden die einzelnen Bausteine so austariert, dass das Gesamtsystem in der Balance bleibt.

Die Erfahrung zeigt, dass insbesondere die Integration des Vergütungsaspekts in der Praxis die größte Herausforderung darstellt. Dazu braucht es ein vertieftes Verständnis, wie Funktionsbewertung, Karrierepfade, Kompetenzmanagement und Vergütungssystem zusammenhängen und mit welchen Methoden und Instrumenten dies bewerkstelligt wird.

Die folgenden Artikel dieser Serie werden diese Themen vertiefen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an den Autor des Artikels: Dr. Hubert Vogt, mail@dr-vogt-consulting.com, www.dr-vogt-consulting.com

Randstad Studie zeigt: Angestellte attestierten verbessertes Diversity-Management


Vielfalt und Inklusion: Deutsche Unternehmen haben dazu gelernt
Bei ihren Beschäftigten hatten deutsche Arbeitgeber bislang selten den Ruf, besonders divers und integrativ zu sein. Das hat sich jetzt geändert, wie eine aktuelle Randstad Studie zeigt. Dabei punkten Unternehmen besonders mit konkreten Umsetzungen.
Eschborn, Februar 2021 – Unterschiedliche Denkweisen, Mentalitäten, Erfahrungen und Fachkenntnisse am Arbeitsplatz zusammenbringen, das gelingt immer mehr deutschen Unternehmen. So gibt die Mehrheit der deutschen Beschäftigten (81%) im aktuellen Randstad Arbeitsbarometer (2. Hj. 2020) an, in einem integrativen Arbeitsumfeld tätig zu sein. Damit gelingt deutschen Unternehmen eine deutliche Verbesserung. Noch in 2018 glaubte lediglich jeder zweite Beschäftigte, dass sein Arbeitgeber ein Interesse daran hat, den Querschnitt der Gesellschaft im Unternehmen abzubilden (Randstad Arbeitsbarometer, Q3 2018). „Die vielen Diskussionen der vergangenen Jahre rund um das Thema Diversity zeigen eine deutliche Wirkung“, begrüßt Carlotta Köster-Brons, Leiterin des Hauptstadtbüros bei Randstad Deutschland, die Entwicklung.

Handfeste Veränderung statt abstrakter Maßnahmen
Doch wie werden Inklusion und Diversity in Unternehmen deutlich? Als wichtigste Faktoren nannten deutsche Beschäftigte: Trainings für Angestellte zur Förderung eines integrativen Handelns (30%), den Aufbau einer vielfältigen Belegschaft (30%) und die Einstellung von Führungskräften mit diversem Hintergrund (22%). „Für Arbeitnehmende zählen handfeste Veränderungen, die zeigen, dass es ihre Arbeitgeber ernst meinen“, sagt Carlotta Köster-Brons. „Abstrakte Maßnahmen wie Spenden oder Aufrufe dazu erachten Mitarbeitende als weniger wichtig für Inklusion und Vielfalt.“


Deutschland bei Diversity europaweit im oberen Mittelfeld
Im europäischen Vergleich positionieren sich deutsche Unternehmen laut aktuellem Arbeitsbarometer allerdings nur im Mittelfeld, wenn es um ein integratives Arbeitsumfeld geht. Sie hängen zwar Betriebe aus Frankreich um 9 Prozentpunkte ab (72 %), doch ziehen Unternehmen in Norwegen (84%), Spanien (84 %) und Großbritannien (84 %) an deutschen Firmen vorbei. „Wichtig ist jetzt, am Ball zu bleiben, um von den Vorteilen von Diversity langfristig zu profitieren. Vielfältige Teams tragen dazu bei, die Profitabilität und Produktivität von Unternehmen zu steigern und sorgen auch im Allgemeinen für eine bessere Mitarbeiterbindung“, betont Carlotta Köster-Brons.

Über das Randstad Arbeitsbarometer
Das Randstad Arbeitsbarometer wurde 2003 eingeführt und deckt heute 34 Märkte auf der ganzen Welt ab. Für die Studie werden Beschäftigte in Europa, Asien-Pazifik und Nord- und Südamerika befragt. Das Randstad Arbeitsbarometer erscheint halbjährlich und macht sowohl lokale als auch globale Mobilitätstrends im Laufe der Zeit sichtbar.

