Betreuungsgeld

Politik sollte ideologische Scheuklappen ablegen: Bundesverband der Personalmanager (BPM) veröffentlicht Thesenpapier zu zukunftsgewandter Familienpolitik

Joachim Sauer, BPM
Joachim Sauer

Berlin – Das BPM-Präsidium hat acht familienpolitische Thesen verabschiedet. Darin legt der Verband die Grundzüge einer zukunftsgewandten Familienpolitik aus HR-Sicht dar. Ausgangspunkt bildete die Kritik führender Forschungsinstitute an der mangelnden Effizienz der familienpolitischen Leistungen in Deutschland.

„Die Ergebnisse zeigen ganz klar, dass die Förderung der Kinderbetreuung das beste Mittel ist, um die Erwerbswünsche von Müttern umzusetzen“, so BPM-Präsident Joachim Sauer. Anstatt viel Geld in das Betreuungsgeld zu investieren, müsse die Qualität der Betreuung weiter verbessert werden. „Die neue Regierung sollte ihre ideologischen Scheuklappen hier ablegen“, empfiehlt Sauer.

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) fordert den Verzicht der Verabschiedung des Betreuungsgeldes.

Joachim Sauer, Bundesverband Personalmanager

Berlin – Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) fordert die Regierungsfraktionen dazu auf, auf eine Verabschiedung des Betreuungsgeldes zu verzichten. Der Verband hat die Forderung im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 20. Juni in Berlin beschlossen.

„Absolut erforderlich ist unserer Ansicht nach der zügige Ausbau der Kinderkrippen und der Kinderbetreuungsangebote – sowohl im betrieblichen als auch im öffentlichen Bereich“, so Joachim Sauer, Präsident des BPM. „Insbesondere Frauen hätten so die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob und inwieweit sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen“, so Sauer weiter. Dadurch werde dem Fachkräftemangel zudem aktiv entgegengewirkt. Nach Auffassung des Verbands erweisen sich die Mehrausgaben für das geplante Betreuungsgeld demgegenüber als kontraproduktiv.