Berufsausbildung

Trotz Nachfrage nach Spezialisten: Mitarbeiter bleiben Generalisten

Luuk Houtepen

So arbeitet Deutschland – Umfrage von SThree zeigt zudem: Nur neun Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland möchten explizit eine Frau als Vorgesetzte

Die Mehrheit der Arbeitnehmer und Freelancer wollen in Zukunft Generalist bleiben – obwohl 64 Prozent mit einer erhöhten Nachfrage nach Spezialisten rechnen, so die Ergebnisse der dritten So arbeitet Deutschland-Trendstudie, die die Personalberatung SThree unter rund 1.000 Teilnehmern durchführte. Ziel der Befragung ist der Vergleich zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Arbeitswelt von Berufstätigen in Deutschland. Laut Umfrage hat Deutschland bei der Diversität auf dem Chefsessel noch Nachholbedarf. 75 Prozent der Chefs in Deutschland sind männlich – und nur neun Prozent der Befragten wünschen sich explizit eine Chefin. Außerdem besteht bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch Luft nach oben.

Auch Ungelernte profitieren von guter Konjunktur – trotzdem sind sie oft arbeitslos

Die Arbeitslosenquote von Ungelernten ist im letzten Jahr gesunken. Doch das Risiko der Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zu Ausgebildeten fünfmal so hoch. Zwischen den Regionen gibt es enorme Unterschiede.

Von der sehr guten Arbeitsmarktentwicklung 2017 haben auch Arbeitslose profitiert, die keine Berufsausbildung vorweisen können. Nach neuesten Angaben der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat deren Arbeitslosenquote im Vergleich zu 2016 um 1,3 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent abgenommen. Nach wie vor ist aber das Risiko von Ungelernten, arbeitslos zu sein, erheblich größer als von ausgebildeten Erwerbspersonen.

Zahl der offenen Stellen erreicht neuen Höchststand

Dr. Alexander Kubis ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des IAB
Dr. Alexander Kubis

Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal 2017

Im ersten Quartal 2017 gab es bundesweit 1.064.000 offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Damit lag die Zahl um 9.000 über dem bisherigen Höchststand vom vierten Quartal 2016 mit 1.055.000 offenen Stellen. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen sogar um 75.000. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer repräsentativen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Ausbildung? Gefällt mir!

Steffen Manes
Steffen Manes

Aktuelle Job-Umfrage: Berufsausbildung hat einen guten Ruf, nur eine deutliche Minderheit hält sie für unmodern


Eine solide Berufsausbildung steht bei deutschen Arbeitnehmern hoch im Kurs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von mobileJob.com unter mehr als 500 Kandidaten für den außerakademischen Arbeitsmarkt. Demnach gaben 83 Prozent der Befragten an, dass sie die Ausbildung für ein gesundes Fundament für den Eintritt in das Berufsleben halten. Nur 17 Prozent halten sie für nicht mehr zeitgemäß.

Vielfalt als Chance in der Berufsausbildung

Das Deutsche Ausbildungsforum geht in die zweite Runde: Es findet vom 15. bis 16. März 2017 auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen statt. Wie Integration und berufliches Lernen von Auszubildenden individueller und besser gestaltet werden können, sind die zentralen Fragen des Praktikergipfels.

Zeche Zollverein Essen
Zeche Zollverein Essen

AZUBIYO-Initiative zur Förderung von Schülerpraktika

Florian Schardt
Florian Schardt

FUNKE-Ausbildungsportal unterstützt passgenaues Zusammenfinden von Bewerbern und Betrieben künftig noch früher – und noch gezielter

AZUBIYO startet einen neuen Stellenmarkt für Schülerpraktika auf AZUBIYO.de, Deutschlands führendem Stellenportal für die passgenaue Besetzung von Ausbildungs- und Dualen Studienplätzen. Der Jobbörsenspezialist, der seit 2015 zur FUNKE MEDIENGRUPPE gehört, sieht darin einen gezielten Beitrag zu einer möglichst frühzeitigen und erfolgreichen Berufsorientierung. „Die Abbruchquote bei Berufsausbildungen ist erschreckend hoch. Ein bis zwei Schülerpraktika zu absolvieren ist die beste denkbare Vorsorge“, erläutert Geschäftsführer Florian Schardt die Motivation des Unternehmens, sich verstärkt für Schülerpraktika zu engagieren.

Hohe Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt: WBS Training qualifiziert Servicetechniker für Automatisierungsanlagen

Neues Weiterbildungsangebot startet am 20. Juni 2016

Für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands ist die Automatisierungstechnik von großer Bedeutung. Sie kommt in zahlreichen Branchen, wie zum Beispiel in der Automobil-, Solar-, Textil-, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, zum Einsatz. Dementsprechend hoch ist auf dem Arbeitsmarkt die Nachfrage nach Fachkräften, die sich auf die Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Automatisierungsanlagen spezialisiert haben. Um dieser Nachfrage nachzukommen, startet der Weiterbildungsspezialist WBS Training AG am 20. Juni eine geförderte Weiterbildung zum Servicetechniker.

picture_automatisierungstechnik-sps-fortbildung-wbs-header

 

Der Arbeitsmarkt im März 2016: Einsetzende Frühjahrsbelebung reduziert Arbeitslosigkeit

Frank-Jürgen Weise, Bundesagentur für Arbeit
Frank-Jürgen Weise, Bundesagentur für Arbeit

„Der Arbeitsmarkt hat sich insgesamt weiter positiv entwickelt. Zwar hat sich die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt nicht verändert, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist aber erneut gewachsen.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

  • Arbeitslosenzahl im März: -66.000 auf 2.845.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -87.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Neue Wege in der dualen Ausbildung – Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft stellen aktuelle Trends vor

Felix Rauner
Felix Rauner

Wie kann ich meine Ausbildung wettbewerbsfähig und zukunftssicher gestalten, so dass aus den Azubis von heute meine Fachkräfte von morgen werden? Wie gewinne ich geeignete Bewerber? Was erwarten die Berufsanfänger der heutigen Generation Z? Antworten auf diese und andere Fragen bekamen die Teilnehmer des 1. Deutschen Ausbildungsforums in Hannover. Zwei Tage lang drehte sich alles um Qualität und Attraktivität der beruflichen Ausbildung.

Berufsausbildung: Mehr Chancen für Europas Jugend

Insbesondere in Südeuropa sind sehr viele Jugendliche arbeitslos. Eine hochwertige Berufsausbildung hilft dabei, jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Dabei können die europäischen Länder voneinander lernen, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).