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Pünktlich, zuverlässig, organisiert: In der digitalen Arbeitswelt zählen auch „klassische Tugenden“ 

Vermeintlich ‚angestaubte‘ Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Organisation sind in Zeiten von flexiblem und ortsunabhängigem Arbeiten aktueller denn je. So sehen es Fach- und Führungskräfte in Deutschland, zeigt eine Untersuchung der Online-Jobplattform StepStone zum Thema Kooperation und Kollaboration am Arbeitsplatz. 82 Prozent der rund 14.000 Befragten halten Organisationsfähigkeit und 72 Prozent Zeitmanagement für besonders wichtig, um im Team erfolgreich zu sein. Das sind mit Abstand die höchsten Zustimmungswerte unter den Beschäftigten, deutlich vor Fähigkeiten etwa im Projektmanagement oder konzeptionellen Denken, die viel eher mit modernem Arbeiten und digitaler Arbeitswelt verbunden werden. Das ist konsequent, denn erst wenn die Grundlagen stimmen, können Teams dynamisch und innovativ, kurz: erfolgreich sein.

Generation Z: Mehr Stickers, please!

Studentische Mieten steigen stark – doch Studierende müssen weniger Stunden für ihre Miete arbeiten 

 

  • Steigende Mieten: Obwohl im Zeitraum von 2014 bis 2019 bundesweit eine leichte Verkleinerung der von Studierenden bewohnten Wohnfläche festzustellen ist (von durchschnittlich 29,3 auf 28,9 Quadratmeter), zahlen Studierende mehr für ihre Wohnung. 2014 332,43 €, 2019 386,18 € – eine Steigerung der Warmmiete von gut 16%. 
  • Regional starke Differenz: Das größte Gefälle sehen wir zwischen Konstanz (20,12€ / qm) und dem insgesamt geringsten Preisniveau in Halle/Saale (11,26€ / qm) – eine Differenz von etwa 80%. 
  • Studierende arbeiten weniger für Miete: Der durchschnittliche Stundenlohn Studierender ist um rund 22% gestiegen: von 9,23€ auf 11,29€. (Bei Studitemps verdienen Studierende durchschnittlich sogar 11,40 € / h). 2014 mussten noch etwa 36 Arbeitsstunden darauf verwendet werden, den exakten Gegenwert der Miete zu erarbeiten. Dagegen sind 2019 dafür nur noch 34,2 Stunden nötig.
  • Westen teurer als Osten: Abgesehen von Berlin befinden sich in den 34 teuersten Hochschulstädte ausnahmslos Vertreter aus den alten Bundesländern. Bei den drei insgesamt günstigsten Hochschulstädte, die bundesweit gemessen worden sind, handelt es sich allesamt um Städte aus den neuen Bundesländern.
  • Wohnformen: Bundesweit wohnen 24,5 % der Studierenden bei den Eltern, 26,4 %  haben eine eigene Wohnung, 15,5 % sind in Wohnheimen untergebracht, 29,7 % leben in Wohngemeinschaften, 3,9 % zur Untermiete. In den Metropolen dagegen wohnen Studierende am häufigsten bei den Eltern.

Im Oktober startet an den Universitäten und Hochschulen das neue Semester – Wintersemester 2019 / 2020. Das ist die Zeit, in der ein Großteil der frischgebackenen Abiturienten ihr Studium beginnt – meistens in einer ihnen fremden Stadt. Entsprechend lang sind die Wartelisten für die begehrten und meist sehr preiswerten Wohnheimplätze. 

Eckhard Köhn

NEU: women&work schreibt Motto-Wettbewerb aus

Bis zum 30. November können Themenvorschläge eingereicht werden

Die women&work, Europas Leitmesse für Frauen und Karriere, schreibt einen Motto-Wettbewerb aus. Bis zum 30. November 2019 können Themenvorschläge für das Schwerpunktthema 2021 des Messe-Kongresses eingereicht werden. Informationen zum Wettbewerb gibt es unter http://motto.womenandwork.de.

„Seit 2013 haben wir die jährlichen Schwerpunktthemen bestimmt“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, die im kommenden Jahr 10-jähriges Jubiläum feiert. „Im nächsten Jahr stellen wir das letzte Schwerpunktthema, mit dem wir zum „Aufbruch der Zivilgesellschaft“ aufrufen. Diesen Aufruf möchten wir selbst zum Anlass nehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Wir sind davon überzeugt, dass es im women&work-Kollektiv großartige Ideen zu zukunftsweisenden Schwerpunktthemen gibt. Denen möchten wir ab 2021 noch mehr Raum geben als bisher.“

Melanie Vogel

Job Search Experience – Nur 21% der Schweizer Unternehmen wären bereit für den neuen Google-Service

Von Christof Artho, Google Experte, jobchannel ag, 043 305 77 47, christof.artho@jobchannel.ch

Googles neuer Service, die Job Search Experience, wurde in den Schweizer Nachbarländer bereits im Mai 2019 lanciert. Es ist zu erwarten, dass das Feature hierzulande ebenfalls ausgerollt wird. Er wird auf alle Unternehmen mit offenen Stellen einen starken Einfluss nehmen. Eine von jobchannel veröffentlichte Studie zeigt nun, dass gerade mal 21% der Schweizer Unternehmen darauf vorbereitet sind.

