Bewerber-Feedback

Arbeitgeber verschenken Punkte beim Bewerberkontakt

Agnes Koller, Studienleitung BEST RECRUITERS  (Foto: Victoria Posch )
Agnes Koller, Studienleitung BEST RECRUITERS (Foto: Victoria Posch )

Studie BEST RECRUITERS 2015/16:

  • Recruiting-Qualität der 514 Top-Arbeitgeber Deutschlands weiter gestiegen
  • Deutschland liegt vorne – aber nicht beim direkten Bewerberkontakt
  • Nachholbedarf in Branchen mit größten Fachkräfteengpässen

Deutsche Unternehmen beherrschen die Bewerberansprache – so die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum. Die getesteten deutschen Arbeitgeber erreichten die höchste Gesamtpunktzahl beim Thema Recruiting-Qualität und liegen damit vor Österreich und der Schweiz. Allerdings besteht hierzulande Optimierungsbedarf im direkten Kontakt mit Kandidaten. Außerdem zeigt die Studie: Branchen mit ausgesprochenen Fachkräfteengpässen liegen – mit Ausnahme der ITK-Branche – bestenfalls im Mittelfeld der Gesamtwertung, das Schlusslicht bildet das Gesundheits- und Sozialwesen.

Kniefall bei der Stellensuche – zähneknirschend im Jobinterview?

Es wäre eigentlich keine Überraschung, wenn Jobsuchende in ihrer Verzweiflung sich mit einem Kniefall vor dem Arbeitgeber anbiedern würden oder wenn Bewerber zähneknirschend im Jobinterview Rede und Antwort stehen müssten. Im Gegensatz zu einer plakativen Werbekampagne einer Baumarktkette, in der die Kundenzufriedenheit wie ein Tanz um das goldene Kalb zelebriert wird, gelten im Recruiting andere Regeln.

Bewerber-Feedback: Klappe halten gilt nicht mehr

Online-Umfrage: 5 Minuten für mehr Transparenz im Bewerbungsverfahren

Wer hat es nicht schon erlebt: Attraktive Arbeitgeber suchen kompetente Mitarbeiter – doch manchmal stellen sich die Jobanbieter selbst ein Bein. Lange Wartezeiten, bis die erste Reaktion auf eine Bewerbung erfolgt, mangelhafte Vorbereitung auf das Jobinterview gefolgt vom 08/15-Fragenkatalog des Personalchefs: Weshalb haben Sie sich bei uns beworben? Was sind ihre größten Stärken und Schwächen?

Zähneknirschend lassen sich Bewerber unprofessionelle Vorstellungsgespräche gefallen – denn jede Kritik könnte den Karriereknick bedeuten.

Bewerber-Feedback: Klappe halten gilt nicht mehr