Über Randstad Gruppe Deutschland
Randstad ist Deutschlands führender Personaldienstleister. Wir helfen Unternehmen und Arbeitnehmern dabei, ihr Potenzial zu verwirklichen, indem wir unsere technologische Kompetenz mit unserem Gespür für Menschen verbinden. Wir nennen dieses Prinzip „Human Forward“. In der Randstad Gruppe Deutschland sind wir mit 49.000 Mitarbeitern und rund 550 Niederlassungen in 300 Städten ansässig. Unser Umsatzvolumen umfasst rund 2,06 Milliarden Euro (2019). Neben der klassischen Zeitarbeit zählen die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services zu unserem Portfolio. Wir schaffen als erfahrener und vertrauensvoller Partner passgenaue Personallösungen für unsere Kundenunternehmen. Unsere individuellen Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber machen uns auch für Fach- und Führungskräfte zu einem attraktiven Arbeitgeber und Dienstleister. Seit über 50 Jahren in Deutschland aktiv, gehören wir mit der Randstad Gruppe Deutschland zur niederländischen Randstad N.V. Ein Gesamtumsatz von rund 23.7 Milliarden Euro (Jahr 2019), über 649.000 Mitarbeiter im täglichen Einsatz, und rund 4.900 Niederlassungen in 38 Märkten machen unseren internationalen Unternehmenskonzern zum größten Personaldienstleister weltweit. Zu unseren nationalen Zweigstellen gehören neben der Randstad Deutschland GmbH & Co KG außerdem die Unternehmen Tempo Team, Gulp, Monster, twago, Randstad Sourceright, Randstad Outsourcing GmbH sowie Randstad Automotive und Randstad Financial Services. CEO ist Richard Jager.
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Robust: Der Arbeitsmarkt im Januar 2021

„Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Januar alles in allem weiter in einer robusten Verfassung. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterlassen aber Spuren.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Januar:    +193.000 auf 2.901.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +475.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Zuge der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar deutlich gestiegen. Mit 2.901.000 liegt die Zahl der Arbeitslosen um 193.000 höher als im Vormonat. Saisonbereinigt hat sie sich verringert. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf bei 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Januar des vorigen Jahres hat sich die Arbeitslosenzahl um 475.000 erhöht. Die Arbeitslosenquote verzeichnet im Vorjahresvergleich ein Plus von einem Prozentpunkt. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Dezember auf 4,4 Prozent.

Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im Januar 2021 bei 3.679.000 Personen. Das waren 354.000 mehr als vor einem Jahr.

Kurzarbeit

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde vom 1. bis einschließlich 25. Januar für 745.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Das höhere Niveau der Anzeigen seit November ist auf die erneuten Eindämmungsmaßnahmen infolge der zunehmenden Infektionszahlen zurückzuführen.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis November zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im November für 2,26 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hatte nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen, stieg im November mit den erneuten Eindämmungsmaßnahmen aber wieder an.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Mit den wirtschaftlichen Beschränkungen in Folge der Corona-Krise hatten sich Erwerbstätigkeit und Beschäftigung deutlich verringert, zuletzt stabilisierten sie sich jedoch auf dem niedrigeren Niveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 10.000 gestiegen. Mit 44,68 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 756.000 niedriger aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, deren Daten nur bis November reichen, nahm in diesem Monat saisonbereinigt um 57.000 zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im November nach Hochrechnungen der BA um 74.000 auf 33,89 Millionen Beschäftigte gesunken.

Arbeitskräftenachfrage

Im Januar waren 566.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 102.000 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 1.000 erhöht. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland – sank im Januar 2021 um einen Punkt auf 98 Punkte. Er liegt damit 19 Punkte unter dem Vorjahreswert.

Geldleistungen

1.179.000 Personen erhielten im Januar 2021 Arbeitslosengeld, 294.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Januar bei 3.819.000. Gegenüber Januar 2020 war dies ein Anstieg von 65.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

In der Nachvermittlungszeit am Ausbildungsmarkt für einen sofortigen Ausbildungsbeginn waren von Oktober bis Januar coronabedingt mit 77.000 rund 12.000 junge Menschen mehr auf Ausbildungssuche als im letzten Jahr. Dem standen 73.000 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber, 8.000 mehr als im Vorjahr. 33.000 Bewerberinnen und Bewerber und damit knapp die Hälfte waren im Januar noch unversorgt und weitere 23.000 suchten trotz Alternative weiterhin eine Ausbildungsstelle. Gleichzeitig waren knapp 12.000 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Am Ende des Nachvermittlungszeitraums befanden sich 14.000 Bewerberinnen und Bewerber in einer Berufsausbildung.

Für das neue Berichtsjahr 2020/21 sind bislang aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen 11 Prozent weniger Bewerberinnen und Bewerber gemeldet als im Januar des Vorjahres. Die Zahl der Ausbildungsstellen unterschreitet des Vorjahreswert um 8 Prozent.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter https://statistik.arbeitsagentur.de.

Weitere Informationen zu Auswirkungen der wirtschaftlichen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt finden Sie hier.