Christof Artho

Bernd Fitzenberger ist neuer Direktor des IAB

Der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Fitzenberger ist seit dem 1. September neuer Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Fitzenberger ist Nachfolger von Joachim Möller, der Ende September 2018 nach elfjähriger Amtszeit in den Ruhestand ging. Stellvertretender Direktor bleibt der Volkswirt Ulrich Walwei. Er ist seit Juni 2002 Vizechef des IAB und leitete das Institut nach dem Ruhestand von Joachim Möller kommissarisch.

Bernd Fitzenberger

Online-Jobbörse JobStairs geht mit Sportsponsoring neue Vermarktungswege – Kooperation mit Basketball-Bundesligisten für mehr Reichweite und Bekanntheit

JobStairs arbeitet laufend daran, die Reichweite seiner Online-Jobbörse – und damit der auf ihr geschalteten Jobs – zu erhöhen. Dabei wird nun ein ganz neues Kapitel in der Vermarktung aufgeschlagen: Denn JobStairs ist ab sofort exklusiver Namenssponsor des Basketball-Bundesligisten „JobStairs GIESSEN 46ers“.

Bereits in der abgelaufenen Saison war JobStairs als Premiumpartner der GIESSEN 46ers aktiv. Den Hintergrund für den Ausbau des Engagements erläutert Ingolf Teetz, CEO der milch & zucker AG, welche das Portal JobStairs verantwortet: „Als Online-Jobbörse leben wir von der Qualität und der Reichweite unseres Job-Angebots. Eine online-basierte Vermarktung ist da natürlich naheliegend. Allerdings verliert Online-Werbung an Aufmerksamkeit, da die Flut an Werbung für den User immer mehr zunimmt.“

Ingolf Teetz

Breite Unterstützung: Christiane Schönefeld soll neues Vorstandsmitglied werden

Christiane Schönefeld

In einer Sondersitzung in Berlin hat sich der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in geheimer Wahl für Christiane Schönefeld als Vorstand Ressourcen der BA entschieden. Das Gremium wird der Bundesregierung vorschlagen, die bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen zum Vorstandsmitglied zu benennen. Christiane Schönefeld soll künftig die Ressorts Personal und Finanzen der BA übernehmen.

BVDW-Studie: Fehlende Personalkapazitäten hemmen digitale Transformation

Die digitale Transformation eröffnet Unternehmen vielfältige Chancen. Vor allem Unternehmen der Digitalen Wirtschaft sind Vorreiter in diesem Bereich. Doch fehlende Kapazitäten auf Management- und Mitarbeiterebene hemmen den Prozess. Das geht aus den Ergebnissen einer Befragung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in Zusammenarbeit mit SKOPOS von 101 Mitgliedsunternehmen hervor.

Harald Fortmann (Foto: Tina Dmetriades)

Insgesamt sind die Unternehmen der Digitalbranche auch Vorreiter in Hinblick auf die digitale Transformation. So geben neun von zehn Befragten (92 Prozent) an, dass es ihnen leicht fällt, den Umgang mit neuen Technologien im Job zu erlernen. Das Verständnis für die Digitalisierung ist hier ebenfalls sehr hoch: 84 Prozent wissen, was die digitale Transformation für ihren Arbeitsplatz bedeutet. Die größten Chancen sind aus Sicht der Mitarbeiter das Sichern von Wettbewerbsvorteilen (63 Prozent), das Erschließen neuer Geschäftsfelder (60 Prozent) sowie die Erhöhung der Effizienz (56 Prozent).

Gesundheitsberufe: Exzellente Jobaussichten – aber starke Gehaltsunterschiede

Eine Lebenserwartung von 83 Jahren bei Frauen und 78 Jahren bei Männern ist mittlerweile der Normalfall. Hinzu kommt die niedrige Geburtenrate von durchschnittlich 1,5 Kindern pro Frau in Deutschland. In Gesundheitsberufen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels bereits spürbar. Seit 2012 hat sich die Nachfrage nach Pflegekräften fast verdreifacht. Das zeigt der StepStone Fachkräfteatlas, mit dem die Online-Jobplattform StepStone die Entwicklung der Fachkräftenachfrage in Deutschland seit 2012 auf Basis von rund zwei Millionen Stellenanzeigen monatlich auswertet. Und obwohl händeringend Fachkräfte für Gesundheitsberufe gesucht werden, liegt das Durchschnittsgehalt mit 47.500 Euro* deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt für Fachkräfte (59.000 Euro).